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Regierung muss sich auf vierte Corona-Welle besser vorbereiten

Bildbeschreibung: Eine Mikroskop Aufnahme von einem Virus.
Foto: © Fusion Medical Animation

Die Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich in Deutschland. Experten warnen vor einer vierten Welle der Pandemie ab Herbst. Vor diesem Hintergrund appelliert VdK-Präsidentin Verena Bentele an die Bundesregierung, besser vorbereitet zu sein: „Die Regierung muss aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Die Priorisierung immer neuer Berufsgruppen war fragwürdig und die Aufhebung war schlicht falsch. Noch heute haben Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung keinen Impftermin. Das zeigt, dass die Regierung bei ihrer Impfstrategie den Kompass verloren hat.“

Der Impfschutz gegen die Delta-Variante ist noch unklar. Kinder könnten vermehrt betroffen sein, schon durchgeimpfte ältere Menschen könnten eine schnelle Auffrischung durch eine dritte Impfung benötigen. Darauf muss sich die Bundesregierung einstellen. Bentele: „Dies ist schon ein normales Gebot der Vorsorge. Die jetzige Bundesregierung muss auch kurz vor der Bundestagswahl noch zupacken und bei dem Thema Handlungsstärke zeigen. Bis nach der Wahl eine neue Bundesregierung steht, kann es dauern.“

Dringend notwendig sei es, dass endlich ein gutes und funktionierendes Verfahren für die Terminvergabe gefunden wird. Bentele: „Es darf nicht länger an der falschen Stelle gespart werden: Bundesländer haben zum Beispiel den Auftrag für ein Callcenter zur Impfterminvergabe an besonders kostengünstige Anbieter vergeben. Der Betreiber setzte weniger Personal ein, die Impfberechtigten kamen kaum durch bis zur Terminvergabe. Die Zugänge müssen erleichtert und die Hausärzte stärker eingebunden werden.“

Bereits im ersten Jahr der Pandemie hat sich herausgestellt, dass Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Die Impfkampagne hat darauf allerdings spät reagiert. Bentele: „Künftige Pandemiepläne sollten von Beginn an eine Strategie für sozial benachteiligte Stadtviertel haben. Bedürftige Menschen mit kleinen Einkommen müssen kostenfreie Schutzmasken erhalten oder einen monatlichen Ausgleichsbetrag während der gesamten Pandemie. Eine Unterscheidung nach einzelnen Personengruppen unter diesen Menschen darf es nicht geben. Und natürlich müssen die Masken nach dem höchsten Standard geprüft sein!“

Außerdem erinnert der VdK an seine Forderung, allen Grundsicherungsempfängern und vergleichbaren bedürftigen Menschen einen Zuschuss von 100 Euro pro Monat während der Pandemie zu zahlen. Wenn die Pandemie anhält, benötigen diese Menschen einen Ausgleich für die höheren Kosten allein durch den ständigen Verbrauch von Schutzmasken.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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