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ifo-Forscher kritisiert Verschiebung der großen Rentenreform durch die Ampel

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und ein ältere Mann.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Grundlegende Probleme der Rentenkassen dürfen nicht auf die übernächste Bundesregierung verschoben werden. Das sagte der ifo Forscher Joachim Ragnitz am Mittwoch in Dresden. „Das eigentliche Problem gehen die Koalitionäre nicht an: Wegen des Rentenbeginns der Babyboomer kann das Rentenniveau nicht dauerhaft so bleiben. Nach 2026 werden deswegen die Beitragssätze zur Rente auf mehr als 20 Prozent des Bruttolohns steigen müssen.“ Das werde unmittelbar die schrumpfende Generation im Erwerbsalter belasten. Dieses Problem löse man auch nicht, indem man einen steuerfinanzierten Kapitalstock in der Gesetzlichen Rentenversicherung einführe.

„Eine faire Aufteilung der Lasten der Alterung auf die verschiedenen Generationen überlässt die Ampel damit der übernächsten Bundesregierung“, sagte Ragnitz. Gleichzeitig lobte der Rentenforscher, dass die Koalition die ursprünglich vorgesehenen Rentensteigerungen von je rund 5 Prozent für 2022 und 2023 vermeiden will. „Technisch gesehen wird der ausgesetzte Nachholfaktor kurzfristig wieder eingeführt. Die Rentenerhöhungen werden damit in den nächsten beiden Jahren niedriger ausfallen als die Lohnsteigerungen. Das wird die Rentenkasse dauerhaft entlasten, weil künftige Rentensteigerungen damit von einem niedrigeren Niveau aus erfolgen.“

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK hatte bereits ende Oktober eine Reform des Rentensystem gefordert. „Die Mehrbelastung der Rentenkasse durch die Babyboomer, die bald aufhören zu arbeiten, lässt sich durch die Einbeziehung von Beamten, Politikern und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung überbrücken“, sagte Verena Bentele gegenüber der „Bild“ (Donnerstagausgabe).

So haben die SPD, Grüne und FDP in ihren Sondierungsgesprächen darauf verständigt, das Rentenniveau stabil zu halten und das Renteneintrittsalter nicht weiter anzuheben. Für jünger Arbeitnehmer ist die Folge, dass sie höhere Beiträge leisten und mehr Steuern zahlen. Damit die Rentenkasse stabil bleibt, warnte Top- Ökonomen., wie die Bild berichtet.

"Der erste Schritt in eine Rentenversicherung für alle muss dringend von der neuen Bundesregierung angegangen werden“, so Bentele. Dabei lehnte Bentele, eine Absenkung des Rentenniveaus, um Arbeitnehmer zu entlasten, strikt ab: „Es ist absolut unredlich, Junge und Alte bei der Rente gegeneinander auszuspielen. Wer heute bei Rentnern kürzt, bekommt morgen selbst niedrige Renten – also auch die heute Jungen.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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SoVD-Präsident: „Die Wiedereinführung des ‚Nachholfaktors‘ bei der Rente ist eine trickreiche Rentenkürzung durch die Hintertür.“

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann und eine ältere Frau.
Foto: © Andreea Pop

Nach einer Nullrunde im Westen und einer Miniatursteigerung im Osten sollen die Renten im kommenden Jahr doch nicht so stark steigen wie ursprünglich angekündigt. Verantwortlich dafür ist der sognannte „Nachholfaktor“, der von der Ampel wiedereingeführt werden soll. Da rechnerische Rentenkürzungen per Gesetz eigentlich ausgeschlossen sind, werden sie mit diesem Trick bei der nächsten Rentenanpassung im Folgejahr nachgeholt.

Der Nachholfaktor wurde jedoch bis 2025 ausgesetzt, um das Rentenniveau von 48 Prozent zu sichern. SoVD-Präsident Adolf Bauer kritisiert die nun geplante Reaktivierung des Nachholfaktors scharf: „Damit widerspricht sich der Koalitionsvertrag selbst, denn Rentenkürzungen sollte es eigentlich nicht geben. Das wäre auch absolut richtig so. Denn Rentnerinnen und Rentner haben während der gesamten Corona-Pandemie so gut wie keine Unterstützung erhalten. Aber auch sie müssen mit den Mehrkosten für Hygiene- und Pandemiemaßnahmen sowie gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreisen, zurechtkommen.“

Adolf Bauer legt nach: „Hier will man auf dem Rücken von Millionen Menschen Geld sparen, die teilweise schon heute kaum über die Runden kommen. Es ist das völlig falsche Signal, den Nachholfaktor zu reaktivieren – insbesondere in der aktuellen Phase der Pandemie. Der Faktor war damals bei seiner Einführung schon Unsinn und gehört daher auch dauerhaft gestrichen.“

Damit richtet sich der Blick des SoVD-Präsidenten auch auf kommende Generationen: „Die Wiedereinführung würde schon heute das Auskommen der Rentnerinnen und Rentner von morgen gefährden und den Rentenpakt auf lange Sicht destabilisieren. Zwar wäre das Rentenniveau bis 2025 gesichert, aber danach würde es umso stärker abstürzen. Wir als SoVD appellieren daher an die Ampel, die Wiedereinführung des Nachholfaktors umgehend aus dem Koalitionsvertrag zu streichen.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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Nachholfaktor sorgt bei Rente für mehr Ungerechtigkeit

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann der auf einer Bank sitzt.
Foto: © Mykyta Martynenko

Nach der Ankündigung des geschäftsführenden Bundessozialministers Hubertus Heil, dass die Renten statt der erwarteten 5,2 Prozent um 4,4 Prozent steigen werden, kritisiert der Sozialverband VdK, dass der Nachholfaktor schon vor der Rentenanpassung 2022 aktiviert werden soll. „Es ist ein Trugschluss, dass der Nachholfaktor mehr Generationengerechtigkeit schafft. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ampel-Parteien sind offensichtlich vor dem Druck der Arbeitgeber und wirtschaftsnaher Professoren eingeknickt“, stellt VdK-Präsidentin Verena Bentele fest.

„Für diese mag es keinen Unterschied machen, ob es 0,8 Prozentpunkte mehr oder weniger Rente gibt. Aber gerade arme Rentnerinnen und Rentner merken diesen Unterschied sehr wohl in ihrem Geldbeutel, wenn gleichzeitig die Lebensmittelpreise und Heizkosten immer weiter steigen. Auch sie sind somit Verlierer der Corona-Krise. Nach der Nullrunde in diesem Jahr braucht es 2022 eine ordentliche Rentenanpassung, die den Kaufkraftverlust ausgleicht“, fordert Bentele.

„Der Nachholfaktor sorgt für mehr Ungerechtigkeit: Niedrige Rentenanpassungen von heute führen zu niedrigen Renten von morgen. Fällt also die Rentenanpassung heute niedrig aus, spüren das auch die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner“, betont Bentele. Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent. „Die Löhne steigen künftig deutlich stärker als die Renten. Deshalb gilt es endlich die Kürzungsfaktoren wie der Nachholfaktor dauerhaft aus der Rentenformel zu streichen. Sonst werden die Rentner auch in Zukunft abgehängt“, so Bentele.

Der Rentenversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung prognostiziert, dass die Renten um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesländern steigen. Der genaue Wert steht erst im März 2022 fest. Durch den Nachholfaktor werden diese Rentenanpassungen 2022 reduziert. Wie hoch die Reduzierung ist, ist jedoch noch nicht ganz sicher. Laut Bundessozialminister sinkt dadurch die Rentenanpassung 2022 um 0,8 Prozentpunkte.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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Koalitionsvertrag: DGB-Chef kritisiert "fatale" Auswirkungen für Rentner

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann.
Foto: © Matteus Silva de Oliveira

DGB-Chef Reiner Hoffmann kritisiert "fatale Wirkungen" der Rentenpläne der Ampel-Parteien. Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Das Wiedereinsetzen des Nachholfaktors wird dazu führen, dass die Renten langsamer steigen als die Löhne." So würden Rentnerinnen und Rentner noch weiter von der Entwicklung der Löhne abgekoppelt.

Der DGB-Vorsitzende erläuterte: "Schon ohne den Nachholfaktor steigen die Renten von 2020 bis 2025 langsamer als die Löhne. Durch das Aktivieren des Nachholfaktors würde die Rentenanpassung in 2022 um rund 0,6 Prozentpunkte geringer ausfallen.

Die Renten sinken dadurch zwar insgesamt nicht, aber sie steigen um 0,6 Punkte langsamer als die Löhne." Das sei ungerecht, kritisierte Hoffmann und forderte: "Wir müssen die ältere Generation am Wohlstand in diesem Land angemessen beteiligen."

Laut Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP soll der Nachholfaktor wieder in Kraft gesetzt werden - und zwar "rechtzeitig vor den Rentenanpassungen ab 2022". Hintergrund: Eine sogenannte Rentengarantie stellt sicher, dass bei sinkenden Löhnen in einer Krise nicht auch die Renten gekürzt werden müssen. In den Folgejahren sorgt der Nachholfaktor dafür, dass bei wieder steigenden Löhnen die verhinderte Rentenkürzung rechnerisch ausgeglichen wird, die Rente also weniger stark steigt. Diesen Nachholfaktor hatte die schwarz-rote Koalition 2018 ausgesetzt.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Rentenplänen der Koalition: „Manches positiv, aber kein großer Wurf“

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und ein ältere Mann auf der Straße.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der Sozialverband VdK sieht Positives in den Rentenplänen von SPD, Grünen und FDP, aber auch Kritikwürdiges. „Im Koalitionsvertrag ist manches positiv, etwa, dass die Situation der Bestands-Erwerbsminderungsrentner verbessert werden soll. Dafür hat der VdK lange gekämpft. Jetzt muss aus dem „Wollen“ aber auch noch ein „Werden“ werden“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Sie begrüßte die dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“: „Allerdings müsste das Rentenniveau mindestens bei 50, besser 53 Prozent liegen, um das Vertrauen in die gesetzliche Rente vor allem der Jungen zu stärken.“

„Absolut unverständlich“ sei für den VdK die Wiedereinführung des Nachholfaktors bei der Rentenanpassung: „Dadurch (entwickeln sich die Renten nicht mehr automatisch so positiv wie die Löhne,) die geplanten Rentenanpassungen reduzieren sich also. Das trifft arme Rentner besonders stark, denn sie sind von den aktuellen Preissteigerungen in vielen Lebensbereichen extrem betroffen.“

Insgesamt vermisst der VdK einen großen Wurf zur Einbeziehung aller in die Rentenversicherung: „Warum werden nicht endlich Selbstständige, Politiker und Beamte in die gesetzliche Rente mit einbezogen? Der Einstieg in die Erwerbstätigenversicherung wäre im Moment wichtiger denn je“, sagte Bentele. Stattdessen soll es einen Einstieg in die Kapitaldeckung bei der Rentenversicherung geben, was der VdK kritisch sieht: „Der geplante Kapitalstock von 10 Milliarden Euro ist viel zu niedrig. Und viele Fragen sind ungeklärt: Wie wird angelegt? In welche Aktien? Was passiert, wenn der Fonds sinkt, wenn das Geld benötigt wird zur Stabilisierung des Rentenniveaus? All das zeigt, wie unsicher dieser Weg ist und warum er in die falsche Richtung weist.“

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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Rentenversicherungsbericht: Das wird uns die Rente kosten

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Person aus der Vergangenheit, daneben Geldscheine reinretuschiert
Foto/Montage: | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Der heute veröffentlichte Koalitionsvertrag gibt Aufschluss darüber was die Ampel-Parteien vereinbart haben. Bisher fehlt aber noch die Zustimmung aus den eigenen Parteien. Ein Ziel ist dabei "die bis 2025 geltenden Haltelinien für den Beitragssatz von höchsten 20 Prozent und für das Rentenniveau von mindestens 48 Prozent" zu halten, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

Hierbei handelte es sich um eines der Ergebnisse aus dem Rentenversicherungsbericht 2021, der jährlich erstellt wird und immer Auskunft darüber gibt, "wie sich die Rentenfinanzen in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich entwickeln werden. Nach den Modellrechnungen der Bundesregierung wird Ende dieses Jahres die Nachhaltigkeitsrücklage der Deutschen Rentenversicherung voraussichtlich bei 37,2 Milliarden Euro liegen. Derzeit liegt das Rentenniveau, also der Standardrente, gemessen am Durchschnittsentgelt, bei 49,4 Prozent. Es wird in den Folgejahren zunächst ansteigen. Längerfristig wird es über 49,2 Prozent im Jahr 2025 auf 45,8 Prozent bis zum Ende des Berechnungszeitraums im Jahr 2035 sinken. Der Beitragssatz wird bis 2023 stabil bei 18,6 Prozent bleiben. Im Jahr 2030 wird er 21,2 Prozent und zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2035 22,4 Prozent betragen.", so die Bundesregierung.

Weiter hieß es seitens der Bundesregierung: "Es sind nach heutigem Stand keine zusätzlichen Bundesmittel erforderlich. Auch das bis zum Jahr 2030 geltende Beitragssatzziel von maximal 22 Prozent und das Sicherungsniveauziel von mindestens 43 Prozent werden eingehalten"

Im Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung heißt es dazu: "Wir halten das Rentenniveau stabil, erweitern die gesetzliche Rentenversicherung um eine teilweise Kapitaldeckung und werden das System der privaten Altersvorsorge grundlegend reformieren." Konkrete Informationen, wie diese Reformierung aussehen wird, gab es nur auf spekulativer Ebene und daher wird auch hier abzuwarten sein, wie die neue Bundesregierung die Formulierung konkret mit Inhalten füllen wird.

Hermann Gröhe (CDU/CSU) betonte heute: "Die Pandemie hat weltweit und auch in Deutschland zu Einbrüchen der Wirtschaftsleistung geführt. Die gesetzliche Rentenversicherung aber hat die Pandemie bislang sehr gut überstanden. Erfreulich ist, dass wir bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 3,7 % verzeichnen können. Bis zum Jahr 2025 wird das Rentenniveau die Halteline von 48 % netto vor Steuern nicht unterschreiten, und zugleich wird der Beitragssatz bis zum Jahr 2025 nicht über 20 % steigen. Die doppelte Haltelinie, die wir als unionsgeführte Regierungskoalition mit der Rentengarantie bis 2025 gesetzlich verankert haben, musste daher nicht zur Anwendung kommen. Das ist eine gute Nachricht. Allerdings zeigt der Bericht auch auf, dass nach den Vorausberechnungen schon 2030 sowohl beim Beitragssatz als auch beim Rentenniveau die Haltelinien jeweils überschritten werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin das System der Altersversorgung langfristig in den Blick nehmen und dabei alle Stellschrauben überprüfen. In drei Bereichen sehen wir dringenden Handlungsbedarf: der Altersabsicherung der Selbständigen, der Attraktivität der zusätzlichen privaten Altersvorsorge und der weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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Kabinett beschließt Rentenversicherungsbericht 2021

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann und eine ältere Frau.
Foto: © Andreea Pop

Das Bundeskabinett hat heute den Rentenversicherungsbericht 2021 beschlossen. Gemäß ihrer gesetzlichen Verpflichtung informiert die Bundesregierung mit dem Rentenversicherungsbericht jedes Jahr im November über die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Die Rentenversicherung kommt gut durch die Pandemie. Trotz der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie bleibt der Beitragssatz im nächsten und im übernächsten Jahr stabil. Eine wichtige Rolle spielt dabei der konsequente Einsatz der Kurzarbeit, denn auf Kurzarbeitergeld werden auch Beiträge zur Rente gezahlt. Das sichert die Rentenansprüche der Kurzarbeitenden und stabilisiert die Rentenfinanzen. Nachdem die Rentnerinnen und Rentner in diesem Jahr eine Nullrunde hinnehmen mussten, können sie den Modellrechnungen zufolge im kommenden Jahr wieder mit einer deutlichen Rentenanpassung rechnen. Erfreulich ist auch, dass die Nachhaltigkeitsrücklage stabil bleibt und sogar leicht um rund 100 Millionen Euro auf 37,2 Milliarden steigt. Der Beitragssatz bleibt bis zum Jahr 2023 unverändert bei 18,6 Prozent und das Sicherungsniveau bleibt stabil oberhalb der Haltelinie von 48 Prozent. Das sind gute Nachrichten für die Versicherten und alle Rentnerinnen und Rentner.“

Die wichtigsten Ergebnisse des Rentenversicherungsberichts 2021 im Überblick:

• Für Ende 2021 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von 37,2 Mrd. Euro geschätzt. Damit bleibt die Rücklage stabil bzw. steigt sogar leicht um rund 100 Mio. Euro.
• Der Beitragssatz bleibt in den beiden kommenden Jahren konstant bei 18,6 Prozent. Den Modellrechnungen zufolge steigt der Beitragssatz im Jahr 2024 auf 19,5 Prozent und im Jahr 2025 auf 19,7 Prozent. Er bleibt damit unterhalb der bis 2025 geltenden Haltelinie von 20 Prozent.
• Nachdem die Rentnerinnen und Rentner in diesem Jahr eine Nullrunde hinnehmen mussten, können sie den Modellrechnungen zufolge im kommenden Jahr wieder mit einer deutlichen Rentenanpassung rechnen. Die tatsächliche Höhe der Rentenanpassungen wird allerdings erst im jeweiligen März feststehen, wenn alle erforderlichen Daten vorliegen.
• Das Sicherungsniveau vor Steuern beträgt derzeit 49,4 Prozent, steigt in den Folgejahren zunächst an und beträgt im Jahr 2025 49,2 Prozent. Dabei ist zu beachten, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund die statistische Erfassung der beitragspflichtigen Entgelte revidiert hat, wodurch das Sicherungsniveau rechnerisch höher ausfällt. Aber auch ohne Berücksichtigung des Revisionseffekts bleibt das Sicherungsniveau 2025 mit 48,2 Prozent oberhalb der Haltelinie von 48 Prozent.
• Auch längerfristig bewegen sich Beitragssatz und Sicherungsniveau im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte.

Den Rentenversicherungsbericht 2021 finden Sie zum Download im PDF-Format im Internet unter www.bmas.de.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hermann Gröhe erklärt zum Rentenversicherungsbericht:

„Die Pandemie hat weltweit und auch in Deutschland zu Einbrüchen der Wirtschaftsleistung geführt. Die gesetzliche Rentenversicherung aber hat die Pandemie bislang sehr gut überstanden. Erfreulich ist, dass wir bei den Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um rund 3,7 % verzeichnen können. Bis zum Jahr 2025 wird das Rentenniveau die Halteline von 48 % netto vor Steuern nicht unterschreiten, und zugleich wird der Beitragssatz bis zum Jahr 2025 nicht über 20 % steigen.

Die doppelte Haltelinie, die wir als unionsgeführte Regierungskoalition mit der Rentengarantie bis 2025 gesetzlich verankert haben, musste daher nicht zur Anwendung kommen. Das ist eine gute Nachricht. Allerdings zeigt der Bericht auch auf, dass nach den Vorausberechnungen schon 2030 sowohl beim Beitragssatz als auch beim Rentenniveau die Haltelinien jeweils überschritten werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin das System der Altersversorgung langfristig in den Blick nehmen und dabei alle Stellschrauben überprüfen. In drei Bereichen sehen wir dringenden Handlungsbedarf: der Altersabsicherung der Selbständigen, der Attraktivität der zusätzlichen privaten Altersvorsorge und der weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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Klima und Rente sind die großen Zukunftssorgen nach dem Corona-Schock

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine Frau und zwei Männer die sich unterhalten.
Foto: © Simon Schnetzer / Studie Junge DeutscheFotograf: Marc-Steffen Unger, Berlin

Der Schock von 21 Monaten Corona-Pandemie sitzt in der jungen Generation tief. Das zeigt die dritte aktuelle Trendstudie "Jugend in Deutschland". Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 14- bis 29-Jährigen von Ende Oktober 2021. Immer noch leiden viele von ihnen unter psychischen Belastungen. Sie beklagen den Kontrollverlust bei ihrer Alltagsgestaltung, den persönlichen Beziehungen und der Bildungs- und Berufslaufbahn. Doch ihre größten Zukunftssorgen sind die Auswirkungen des Klimawandels und die unsichere wirtschaftliche Zukunft mit schwindender Aussicht auf eine funktionierende Alterssicherung. Die Lösung dieser Probleme erwarten sie von der Politik. Die Studienreihe des Jugendforschers Simon Schnetzer und Co-Autors Prof. Dr. Klaus Hurrelmann bietet tiefe Einblicke in die junge Gedankenwelt.

"Die Studie zeichnet das Bild einer grundsätzlich politisch wachen und aktiven jungen Generation, die sich ihrer wichtigen gestalterischen Rolle für die Zukunft des Landes bewusst ist. Die Pandemie hat sie allerdings in einer äußerst sensiblen Lebensphase getroffen, und nur ganz allmählich erholt sie sich von den einschneidenden Auswirkungen", fasst der Autor Simon Schnetzer zusammen. "Nur eine Minderheit bringt die Kraft auf, sich der großen Herausforderung zu stellen und den eigenen Lebensstil aktiv zu verändern, obwohl sie das selbst stark befürwortet. Die große Mehrheit ist noch nicht bereit, die liebgewordenen Gewohnheiten in den Bereichen Konsum, Mobilität, Ernährung aufzugeben und wartet erst einmal auf Entscheidungshilfen durch die Politik", ergänzt Co-Autor Klaus Hurrelmann.

Nicht so "grün" wie erwartet

Eine genaue Analyse des ökologischen Verhaltens zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so "grün" ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird. Rund 60% der 14- bis 29-Jährigen sind regelmäßig privat mit einem Auto unterwegs. Der Anteil der Befragten, die bereit sind, dauerhaft auf ein eigenes Auto (19%) oder auf Flugreisen (27%) zu verzichten, ist noch gering. Hoch ist dagegen der Anteil derer, die hin und wieder neue Verhaltensweisen erproben und möglicherweise auf lange Sicht bereit sind, ihr Verhalten zu verändern. "Der größte Gegenspieler von Veränderung ist die Komfortzone des Wohlfahrtstaats, in der sich die jüngere Generation nach dem Vorbild ihrer Eltern bequem eingerichtet hat. Unter diesen Umständen kann der von jungen Leuten mehrheitlich befürwortete Klimaschutz nur mit klaren Regeln und Vorgaben durch die Politik gelingen", so Klaus Hurrelmann.

Eine gründliche Untersuchung des Essverhaltens kommt zu einem ähnlichen Schluss: Die große Mehrheit von 56% isst ohne Einschränkungen, doch bereits 44% erprobt alternative Ernährungsformen. Es ist bemerkenswert, dass sich ein so großer Teil der jungen Menschen gegen traditionelle Ernährungsmuster entscheidet und sich vegetarisch, vegan oder zumindest flexitarisch ernährt.

Die Sorgen der Jugend als Forderung an die Politik

Es sind die ganz großen Zukunftssorgen, welche die jungen Leute umtreiben. Konkret bereiten 56% der Befragten der Klimawandel Sorgen, der Zusammenbruch des Rentensystems 48% und die Folgen einer Inflation 46%. Die in der letzten Erhebung im Sommer 2021 dominierende Spaltung der Gesellschaft treibt aktuell 44% um. Diese Zukunftssorgen bestimmen auch die Erwartungshaltung der Jugend an die neue Bundesregierung: Sie soll die Rente (59%) und eine lebenswerte, klimagerechte Zukunft (54%) sichern. Außerdem soll sie die Digitalisierung des Bildungssystems aktiv fördern (49%) und berufliche Perspektiven sichern (47%). "Auffällig ist der hohe Stellenwert der Sicherung der Rente. Im Vergleich zu früheren Studien ist das ein neuer Akzent, der aufhorchen lässt. Am Horizont zeichnet sich als neues Konfliktpotenzial die große Sorge der Jungen um ihre Altersabsicherung im Lichte der demografischen Entwicklung ab", so Simon Schnetzer.

Corona-Schock lässt nur langsam nach

40% der Befragten klagen aktuell immer noch über Beeinträchtigungen ihrer psychischen Befindlichkeit, obgleich die tatsächlich erlebten Einschränkungen nicht ganz so gravierend sind, wie von ihnen zu Beginn der Pandemie befürchtet wurde. Der größte Teil der jungen Leute hat sich inzwischen mit den veränderten Bildungs- und Arbeitsbedingungen (Homeschooling, Homeworking usw.) arrangiert und sich pragmatisch auf sie eingestellt.

Hohe Impfbereitschaft

69% der Befragten 14- bis 29-Jährigen sind bereits vollständig geimpft. Die große Mehrheit zeigt eine hohe Impfbereitschaft. Simon Schnetzer erklärt: "Die jungen Leute sehnen sich danach, so schnell wie möglich ihre Freiheiten für die Lebensgestaltung zurückzugewinnen." Obwohl sich nur 19% vor einer Infektion sorgen, hält sich die überwiegende Mehrheit nach wie vor an die AHA-Vorsichtsregeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) und nimmt Rücksicht auf Freunde und Familie. Ein knappes Fünftel der jungen Leute bezeichnet sich selbst als Impfverweigerer oder -skeptiker. Dieser Wert ist seit dem Sommer 2021 unverändert und liegt auf der gleichen Höhe wie in der älteren Bevölkerung.

Methodik der Studie

Die Trendstudie "Jugend in Deutschland", erscheint in halbjährlichem Rhythmus und basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 29 Jahren. Insgesamt wurden für die Studie 1.014 junge Menschen befragt. Inhaltlich und methodisch werden die Trend- und Jugendstudien von Simon Schnetzer geleitet und von Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hurrelmann (Hertie School) beraten. Die Quotierungen für die Repräsentativität wurden vom Institut für Demoskopie Allensbach erstellt. Die Befragung wurde vom 14. bis 22. Oktober 2021 von der Respondi AG durchgeführt.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Beamte und Selbstständige sollen Rente retten

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann der eine Zeitung liest.
Foto: © Andrea Piacquadio

Die neue Bundesregierung soll Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Das steht ganz oben auf der Wunschliste der Bundesbürger, wenn es um die Zukunft der Alterssicherung geht. 37,5 Prozent der Befragten halten das für richtig und sinnvoll, allerdings erwarten nur 21,6 Prozent, dass das auch umgesetzt wird.

Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon.

Noch stärker differieren Einschätzung und Erwartung bei der Frage, ob das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus erhöht werden soll. Nur 4,7 Prozent der Bundesbürger halten das für richtig, 20,3 Prozent erwarten jedoch, dass die Bundesregierung das tun wird. Ähnlich viele Bürger (20,4 Prozent) erwarten auch, dass die staatlichen Zuschüsse zur Rentenkasse erhöht werden, was immerhin 26,1 Prozent für richtig halten.

Nach eigenen Reaktionen auf die Entwicklung der Rentenfinanzen befragt, sind die Bundesbürger wenig optimistisch. Weit über die Hälfte (57 Prozent) sieht entweder keine Handlungsmöglichkeiten oder enthält sich der Stimme. Dagegen hat nur eine Minderheit von 17,5 Prozent für sich bereits ausreichend vorgesorgt. Die private Vorsorge oder Angebote der betrieblichen Altersversorgung (bAV) stärker nutzen wollen nur 16,9 bzw. 8,6 Prozent der Bürger.

"Viele wissen offensichtlich nicht, dass es auch mit geringem Einkommen möglich ist, wirksam vorzusorgen. Insbesondere die bAV bietet gute Möglichkeiten, mit kleinen Eigenbeiträgen die Absicherung im Alter zu verbessern. Diese werden durch gesetzlich geregelte Zuschüsse sowie oftmals durch freiwillige Arbeitgeberzuschüsse erhöht," kommentiert Angelika Brandl, Partner bei Aon, die Ergebnisse der Umfrage. Hier sieht die Expertin deutlichen Handlungsbedarf bei der neuen Bundesregierung.

"Die Fachwelt ist sich einig, dass nicht alle von den Bundesbürgern laut unserer Umfrage gewünschten Maßnahmen zum Ziel führen werden. Vielmehr sollten die bekannten Möglichkeiten wie die betriebliche Altersversorgung einfacher und transparenter werden. Laut Umfrage sind für 25 % der Befragten die Möglichkeiten der Vorsorge zu unsicher oder es fehlen ihnen ausreichende Informationen. Die Möglichkeiten, die moderne betriebliche Altersversorgungslösungen bieten, sollten daher besser kommuniziert werden", ergänzt Axel Paul, Principal bei Aon.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Die Aktienrente darf nicht kommen

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Bildbeschreibung: Ein ältere Mann und eine älter Frau die auf einer Bank sitzen.
Foto: © Joe Zlomek

Bereits im Sondierungspapier hatten sich SPD, Grüne und FDP auf einen teilweisen Einstieg in die Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung verständigt. Bislang ist unklar wohin die Reise genau gehen soll. Eines steht für den Sozialverband Deutschland (SoVD) aber auf jeden Fall fest: Einen Einstieg in die von der FDP favorisierten Aktienrente darf es auf keinen Fall geben.

„Als SoVD ist es uns ein Anliegen, all jenen in den Koalitionsverhandlungen den Rücken zu stärken, die sich gegen eine Aktienrente und für eine starke gesetzliche Rente einsetzen“, so Bauer. In den Augen des SoVD ist es eine Illusion zu glauben, dass der Demografische Wandel – um dessen Bewältigung es der FDP in ihrem Konzept im Kern geht – einen Bogen um eine Aktienrente macht.

„Auch auf den Aktienmärkten wird der demografische Druck zu spüren sein. Deshalb sagen wir als SoVD ganz klar: Volle Stärke in die gesetzliche Rente, mit all ihren sozialen Ausgleichselementen, wie zum Beispiel Kindererziehungszeiten, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, die es mit einer Aktienrente in der Form nicht geben wird“, so der SoVD-Präsident. Der SoVD betont, dass mit der Aktienrente genau das Gegenteil erfolgen würde. Sie würde zu einer Schwächung der gesetzlichen Rente beitragen, was sich auch in deren Leistungen widerspiegeln würde.

Um die gesetzliche Rentenversicherung für die Zukunft fit zu machen, fordert der SoVD die Weiterentwicklung hin zu einer Erwerbstätigenversicherung. „Auf diese Weise könnte die gesetzliche Rentenversicherung auf der Beitragsseite auf breitere Füße gestellt werden und den Eintritt der sogenannten Baby-Boomer-Generation in die Rente finanziell abfedern“, so Adolf Bauer.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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Grundrente vereinfachen: Altersarmut von Frauen wirksam bekämpfen

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine ältere Seniorin von hinten fotografiert.
Foto: © y Jonathan Cooper

Mit den laufenden Koalitionsverhandlungen wird entschieden, welche politischen Vorhaben in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden. Ganz oben auf die Agenda muss auch die Überwindung der Altersarmut. Seit Jahren steigt insbesondere die Altersarmut von Frauen deutlich. Vor diesem Hintergrund fordert die Diakonie Deutschland die verhandelnden Fraktionen auf, die Weiterentwicklung der Grundrente zu einem Kernthema der Koalitionsverhandlungen zu machen.

„Altersarmut betrifft Frauen, insbesondere alleinerziehende Mütter, überdurchschnittlich. Es ist unbedingt notwendig, wirksame Regelungen gegen Altersarmut im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Frauen, aber auch Männer, die über lange Jahre Sorgearbeit übernommen haben und dadurch im Alter von Armut bedroht sind, dürfen nicht vergessen werden. Beim Renteneintritt wird für die Grundrente das Einkommen der letzten zwei Jahre zugrunde gelegt. Das ist unlogisch“, sagt Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Die 2020 eingeführte Grundrente ist ein erster Schritt. Doch die bestehenden Anspruchsvoraussetzungen einer Beitragszahlung von über 33 Jahren bei größerem Beschäftigungsumfang sind gerade für viele Frauen ein Hindernis – insbesondere für Frauen mit mehreren Kindern und für Alleinerziehende. Darum fordert die Diakonie wesentliche Erleichterungen bei der Einkommens- und Vermögensprüfung. Weiter sollten während der Erziehungszeiten die Rentenbeiträge für Teilzeitarbeit aus Steuermitteln so aufgestockt werden, dass eine Beitragszahlung wie in Vollzeitbeschäftigung erfolgt.

Die Diakonie schlägt zudem ein Modell vor, das das aktuelle Alterseinkommen zum Maßstab macht und die Vermögensprüfung abschafft. Diese sei überflüssig, da fast nie anrechenbares Vermögen ermittelt werde. Loheide: „Jeder Euro Rentenbeitrag muss sich lohnen. Für die gesetzlichen Rentenansprüche müssen in der Grundrente und in der Grundsicherung immer Freibeträge gelten. Es ist nicht sinnvoll, mehr als 30 Jahre Beitragszahlung vorauszusetzen, um überhaupt einen Grundrentenanspruch zu erzielen. Diese Hürde können gerade Erziehende mit mehreren Kindern oft nicht nehmen.“

Autor: Diakonie / © EU-Schwerbehinderung



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Gesetzliche Rente: Solidarität statt Neiddebatte

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau auf der Straße.
Foto: © Alexandre Van Thuan

Für die rund 21 Millionen Rentner/innen in Deutschland, soll es eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge im nächste Jahr geben. Laut offizieller Schätzung, nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, sollen die Renten im Juli Westdeutschland um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent ansteigen, wie aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2021 hervorgeht. (wir berichteten)

SoVD-Präsident Adolf Bauer begrüßt dieses: „Wir sollten endlich damit aufhören die gesetzliche Rentenversicherung und jede noch so kleine Verbesserung für die Rentner*innen schlecht zu reden. Die Rentenerhöhung ist richtig und notwendig. Im vergangenen Jahr gab es für die Rentner*innen im Westen der Republik schließlich eine Nullrunde und im Osten nur eine kleine Rentensteigerung von gerade einmal 0,72 Prozent, die der beschlossenen Rentenanpassung in Ost und West „geschuldet“ war“, erläutert SoVD-Präsident Adolf Bauer. In diesem Zusammenhang weist der SoVD-Präsident darauf hin, dass die Kosten für die zahlreichen Corona-bedingten Hygienemaßnahmen den Rentner*innen nicht erstattet wurden. „Da gab es keinen Corona-Bonus oder ähnliches. Die Kosten mussten die Rentner*innen alleine tragen – und das bei einem durchschnittlichen Rentenzahlbetrag von gerade einmal 954 Euro im Monat. Hinzu kommen die aktuelle Inflation und die explodierenden Energiepreise. Da ist es aus unserer Sicht absolut gerechtfertigt, dass die Renten im kommenden Jahr kräftig steigen sollen.“

Besonders scharf kritisiert Bauer die permanenten Versuche Alt und Jung gegeneinander auszuspielen. „Wer diese Neiddebatte mit falschen Informationen befeuert, trägt aktiv zur Spaltung unserer Gesellschaft bei. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass alle nachfolgenden Rentner*innen-Generationen von den Rentensteigerungen profitieren, weil diese die Grundlage für ihre spätere Rente bilden.“

Die Arbeitgeber-Forderung nach geringerer Rentenerhöhung ist unverschämt kritisieren die Linken. „Es ist eine Unverschämtheit, den Rentnerinnen und Rentnern die beiden kommenden Rentenerhöhungen von fünf Prozent nicht zu gönnen. Denn sie sind eingerahmt von einer Nullrunde in diesem Jahr und einer Nullrunde 2024. Und nach der kommenden Heizkostenrechnung wird davon nicht viel im Geldbeutel übrigbleiben.

Das Gerede von explodierenden Rentenausgaben verunsichert die Menschen. Die Ampel muss jetzt sofort ein solides Finanzierungskonzept für die gesetzliche Rente der nächsten Jahre vorlegen“, erklärt Matthias W. Birkwald, Rentenexperte der Fraktion

DIE LINKE. Birkwald weiter: „Wenn die Arbeitgeberseite jetzt argumentiert, dass auf Grund der schlechten Lohnentwicklung während der Corona-Krise die Rentenerhöhungen gekürzt werden müssten und die Renten wieder den Löhnen folgen sollten, ist das einfach Unsinn. Schaut man sich unvoreingenommen an, wie sich Rentenwerte und Löhne seit dem Jahr 2000 entwickelt haben, sieht man ganz klar: Die Renten blieben auf Grund der Kürzungsfaktoren weit hinter der Lohnentwicklung zurück. Die sogenannte Standardrente nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittslohn müsste 2025 im Westen brutto mindestens 160 Euro und im Osten 120 Euro höher pro Monat ausfallen, wenn die Renten seit 2000 der Lohnentwicklung gefolgt wären. Die Rentnerinnen und Rentner wurden und werden also ganz klar von der Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt.

Außerdem muss endlich Schluss sein mit dem Mythos, die gesetzliche Rente verschlinge zu viel Steuergeld. Das ist offensichtlicher und interessensgeleiteter Unsinn. Der Anteil der Bundeszuschüsse für das Rentensystem an den Steuereinnahmen des Bundes ist seit 2005 von 41 Prozent auf 30 Prozent im Jahr 2019 zurückgegangen und wird auch in den kommenden Jahren nicht explodieren.

DIE LINKE spricht sich für einen Dreiklang aus moderat steigenden Beitragssätzen, stabiler Steuerfinanzierung und einer Politik der guten Löhne und der guten Arbeit aus. Wir fordern eine Wiederanhebung des Mindestrentenniveaus von 48 auf lebensstandardsichernde 53 Prozent. Die sogenannte Standardrentnerin hätte dann nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittslohn eine Nettorente von 1.500 Euro statt nur von 1.365 Euro auf dem Konto. Der Beitragssatz würde dazu um zwei Prozentpunkte angehoben werden müssen. Das brächte sofort 27 Milliarden Euro Beitragsmittel und fünf Milliarden Euro Steuereinnahmen in die Rentenkasse. Das würde einen Beschäftigten mit einem Verdienst von 3.462 Euro sowie seine Chefin gerade einmal jeweils 34,19 Euro mehr im Monat kosten – ein einfaches und solides Finanzierungskonzept für eine gerechte Rente.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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Rentnerinnen und Rentner litten 2021 unter steigenden Lebenshaltungskosten

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und ein ältere Mann auf der Straße.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der VdK begrüßt die erste offizielle Schätzung, dass die Renten im Juli 2022 um voraussichtlich 5,2 Prozent im Westen und 5,9 Prozent im Osten steigen sollen. „Das wäre überfällig und eine wirklich gute Nachricht für alle Rentnerinnen und Rentner, die unter den steigenden Krankenkassenbeiträgen und Lebenshaltungskosten 2021 gelitten haben. (wir berichteten) Sie mussten starke Kaufkraftverluste hinnehmen“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Vor allem die Strom- und Gaspreise, aber auch die Lebensmittelpreise sind in diesem Jahr stark gestiegen. Die Inflationsrate liegt aktuell bei über 4 Prozent. „Deshalb wären die Rentensteigerungen 2022 ein wichtiger finanzieller Ausgleich für die Rentnerinnen und Rentner, auch angesichts der Nullrunde 2021 im Westen (und der geringen Erhöhung im Osten), die vor allem Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen hart getroffen haben“, so Bentele.

Sie kritisierte zudem generell die Kürzungsfaktoren bei der Rentenanpassungsformel. „Die Kürzungsfaktoren sind prinzipiell das zentrale Problem, denn sie sorgen dafür, dass die Renten nicht 1:1 entsprechend den Löhnen steigen. Sie gehören daher dauerhaft abgeschafft“, forderte Bentele. Zudem müsse das Rentenniveau auf mindestens 50 Prozent, idealerweise 53 Prozent, stabilisiert werden.

Die Deutsche Rentenversicherung hat am Mittwoch über die erwartete Rentenanpassung und ihre Finanzlage informiert. Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich demnach auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Jahr einstellen. Nach erster offizieller Schätzung sollen die Renten im Juli in Westdeutschland um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung