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Kommende Grippe- und Erkältungswelle könnte bis zu 30 Milliarden Euro kosten

Bildbeschreibung: Eine Frau die ein Fieberthermometer in der Hand hält.
Foto: © Karolina Grabowska

Angesichts der kommenden schweren Grippe- und Erkältungswelle warnen die Ökonomen vor hohen wirtschaftliche Kosten. So könnte ein volkswirtschaftlicher Verlust von bis zu 30 Milliarden Euro entstehen, sollte es in dieser Saison zu besonders vielen Atemwegserkrankungen wie zwischen Oktober 2017 und April 2018 kommen.

Dieses geht aus Schätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Als Grundlage für diese Berechnungen seien, Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), sowie Auswertungen der Krankenkasse AOK zu Arbeitsausfällen wegen Atemwegserkrankungen in den Monaten Oktober 2017 bis April 2018.

Aufgrund der gelockerten Corona-Maßnahmen rechnen mit einer heftigen Erkältungs- und Grippesaison. Zudem könnte aus Sicht von IfW-Ökonomin Lena Merkel der Verlust sogar noch größer ausfallen, wenn man Fehltage, die durch pflegebedürftige Angehörige oder kranke Kinder entstehen, mit einbezieht bei den Daten.

„Gleichzeitig könnte es aber auch sein, dass sich Arbeitnehmer trotz Atemwegserkrankung gar nicht mehr krankmelden, sondern versuchen, aus dem Homeoffice weiterzuarbeiten“, betonte Merkel. Sp gab sie zu bedenken, dass auch chronisch Kranke unter den Krankmeldungen sind. Klaus Wahle, ehemaliges Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) und Initiator vom „Projekt Grippeschutz“, erklärte gegenüber der „Welt am Sonntag“, der Anstieg in der laufenden Erkältungs- und Grippewelle entwickele sich noch wie in den Jahren 2018/2019 und 2019/2020. Der Experte hält einen Anstieg der Erkranktenzahlen auch wegen den gelockerten Corona-Maßnahmen über das Niveau hinaus für möglich. Zudem komme hinzu, dass eine Immunitätslücke entstanden sei, da es im letzten Jahr keine echte Grippewelle gegeben habe, erklärte Wahle.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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