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Coronavirus – Rettung für die häusliche Pflege?

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau die Zuhause alleine ist.
Foto: © Mariia Chalaya

as Coronavirus hat dafür gesorgt das die Grenzen geschlossen wurden, doch das Bundesministerium hat in Berlin erklärt, das Osteuropäische Betreuungskräfte weiterhin nach Deutschland einreisen dürfen, um die Pflegebedürftigen in Deutschland Zuhause zu versorgen. Jedoch gelte ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter und Erntehelfer seit Mittwoch.

Als Grundlage der Einreiseerlaubnis für die Pflegekräfte sind die „Leitlinien für Grenzmanage­mentmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Waren und wesentlichen Dienstleistungen“, diese hat die Europäische Kommission am 16. März veröffentlicht.

So heißt es darin: „Die Mitgliedstaaten sollten Grenzpendlern den Grenzübertritt gestatten und erleichtern, insbesondere, aber nicht nur denjenigen, die im Gesundheits- und Lebensmittelsektor so­wie anderen wesentlichen Dienstleistungsbereichen tätig sind (zum Beispiel Kinderbe­treu­ung, Altenpflege, unerlässliches Personal in Versorgungsunternehmen), damit sie ihrer beruflichen Tätigkeit weiter nachgehen können“.

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So gibt es bisher keine Probleme an der Grenze. So werde die Einreise durch eine Bescheinigung für Berufspendler ermöglicht, die bei Ein- und Ausreisekontrollen an der deutschen Grenze vorzulegen sind.

Letzte Woche war noch die Rede davon, dass es einen Versorgungsnotstand drohe in der häuslichen Pflege, wenn viele osteuropäische Betreuungskräfte nicht mehr nach Deutschland einreisen können.

Frederic Seebohm, der Geschäftsführer des Verbandes für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) sagte im Report Main am 24 März 2020: „Wir rechnen damit, dass ab Ostern 100.000 bis 200.000 Menschen schrittweise nicht mehr versorgt sind, dass sie alleine zuhause bleiben und dass sie dann in Altenheimen oder Kliniken versorgt werden müssen.“

So sind nach Einschätzungen des VHBP um die 300.000 osteuropäische Betreuungskräfte in Deutschland tätig. Von diesen arbeiten demnach 90 Prozent schwarz.

Bernd Meurer, der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), sehe ein Versorgungsproblem im häuslichen Bereich. Gegen über den Medien sagte Meurer: „Das Problem ist bei unse­ren Mitgliedern angekommen.“ „Pflegebedürftige, die bisher von osteuro­päischen Haushaltshilfen versorgt wurden, fragen jetzt vermehrt bei unseren Pflege­diens­ten an. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen diese zu helfen.“

Weiterhin ist auch das Problem, das Pflegeeinrichtungen entlang der Grenzregionen, oft Pflegekräfte aus dem angrenzenden Ausland wie Polen, Tschechien und Österreich beschäftigen. Wegen Corona-Krise und den damit verbundenen Ein- und Ausreisebestimmungen gebe es Problem, das die Pflegekräfte an ihren Arbeitsplatz kommen.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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