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Coronavirus (Covid-19) die Arbeiterwohlfahrt will mehr Hilfe für die Senioren

Bildbeschreibung: Ein Mann mit einem Mundschutz.
Foto: © Terri Sharp

Das Coronavirus (Covid-19) breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) fordert wegen dem Coronavirus mehr Hilfe für alleinstehende Senioren in Bayern.

Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern, teilt mit auf der Seite des AWO-Bayerns: Ausgerechnet eine Risikogruppe kommt in der Diskussion um Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bis dato nicht vor: „Was mich umtreibt, ist die Situation der vielen älteren Menschen, die ganz alleine leben. Sie dürfen in dieser Situation nicht vergessen werden, sind sie es doch, die bei einer Ansteckung am meisten gefährdet sind. Bislang wird die Risikogruppe der alleinlebenden Senior*innen leider stark vernachlässigt.“

Das Bayerische Sozialministerium sei jetzt gefragt; von ihm erwartet er sich Impulse und Initiative. Sich einzig auf eine funktionierende Nachbarschaftshilfe zu verlassen, sei zu wenig. Stattdessen müssten Einkaufshilfen organisiert werden, damit Senior*innen nicht gezwungen sind, dies selber zu tun, sollen sie doch große Menschenmengen meiden. „Auch Besuchsdienste müssen initiiert werden, um den Kontakt zu alleinlebenden älteren Menschen zu halten bzw. zu schaffen. Ich appelliere auch an die Gliederungen der AWO, die hier ohnehin stark engagiert sind, wo nötig und möglich, diesen Service in diesen Tagen noch auszubauen. Allerdings: Die Koordination solcher Dienste bayernweit muss vom Sozialministerium ausgehen.“

Das Bayerische Sozialministerium hat auf Beyers Hinweis heute Morgen inzwischen reagiert und seine Bereitschaft signalisiert, zeitnah eine Runde eigens zu diesem Thema mit Vertreter*innen der Freien Wohlfahrtspflege und der Kommunalen Spitzenverbände zu organisieren. Beyer: „Diese Initiative begrüßen wir natürlich sehr.“

Bayern hat aufgrund des Coronavirus Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern bis zum 19 April abgesagt. So wurden mehr als 360 Menschen in Bayern bis heute mit dem Coronavirus infiziert.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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