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Lauterbach: Oft werden Corona-Patienten aus Pflegeheimen gar nicht erst in Kliniken gebracht

Bildbeschreibung: Karl Lauterbach, der Gesundheitspolitiker mit einer Mundmaske.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

An Corona erkrankte Pflegeheimbewohner werden laut den Aussagen von Karl Lauterbach, den SPD-Gesundheitsexperten, oft nicht mehr in Krankenhäusern behandelt. „In den Altenheimen müssen wir besser werden,“ sagte Lauterbach am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maibrit illner“.

Lauterbach plädiert dafür, dass in den Alten- und Pflegeheimen arbeitendens Personal die Test nicht durchführen sollte, da dieses von der Personalkapazität nicht durchführbar ist. Gerade die notwendigen Test von Besuchern, müssten von externen Personal durchgeführt werden. Zudem müssten auch die Bestellung der Corona-Test-Kits für die Pflegeeinrichtungen, durch externe Stellen erfolgen um die Einrichtungen hierdurch nicht zusätzlich zu belasten. „Es muss deutlich besser organisiert werden,“ so der Gesundheitsexperte. Es sei noch viel Luft nach oben.

Lauterbach wird ernst und sagt, von den Menschen, die derzeit auf der Intensivstation um ihr Leben ringen würden, sei „traurigerweise“ selten noch jemand dabei, der aus dem Pflegeheim komme. „Diese Leute kommen meistens schon gar nicht mehr in die Intensivstation, sondern die sterben in den Pflegeeinrichtungen.“

„Wenn wir, wie in der ersten Welle, die Menschen aus den Pflegeeinrichtungen noch alle auf die Intensivstationen bringen würden, dann wären die Intensivstation schon längst überlaufen.“

So sein selbst bei bester Pflege und Intensivversorgung, auf den modernen Intensivstationen, die erkrankten Pflegeheimbewohner dort verstorben. "Es werde heute gar nicht mehr versucht sie dort aufzunehmen. Man würde jetzt vielmehr kämpfen um die große Gruppe der Babyboomer mit Risikofaktoren ..." - „Und das halten wir nicht mehr lange durch.“

"Ohne Verschärfung gehe es nicht", so Lauterbach. Laut dem Gesundheitsexperten sei das Alter auf den Intensivstationen mittlerweile gesunken, weil viele Ältere mittlerweile in den Pflegeheimen sterben würden. Das Durchschnittsalter in den großen Intensivstationen liege mittlerweile bei nur 60 Jahren. Auffallend ist auch, dass sehr viele Jüngere Menschen unter den Intensivpatienten sind von denen bei den sehr viele Jüngeren, viele Übergewicht haben. Übergewichtigkeit scheint sich als immer stärkere Risikofaktor für schwerste Verläufe zu zeigen. „Die dann oft über Wochen beatmet werden müssen,“ so Lauterbach.

Man befinde sich in einem Wetttrennen, die jetzige Welle schnell genug zu beenden und in den Griff zu bekommen, bevor sich die neuen Coronavirus Mutationen stärker ausbreiten können. Wenn das nicht gelinge, „dann kommen wir aus dem Lockdown so schnell gar nicht mehr raus“. Dies werde jedoch ohne Verschärfungen nicht gelingen.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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