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Holetschek für stärkere Verbindung von Gesundheits- und Klimaschutz

Bildbeschreibung: Eine Feld was vertrocknet ist und daneben ist eine grüne Wiese.
Foto: © ELG21

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek setzt sich dafür ein, den Klimawandel auch in der Gesundheitspolitik zu einem Schwerpunktthema zu machen. Holetschek sagte am Donnerstag anlässlich eines Treffens der Bundesärztekammer im schwäbischen Bad Wörishofen: „Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz. Wir müssen die großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte ganzheitlich begreifen. Deshalb wird Bayern die Bereiche Gesundheits- und Klimaschutz noch stärker miteinander verzahnen.“

Der Minister erläuterte: „Der Gesundheitssektor ist gleich zweifach vom Klimawandel betroffen: Zum einen ist die Gesundheitsbranche Schätzungen zufolge selbst für rund fünf Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zum anderen führen Folgen des Klimawandels wie wärmere Durchschnittstemperaturen, Hitzewellen und steigende Gewässertemperaturen zu größeren Gesundheitsrisiken. Betroffen sind vor allem Säuglinge, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen. Der Klimaschutz ist ein entscheidendes Zukunftsthema für die Gesundheitspolitik der kommenden Jahrzehnte.“

Holetschek betonte: „Bayern hat die Bedeutung des Themas früh erkannt und in den vergangenen Jahren mehrere Projekte gestartet, um Gesundheit und Klimaschutz zu vereinen. Wir arbeiten aktuell daran, neue Projekte anzustoßen.“

Zu den laufenden bayerischen Projekten für Klimaschutz im Gesundheitsbereich gehört etwa die „Green Hospital Initiative“. Sie ist 2012 gestartet und soll helfen, die Treibhausgasemissionen von Krankenhäusern zu senken.

Ein Beispiel für Bayerns Kampf gegen die gesundheitlichen Risiken des Klimawandels ist das Projekt KlapP – „Klimaanpassungsmaßnahmen in der Pflege“. Hier geht es darum, pflegebedürftige Menschen vor den Folgen von Hitzeperioden zu schützen. Menschen, die sich um Pflegebedürftige kümmern, bekommen über KlapP Tipps zu hitzebedingten Gesundheitsproblemen, möglichen Risikofaktoren, Sofortmaßnahmen und Möglichkeiten der Prävention. Interessierte können sich beispielsweise in einer Online-Schulung fortbilden. Infos zur Schulung und eine Broschüre können Interessenten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern.

2016 hat das Gesundheitsministerium zudem gemeinsam mit dem Umweltministerium das Verbundprojekt „Klimawandel und Gesundheit“ gestartet. Dabei geht es darum, die Forschung in diesem Themenfeld zu fördern und stärker zu verknüpfen. Seitdem wurden sieben Forschungsprojekte zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels mit insgesamt 3,5 Millionen Euro gefördert.

Weltweit einzigartig ist das elektronische Polleninformationsnetzwerk Bayern (ePIN): Seit seinem Start im Jahr 2019 überwacht ein innovatives automatisiertes Messnetzwerk den Pollenflug in Bayern und stellt die insbesondere für Allergiker wichtigen Informationen in Echtzeit online. ePIN ist wichtig, weil der Klimawandel die Vegetationsperiode verlängert und damit die Pollenflugsaison. Zudem kommen durch einwandernde Pflanzen weitere allergene Pollen hinzu, wie zum Beispiel die Pollen der Ambrosia.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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