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Wie geht es weiter mit dem Behindertenwerkstätte-System in Deutschland?

Bildbeschreibung: Jemand der ein Stück Holz schleift mit einer Schleifmaschine.
Foto: © Anna Shvets

Am 03.12. ist der internationale Tag von Menschen mit Behinderung. Zu einer Online-Veranstaltung lädt die Grünen Europaabgeordnete Katrin Langensiepen ein. Eine der Fragen ist "Wie geht es weiter mit dem Werkstätten-System in Deutschland?". In dem Programm dazu heißt es: "Das Übereinkommen für die Rechte von Menschen mit Behinderung der Vereinten Nationen (kurz UN-BRK) von 2006 ist ein Meilenstein für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung. Deutschland und die EU bestätigten diese Konvention. Sie sind seitdem daran gebunden. Die Vorgaben müssen eingehalten und kontrolliert werden. Dann wird unsere Gesellschaft wirklich inklusiv."

Grüne Europaabgeordnete Katrin Langensiepen, einzige weibliche Abgeordnete mit Behinderung im Europaparlament, Vize-Vorsitzende des Sozialausschusses und der interparlamentarischen Gruppe von Menschen mit Behinderungen kommentiert:

“Knapp jeder Fünfte in der EU lebt mit einer Form von Behinderung. Oft bleibt Behinderung jedoch Synonym von Diskriminierung. Nach über 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention verletzten die EU-Mitgliedstaaten immer noch das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichberechtigteTeilhabe. Fehlende Barrierefreiheit, fehlende Unterstützung zum selbständigen Leben und ein Mangel an inklusiven Systemen, macht viele Menschen mit Behinderung immer noch unsichtbar.

Spätestens nach der inklusiven Schule, die an sich weit davon entfernt ist, eine Selbstverständlichkeit zu sein, verschwinden viele Menschen mit Behinderungen von der Bildfläche. Auch in Deutschland.

Die neue EU-Strategie 2021-2030 fordert die Mitgliedstaaten auf, entschieden zu handeln. Am 01.12. wollen wir mit unterschiedlichen Stakeholdern diskutieren, wie wir es in Deutschland beim Thema Arbeit schaffen können, von abgeschotteten Sonderwelten wegzukommen und für Menschen mit Behinderungen echte Alternativen auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.

Wir müssen dorthin, dass die Nachrichtensprecherin, der Lehrer oder die Geschäftsführerin mit Behinderung kein Wunschkonzert sind sondern eine Selbstverständlichkeit. Dabei darf echte Diversity kein leerer Trendbegriff werden, sondern muss politisch gefördert werden. Die Lösungen sind da. Sie müssen nur politisch gewollt sein.”

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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