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STIKO gibt Impfempfehlung ab, wer in Deutschland zuerst geimpft werden soll

Bildbeschreibung:  Eine ältere Frau die eine Spritze bekommt.
Foto: © CDC

Am Anfang wird der Impfstoff gegen das Coronavirus (Covid-19) nur begrenzt verfügbar sein, darum hat die Ständige Impfkommission (STIKO) und das Robert Koch-Instituts (RKI) nun einen ersten Entwurf für eine Empfehlung abgegeben.

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Dieser wurde heute an die Länder und medizinischen Fachgesellschaften geschickt.

Danach sollen zuerst Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen geimpft werden. Hierzu sollen alle Menschen über 80 Jahre die Vakzine erhalten, teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit. Zudem sollen auch Menschen in Gesundheitsberufen den Corona-Impfstoff bevorzugt erhalten. Laut der STIKO-Liste zählen dazu Krankenhauspersonal mit hohem Expositionsrisiko, etwa Menschen, die in einer Notaufnahme arbeiten, in der Betreuung von Corona-Patienten sind, sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und engen Kontakt mit Risikogruppen haben, sollen bei der Impfung priorisiert werden.

Weiter wird genannt, Transplantationsmediziner, Pflegepersonal in der ambulanten- und stationären Altenpflege, sowie Personal in Heimen, die Kontakt zu Bewohnern haben. Dabei geht die STIKO insgesamt von ungefähr 8,6 Millionen Menschen aus, die zuerst den Impfstoff erhalten werden.

Die Voraussetzung für eine Empfehlung sei jedoch ein in Deutschland zugelassener Impfstoff, hieß es. So soll auf den Entwurf der Experten nun ein dreitägiges Verfahren folgen, in dem Länder und Experten Stellungnahmen abgeben könne. Am Donnerstag soll dieser Vorgang enden. Dann soll im Anschluss die endgültige Empfehlung veröffentlicht werden. Auf dieser Basis erstellt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dann eine Rechtsverordnung, die noch im Dezember veröffentlicht werden soll.

Auf die Frage:"Steht denn schon fest, wer welche Impfungen bekommt?" antwortete die Bundesregierung: "Auch das wird Gegenstand des Priorisierungskonzeptes sein. Wie Sie wissen, haben wir uns in der Vergangenheit dazu geäußert, dass, solange der Impfstoff noch beschränkt verfügbar sein wird, in erster Linie vulnerable Personengruppen und Personengruppen, die im medizinischen Bereich tätig sind, geimpft werden. Das genaue Priorisierungskonzept muss aber erst nach Vorlage der Zulassungsbescheinigungen durch die EMA erfolgen. Hintergrund des Ganzen ist: Es kann ja durchaus sein, dass ein Impfstoffprodukt in einer bestimmten Alterskohorte eine wesentlich bessere Wirksamkeit hat als in einer dafür vorgesehenen. Gegebenenfalls müsste dann eben dieses Priorisierungskonzept daraufhin angepasst werden."

Es wird eine vorübergehende Empfehlung seitens der Ständigen Impfkommission vorgelegt - vorübergehend deshalb, weil - ich beziehe mich hier auf meine Ausführungen von vorhin - es natürlich erst dann ein komplettes Priorisierungskonzept geben kann, wenn die Zulassungen durch die EMA erfolgt sind. Die Reihenfolge ist also ganz klar: Zulassung durch die EMA, dann Impfkonzept seitens der Ständigen Impfkommission, dann Rechtsverordnung durch das Bundesgesundheitsministerium.

Auf die Frage:"Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass zunächst Ärzte und Pfleger auf Infektiologiestationen usw., dann Pflegende in Alt- und Pflegeheimen und danach Risikopatienten geimpft werden sollen. Können Sie das bestätigen?" stellte die Bundesregierung klar: "Ich bestätige gar nichts. Das Konzept der Ständigen Impfkommission wird in Kürze vorgelegt, und dann werden wir uns dazu auch äußern."

Verbänden warnen vor Konflikten

Der Wohlfahrtsverbände warnen dabei im Zusammenhang mit den Zukünftigen Corona-Schutzimpfungen vor sozialen Konflikten und wachsender Ungleichheit. „Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, werden wir eine Verteilungsdebatte erleben“, sagte Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Zudem warnt auch Adolf Bauer, der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD) vor Ungerechtigkeit bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs.

Konflikt zwischen Arm und Reich

Schneider machte darauf Aufmerksam, dass dieses zudem auch den Konflikt zwischen Arm und Reich weiterentwickeln lässt. „Dann werden Reiche womöglich Wege suchen, um die lange Warteschlange beim Impfen zu umgehen, indem sie sich das Präparat gegen viel Geld im Ausland beschaffen. Das darf nicht sein", so der Experte. Die Politik müsse alle Anstrengungen unternehmen, um das zu unterbinden. "Die Staaten dürfen die Steuerung des Impfstoffangebots nicht aus der Hand geben oder die Verteilung den Kräften des freien Marktes überlassen,“ betonte Schneider in den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung

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