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Häusliche Gewalt und Corona: Frauenhäuser besser ausstatten

Bildbeschreibung: Eine Frau die ein feilchen hat und ein Papier mit ein lächelnden Mund hochhält.
Foto: © Sydney Sims

Die Sorge um häusliche Gewalt steigt in der Corona-Zeit. Die Ausgangsbeschränkungen sorgen für noch mehr Anspannungen bei den Familien. Franziska Giffey, die Bundesfrauenministerin (SPD) hat wegen der möglichen Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen in der Corona-Krise die Bundesländer aufgefordert, wenn Frauenhäuser überfüllt sind, Hotelzimmer als Schutzräume anzumieten. Am 27 März sagte Giffey der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Derzeit leerstehende Hotels können für Frauen, die vor Gewalt fliehen, geöffnet werden."

Die Bundesfrauenministerin sagte weiter: „Die Fallzahlen häuslicher Gewalt, die sich in aller Regel gegen Frauen und Kinder richtet, werden voraussichtlich zunehmen.“ Mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen sei sie bereist im intensiven Austausch über die Lage und konkrete Maßnahmen.

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Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbands VdK hat sich in einer Pressemitteilung zur Corona und Häusliche Gewalt geäußert:

Die Frauenhäuser in Deutschland rechnen in den kommenden Wochen mit viel Arbeit. Corona und die Ausgangsbeschränkungen erhöhen das Risiko, dass Frauen vermehrt Opfer häuslicher Gewalt werden. In vielen Frauenhäuser fehlen schon zu normalen Zeiten Plätze, so dass schutzbedürftige Frauen bei ihren Partnern bleiben müssen.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele dazu: „Jeder Mensch hat ein Leben ohne Gewalt verdient. Bund und Länder müssen sicherstellen, dass es jederzeit ausreichend Plätze in Frauenhäusern gibt und diese finanzieren. Die Türen der Frauenhäuser müssen weiterhin offen stehen!

Die Mitarbeiterinnen müssen als systemrelevante Beschäftigte eingestuft werden und mit ausreichender Schutzkleidung versorgt sein. Gut finde ich den Vorschlag der Bundesregierung, gefährdeten Frauen Hotelzimmer oder Ferienwohnungen als Orte der Zuflucht anzubieten. Die Politik hat eine große Verantwortung für die Menschen, die kein sicheres Zuhause haben. Genau diese Menschen zu schützen, ist eine große Aufgabe, auch in Zeiten von Corona.“ Jede vierte Frau erleidet mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch einen Partner oder Ex-Partner. Für einige Frauen endet die Gewalt tödlich: Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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