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Sicherheitslücken bei Patientendaten

Bildbschreibung: Symbolisches Schloss, allgemein für IT-Sicherheit verwendet.

Seit Monaten gibt es ausreichend Berichte über mangelnde IT- Sicherheit in Arztpraxen, was gerade unter dem Aspekt der einzuführenden elektronischen Patientenakte (ePA) sehr bedenklich ist. Auch IT Spezialisten haben sich mit der Thematik ausführlich befasst und in Test teilweise kritische Sicherheitslücken gefunden. Erschreckend ist, dass es offensichtlich auch bei den Ärzten Verunsicherungen gibt, wie ein gestriger Bericht in der ARD bei der Sendung Panorama zu sehen war.

Das damit das Vertrauen nicht gerade gestärkt wird, sollte jeden klar sein. Gerade wenn man sich den Panorama- Bericht ansieht, der davon ausgeht, dass über 90% der Arztpraxen nicht wie vorgesehen angeschlossen und ohne Zusatzschutz leicht zu hacken sind.

Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik der Grünen: „Wieder zeigt sich, dass Gesundheitsminister Jens Spahn mit Gesundheitsapps und der Blockchain lieber an einer schicken Fassade strickt, statt sich rechtzeitig um die vielen unbearbeiteten Baustellen bei der Digitalisierung zu kümmern. Erst im Juni kommenden Jahres wird die Kassenärztliche Bundesvereinigung eine Richtlinie zur IT-Sicherheit in den ambulanten Praxen erlassen. Und um die Qualität der beteiligten IT-Dienstleister hat sich bislang weder in der Gematik noch im Ministerium jemand ausreichend gekümmert. Spahn ist zwar nicht unmittelbar für die Sicherheitslücken verantwortlich. Wohl aber trägt er die politische Verantwortung für Rahmenbedingungen, die solche Lücken begünstigen. Die berichteten Sicherheitslücken beschädigen das notwendige Vertrauen der Patientinnen und Patienten in die Sicherheit ihrer Daten. Spahn scheint nicht zu verstehen, dass die Akzeptanz der Patientinnen und Patienten keine Nebensächlichkeit, sondern Voraussetzung für den Erfolg der notwendigen Digitalisierung im Gesundheitswesen ist.

Wir erwarten von Jens Spahn zügig Aufklärung darüber, in wie vielen Praxen es die geschilderten Probleme gibt und wie sie schnellstmöglich behoben wird. Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten müssen zudem bestmöglich dabei unterstützt werden, eine sichere Praxis-IT aufzubauen und ihre Digitalkompetenz auszubauen. Datensicherheit muss in unserem Gesundheitswesen so selbstverständlich werden wie Händewaschen.“

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