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Bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf durch Pflegepersonengeld des VdK

Bildinhalt: Eine Hand auf einem Tisch die Euromünzen zählt.

Der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hat heute seinen Bericht an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, übergeben. Die Ergebnisse des Berichts kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Der Sozialverband VdK begrüßt den Bericht, den der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf heute an Bundesministerin Franziska Giffey übergeben hat. Besonders freut uns, dass der Bericht eine Lohnersatzleistung für Pflegepersonen empfiehlt und betont, dass eine solche Leistung die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege deutlich verbessern würde. 

Der Sozialverband VdK hat Ende 2018 ein eigenes und weitergehendes Konzept für eine entsprechende Lohnersatzleistung unter dem Begriff „Pflegepersonengeld“ erarbeitet. Danach sollen alle Personen, die privat andere pflegen, eine Auszeit für die Pflege nehmen können und dafür einen Lohnersatz erhalten. Dieser soll dem VdK nach 65 bis 100 Prozent des vorherigen Nettolohns der Pflegenden betragen, mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat. Maximal zwölf Monate soll man es beziehen können. Die Auszeit für die Pflege heißt im Konzept des VdK Pflegepersonenzeit. Diese soll mit maximal drei Jahren pro zu betreuendem Pflegebedürftigen länger als bisher betragen.

Mit der Pflegepersonenzeit und dem Pflegepersonengeld folgt der VdK dem Modell der „Elternzeit“ und des „Elterngeldes“ für Mütter und Väter. Dass es analoge Leistungen für Pflegepersonen geben sollte wie für Mütter und Väter bei der Betreuung ihrer Kinder, finden wir als VdK gerecht. Schließlich leisten Menschen, die sich als Angehörige, Freunde oder Nachbarn um Pflegebedürftige kümmern, eine gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit.“

Quelle: Vdk.de

BSI erweitert Zielgruppenangebote für ältere Menschen

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein symbolisches digitales Schloss zu sehen.

Im Alltag älterer Menschen spielen Internet und Mobilkommunikation längst eine große Rolle. Dies bestätigt eine noch unveröffentlichte repräsentative Umfrage des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK): Drei Viertel der Befragten zwischen 60 und 69 Jahren nutzen Smartphones (75 %) und über die Hälfte besitzen einen Laptop (58 %). Zudem ist der Bedarf an Informationen bei dieser Zielgruppe groß: Insgesamt drei Viertel informieren sich regelmäßig oder zumindest im Problemfall über das Thema Cyber-Sicherheit. Als Teil des Digitalen Verbraucherschutzes erweitert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher seine Angebote für Senioren und Seniorinnen.

"Die Digitalisierung eröffnet speziell älteren Menschen viele Möglichkeiten, den Alltag komfortabler zu gestalten und das soziale Miteinander zu erleichtern, etwa durch Smart Home-Lösungen, Messenger-Dienste oder Soziale Netzwerke. Da verschiedene Altersgruppen erfahrungsgemäß unterschiedlich mit neuen Technologien und den damit verbundenen Risiken umgehen, ist es wichtig, Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen so aufzubereiten, dass diese sie auch umsetzen können. Auch mit dem geplanten IT-Sicherheitskennzeichen erleichtern wir älteren Menschen den Umgang mit Informationstechnik. Für die immer größer werdende Zahl der 'Silver Surfer' ist das BSI die richtige Anlaufstelle für Fragen der Informationssicherheit", erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) entwickelt das BSI zukünftig Materialien zur Information und Sensibilisierung älterer Menschen. Geplant ist zudem der Austausch zu Monats- und Quartalsthemen der jeweiligen Online-Auftritte. Auftakt der Zusammenarbeit zwischen BSI und der bundesweit größten Senioren-Dachorganisation ist die Veranstaltung "Mobilität in der digitalen Welt", die im Rahmen des "Digital-Kompass" von BAGSO und dem Verein "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) am 24. Juni 2019 in Bonn stattfindet.  

Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche, die ihr Wissen deutschlandweit an Senioren und Seniorinnen weitergeben und sie darüber informieren, wie digitale Angebote ihren Alltag und ihre Teilhabe verbessern können. Vorgestellt werden beispielsweise Online-Bewegungsangebote, digitale Schnitzeljagden und autonom fahrende Busse. Das BSI beteiligt sich mit einem interaktiven Workshop zu "Smartphone-Sicherheit" und erläutert, wie man sein Smartphone und seine privaten Daten schützen kann. Die Empfehlungen des BSI stehen auch auf der Webseite www.bsi-fuer-buerger.de zur Verfügung.

Die Seite "Deutschland sicher im Netz" finden sie unter dem Link: https://www.sicher-im-netz.de/digital-kompass-für-ältere-menschen-ist-online
Weitere wichtige Informationen stehen im Internet auf der Seite des "Digitale Kompass" unter dem Link: https://www.digital-kompass.de/

Hitze und die Gefahren: Amtliche Wetterwarnungen

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein Sonnenaufgang zu sehen.

Für mittlerweile 11 Bundesländer gibt es Wetterwarnungen wegen Extremhitze. Besonders ältere Menschen und Personen mit Kreislaufproblemen, sollten bei den zu erwartenden Temperaturen von gebietsweise 40° darauf achten, genügend Flüssigkeit aufgenommen wird. Auch der direkte Aufenthalt in der Sonne sollte vermieden werden. 

Auch wenn die Wärme etwas schönes ist, können viele Menschen die damit verbundenen Gefahren oft nicht einschätzen. Die zu erwartende Extremhitze führ nicht selten zu Kreislaufproblemen und Dehydration (Austrocknung). Bei pflegebedürftigen und gerade älteren oder kreislaufschwachen Menschen, sind daher nicht selten die Mitmenschen oder Pflegekräfte gefordert, eine Dehydration möglichst zu vermeiden.

Derzeitig ist die Hitzewarnung für folgende Bundesländer aktiv:

  •  Bayern
  •  Baden- Wüttemberg
  •  Brandenburg
  •  Hessen
  •  Niedersachsen
  •  Nordrhein-Westfalen
  •  Rheinland-Pflaz
  •  Saarland
  •  Sachsen
  •  Sachsen-Anhalt
  •  Thüringen

Zu der Hitze kommt es zu erhöhten Waldbrandgefahr. Darum sollte offenes Feuer und das Wegwerfen von Zigaretten unbedingt vermieden werden. Diese Gefahr ist auch in vielen Pflegeeinrichtungen präsent, wenn bspw. die noch glühende Zigarette in umliegende Grünanlagen weggeworfen wird.

Ein ebenfalls oft untersätztes Risiko, sind Sonnenbrände, denn neben der Hitze kommt es in einigen Gebieten auch zu extremen UV- Strahlungsbelastungen die zu ungewünschten Sonnenbränden führen kann.

Der Deutsche Wetterdienst hat dabei folgendes über Twitter bekanntgegeben:

DWD Bild von Twitter

Umfrage von Boston Scientific zum Thema Schlaganfall zeigt Mangel an Aufklärung Boston Scientific ermuntert zu mehr Kommunikation rund um das Thema Schlaganfall

Bildinhalt: Ein Krankenwagen von der Seite fotografiert.

Obwohl Schlaganfälle die dritthäufigste Todesursache in Deutschland sind, wird viel zu selten darüber gesprochen. Eine von Boston Scientific beauftragte Umfrage zum Thema mit mehr als 5.000 Teilnehmern zeigt: Viele Menschen vertrauen sogar Google mehr als ihrem Arzt oder Partner. Grund genug für Boston Scientific, mit der Aufklärungskampagne "Fass Dir ein Herz" zu ermutigen, über das Thema Schlaganfall und seine Risiken sowie vorsorgende Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen. Herzstück der Kampagne, die über Facebook und Instagram gespielt wird, ist eine informative Webseite. Dort stehen Download-Materialien mit Informationen zu Risiken und Behandlungsmöglichkeiten sowie ein Gesprächsleitfaden für den Arztbesuch bereit, um sowohl betroffenen Patienten, die unter einem erhöhten Schlaganfallrisiko leiden, als auch deren Umfeld, den Gesprächseinstieg zu erleichtern. 

Bildinhalt: Infografik zeigt welcher Ratgeber Nr. 1 bei der Suche nach Schlaganfall (Nr. 1 ist Google 35 %, Nr. 2 Arzt 26 % und Nr. 3 Familie 20%)

Thema Schlaganfall - Google sticht Arztbesuch

 Die repräsentative Umfrage1 im Auftrag von Boston Scientific, durchgeführt von Civey, kommt zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der Befragten sich keine Gedanken über ihr Schlaganfallrisiko machen. Bei der Häufigkeit der auftretenden Schlaganfälle pro Jahr verwundert diese Zahl. "Die meisten Menschen verdrängen ihr eigenes Risiko, an einer schweren Krankheit zu leiden", erklärt Dipl.-Psych. Rolf Schmiel: "Der Gedanke, dass man krank sein könnte, verursacht Unsicherheit. Und wenn man sich entscheiden darf zwischen Unsicherheit und Unwissenheit, entscheiden sich viele aus Angst lieber für Unwissenheit." Als weiteren Grund, warum so selten über dieses Thema gesprochen wird, nennt die Studie die Privatsphäre: Über 60 Prozent der befragten Personen sprechen grundsätzlich nicht über das Thema Schlaganfall, da sie es als zu privat empfinden oder sie es nicht von sich aus ansprechen wollen, denn damit würden sie ein Problem sichtbar machen. Damit erklärt der Experte auch die Tatsache, dass rund 35 Prozent der Befragten angaben, bei einem Anfangsverdacht lieber Google, als einen Arzt zu befragen (26 Prozent). "Das Internet ist anonym und sofort verfügbar, beides trifft auf den Arzt nicht zu. Zudem ist das Google-Ergebnis noch interpretierbar und wirkt damit nicht ganz so bedrohlich wie eine ärztliche Diagnose. Ist das Ergebnis negativ, können Betroffene sich einreden, dass es übertrieben ist. Ist das Ergebnis hingegen positiv, sind sie beruhigt. Beide Versionen zielen darauf ab, sich selbst zu schützen. Das ist nicht umsichtig, aber der Mensch handelt häufig emotional."

Kommunikation mit Vertrauten - gute Information ist der Schlüssel  

Es besteht nicht nur eine Hemmschwelle, mit einem Arzt über das persönliche Schlaganfallrisiko zu sprechen, sondern auch mit Personen, die einem nahestehen: Nur jeder fünfte Befragte würde mit dem Partner oder der Familie über dieses Thema reden, obwohl ein Schlaganfall die ganze Familie treffen und das Familienleben nachhaltig verändern kann. Rolf Schmiel erklärt dieses Ergebnis mit zwei Auslösern: Ältere Menschen weihen ihre Kinder häufig nicht ein, da sie diese nicht belasten möchten und Paare, die schon lange zusammen sind, 'verlernen' oftmals über die Jahre ihre Kommunikationsfähigkeit. "Glücklicherweise gibt es aber auch viele Partnerschaften, in denen eine gute Kommunikationskultur vorhanden ist. In diesen Fällen ergibt es Sinn, den Partner als 'Verbündeten' miteinzubeziehen. Dazu gehört dann auch, dass der Partner gut informiert ist, denn nur so ist ein Gespräch auf Augenhöhe möglich. Deshalb ist die "Fass Dir ein Herz"-Kampagne auch so wichtig, denn sie richtet sich nicht nur an Patienten, sondern auch an die Risikogruppe und deren privates Umfeld."

Wissenslücke: Behandlungsmöglichkeiten bei Schlaganfallrisiko

Die Studie zeigt auch, dass es bei der Aufklärung über die Themen Schlaganfallrisiko und Risikominimierung noch viel Potential gibt. Gerade einmal 56 Prozent der Befragten wissen beispielsweise, dass Herzrhythmusstörungen Schlaganfälle verursachen können. Dabei entstehen Blutgerinnsel häufig als Folge von Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung, die 18 Prozent der Bevölkerung über 85 Jahre betrifft.2 Wissenslücken gibt es außerdem in Bezug auf die Behandlungsmöglichkeiten für Risikopatienten. Ganzen 76 Prozent war nicht bewusst, dass das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern durch einen Verschluss des linken Vorhofohrs reduziert werden kann. Doch es gibt diese Therapiemöglichkeit für Patienten mit Vorhofflimmern und einer Kontraindikation für blutverdünnende Medikamente: Seit ungefähr 10 Jahren kann mit dem WATCHMAN-Schirmchen von Boston Scientific das linke Vorhofohr verschlossen und das Schlaganfallrisiko damit deutlich minimiert werden. Das Implantat wird über einen Katheter durch die Leistenvene eingeführt und verschließt das linke Vorhofohr. Dadurch können sich dort keine Gerinnsel mehr bilden und das Schlaganfallrisiko wird verringert. Eine dauerhafte Medikamenteneinnahme wird somit potenziell unnötig.

Mit "Fass dir ein Herz" startet Boston Scientific jetzt den Aufruf, mehr über das Thema Schlaganfallrisiko zu sprechen. Gleichzeitig möchte das Unternehmen aufklären und über alternative Behandlungsmethoden informieren. "Ziel der Kampagne ist es, mehr Aufmerksamkeit für die Themen Herzgesundheit und Schlaganfallrisiko zu schaffen und Menschen zu ermutigen, darüber mit ihrer Familie und ihrem Arzt zu sprechen. Die Umfrage zeigt neben den Kommunikationshürden auch große Wissenslücken in Bezug auf die Behandlungsmethoden. Wir möchten für dieses sehr wichtige Thema sensibilisieren und aufklären", erläutert Jan Bruchhäuser, Cluster Business Unit Director New Cardio Central & Western Europe von Boston Scientific. Die emotionale Informations-Kampagne "Fass dir ein Herz" wird ab dem 17. Juni über Facebook und Instagram gespielt. Ziel ist es, damit sowohl Patienten, als auch deren Angehörige dabei zu unterstützen, die benötigten Informationen zu erhalten und mit einem Arzt sowie der Familie zu sprechen. Alle dafür benötigten Unterlagen und Informationen sind auf der Kampagnenseite www.watchman.com/de abrufbar. Fass dir ein Herz!

1 Informationen zur Umfrage: Die Umfrage wurde im ersten Quartal 2019 von Boston Scientific beauftragt und von Civey ausgeführt. Teilgenommen haben insgesamt 5.006 Personen aus ganz Deutschland ab 18 Jahren.

2 Quelle: Magnani, J. W., Rienstra, M., Lin, H., Sinner, M. F., Lubitz, S. A., McManus, D. D., . . . Benjamin, E. J. (2011). Atrial fibrillation: current knowledge and future directions in epidemiology and genomics. Circulation, 124(18), 1982-1993.

Über Boston Scientific

Boston Scientific verändert das Leben von Patienten durch innovative medizinische Lösungen, die die Gesundheit von Patienten weltweit verbessern. Als ein seit über 35 Jahren weltweit führendes Unternehmen für Medizintechnologie bringen wir die Forschung für das Leben voran. Wir bieten ein breites Spektrum an hochleistungsfähigen Lösungen, an denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht, und die die Behandlungskosten senken. Weitere Informationen erhalten Sie unter Bostonscientific.de oder über Twitter und Facebook.

Warnhinweis bezüglich vorausblickender Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält vorausblickende Aussagen mit der Bedeutung von Abschnitt 27A des Securities Act von 1933 und Abschnitt 21E des Securities Exchange Act von 1934. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind an Wörtern wie "erhoffen", "erwarten", "planen", "glauben", "schätzen", "beabsichtigen" und ähnlichen Wörtern zu erkennen. Diese vorausblickenden Aussagen basieren auf unseren Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen, zu denen wir anhand der derzeit verfügbaren Informationen gelangt sind. Sie sind nicht dazu gedacht, Garantien für zukünftige Ereignisse oder Leistungen zu geben. Diese vorausblickenden Aussagen umfassen u. a. Aussagen in Bezug auf klinische Ergebnisse, Produkteinführungen, Produktleistung und Auswirkungen. Wenn unsere zugrunde liegenden Annahmen sich als falsch erweisen oder wenn bestimmte Risiken oder Unsicherheiten eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse beträchtlich von den Erwartungen und den ausdrücklichen oder impliziten Projektionen unserer vorausblickenden Aussagen abweichen. Diese Faktoren (zusammen mit anderen Faktoren) haben in der Vergangenheit unsere Fähigkeit beeinflusst und können dies in der Zukunft in einigen Fällen tun, unsere Geschäftsstrategie umzusetzen, und können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse beträchtlich von denen abweichen, die durch die Aussagen in dieser Pressemitteilung zu erwarten waren. Deswegen werden die Leserinnen und Leser dieser Pressemitteilung gebeten, unseren vorausblickenden Aussagen kein unangemessenes Vertrauen entgegenzubringen.

Faktoren, die solche Abweichungen bewirken können, sind u. a.: zukünftige wirtschaftliche, Wettbewerbs-, Erstattungs- und Zulassungsbedingungen; Einführung neuer Produkte; demografische Trends; Abschluss und Integration von Akquisitionen; geistiges Eigentum; Rechtsstreit; Bedingungen auf dem Finanzmarkt; zukünftige Geschäftsentscheidungen von uns und unseren Mitbewerbern. All diese Faktoren sind schwer oder unmöglich präzise vorhersehbar und viele davon liegen außerhalb unseres Einflussbereichs. Für eine weitere Liste und Beschreibung dieser und anderer wichtiger Risiken und Unsicherheiten, die unsere zukünftigen Geschäfte betreffen, siehe Teil I, Punkt 1A - Risikofaktoren im Formular 10-K unseres aktuellen Jahresberichts, den wir bei der Securities and Exchange Commission eingereicht haben. Diese wiederum können in Teil II, Punkt 1A - Risikofaktoren in Formular 10-Q in Quartalsberichten aktualisiert werden, die wir eingereicht haben oder noch einreichen werden. Wir sind nicht verpflichtet, vorausblickende Aussagen öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren, um Änderungen unserer Erwartungen oder der Ereignisse, Bedingungen oder Umstände zu reflektieren, auf denen diese Erwartungen basierten, oder die die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von denen der vorausblickenden Aussagen abweichen. Dieser Warnhinweis gilt für alle vorausblickenden Aussagen in diesem Dokument.

Quelle: Boston Scientific Corporation

Zu wenige Spielplätze in Deutschland sind inklusiv gestaltet Stück zum Glück-Studie zeigt Handlungsbedarf auf

Bildinhalt: Zwei Kinder die zusammen mit Bundstiften malen.

In Deutschland gibt es zu wenige inklusive Spielplätze, auf denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam Spaß haben können. Das ist das zentrale Ergebnis einer INNOFACT Studie im Auftrag von "Stück zum Glück", einer Spendeninitiative von Procter & Gamble (P&G) und REWE gemeinsam mit der Aktion Mensch. Dabei ist frühe Inklusion wichtig, damit Barrieren im Alltag gar nicht erst entstehen. "Stück zum Glück" setzt sich daher für mehr inklusiven Spielraum in Deutschland ein.

Bildbeschreibung: Grafischedarstellung der Spielplätze in Deutschland unter dem Schwerpunkt Inklusion

Spielplätze haben einen hohen Stellenwert in deutschen Familien. 75 Prozent der befragten Eltern besuchen mindestens einmal pro Woche mit ihren Kindern einen Spielplatz. Allerdings werden Kinder mit Behinderung auf öffentlichen Spielflächen häufig ausgegrenzt: Deutschlandweit kennen nur 36 Prozent aller Befragten einen Spielplatz, der inklusiv gestaltet ist und auf dem alle Kinder gemeinsam spielen können. In Deutschland besteht also ein hoher Handlungsbedarf, um mehr inklusive Spielräume zu schaffen. Mit "Stück zum Glück" setzen sich deshalb P&G und REWE gemeinsam mit der Aktion Mensch seit April 2018 für mehr inklusiven Spielraum in ganz Deutschland ein. Innerhalb der dreijährigen Initiative werden mehr als 30 Spielplätze mit einem Gesamtvolumen von 1 Million Euro neu-, aus- und umgebaut.

Inklusive Spielplätze sind wichtig für die Entwicklung von Kindern. Dank innovativer Spielgeräte, die alle nutzen können, fördern sie die individuellen Fähigkeiten und Kreativität. Alle Kinder können voneinander lernen und sich unterstützen, wenn andere Hilfe benötigen. Durch den Verzicht auf Elemente, die nur für eine Gruppe von Kindern vorteilhaft sind, wie zum Beispiel Rollstuhlrampen, bieten inklusive Spielplätze allen Kindern Raum für gemeinsame Erlebnisse. Der Gummiboden mit Dämpfung ermöglicht es auch Rollstuhlfahrern, aktiv am Spiel teilzunehmen, und dient gleichzeitig als Fallschutz. So können sich alle Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderung, spielend kennenlernen und dabei ganz selbstverständlich lernen, miteinander umzugehen. "Inklusive Spielplätze bieten beste Voraussetzungen, um Vorurteile gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn wo Inklusion früh gelernt und gelebt wird, entstehen keine Barrieren im täglichen Umgang miteinander", sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch.

 Handlungsbedarf bei inklusivem Angebot 

Laut der Studie wünschen sich 65 Prozent der Teilnehmer, dass ein Spielplatz auch von Kindern mit einer körperlichen Behinderung genutzt werden kann. In der Wahrnehmung der befragten Eltern wird jedoch nicht genug getan, um Inklusion zu fördern. 63 Prozent der Studienteilnehmer haben keine Veränderung des Angebots an inklusiven Spielplätzen in ihrer Gegend wahrgenommen oder sagen, es sei sogar schlechter geworden. Die Studie zeigt, dass nur 35 Prozent der Familien mit Kindern mit Behinderung einen Spielplatz besuchen, der inklusiv gestaltet ist. Den Bedarf an inklusiven Spielräumen haben P&G, REWE und die Aktion Mensch erkannt. "Wir setzen uns für ein grenzenloses Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung ein. Denn wie unsere Studienergebnisse zeigen, wird bundesweit in vielen Gegenden noch nicht genug für die Förderung von Inklusion getan", so Astrid Teckentrup, Geschäftsführerin Vertrieb von P&G.

Inklusion auf Spielplätzen im bundesweiten Vergleich: Frankfurt am Main liegt vorne, Dresden bildet das Schlusslicht 

Die Online-Umfrage wurde in sechs Metropolregionen Deutschlands durchgeführt: Berlin/Brandenburg, Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Dresden, Hamburg und München. In allen Regionen geben weniger als die Hälfte der Befragten an, einen Spielplatz zu kennen, der inklusiv gestaltet ist (Mittelwert: 36 Prozent).

Gemeinsam ein Stück zum Glück beitragen 

Mit "Stück zum Glück" schaffen P&G und REWE gemeinsam mit der Aktion Mensch seit April 2018 bundesweit inklusive Spielplätze. "Bisher haben wir schon 16 Spielplatzprojekte umgesetzt und weitere Projekte sind in Planung. Unser Ziel ist es, in ganz Deutschland inklusive Spielräume zu ermöglichen", sagt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group. Dabei kann jeder einen Beitrag zum Glück der Kinder leisten. Denn mit jedem Kauf eines Produkts aus dem Sortiment von P&G, zu dem Marken wie Pampers, Ariel, Always, Oral-B und Gillette gehören, können REWE Kunden in ganz Deutschland das Projekt unterstützen.* So werden über einen Zeitraum von drei Jahren eine Million Euro gesammelt, um deutschlandweit neue inklusive Spielplätze zu schaffen und bestehende Spielplätze für alle Kinder aus- oder umzubauen.

Über die Studie

Die Online-Befragung wurde von der INNOFACT AG durchgeführt und fand im April und Mai 2019 statt. Insgesamt haben 933 Personen aus Berlin/Brandenburg, Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Dresden, Hamburg und München teilgenommen, die Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren haben.

Alle Studienergebnisse unter: http://www.rewe.de/glück

* Mit jedem Kauf eines P&G Produkts seit Aktionsstart am 30. April 2018 unterstützen Procter & Gamble und REWE die Aktion Mensch bei der Errichtung von inklusiven Spielplätzen in Deutschland mit 0,01 Euro bis zum Erreichen der Spendensumme von einer Million Euro. Die Aktion Mensch bevorzugt keine Marken oder Produkte. Über Procter & Gamble Procter & Gamble (P&G) bietet Verbrauchern auf der ganzen Welt eines der stärksten Portfolios mit qualitativ hochwertigen und führenden Marken wie Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Braun®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head&Shoulders®, Lenor®, Olaz®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Whisper® und Wick®. P&G ist weltweit in 70 Ländern tätig. Weitere Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter www.pg.com und www.twitter.com/PGDeutschland. Über REWE Mit einem Umsatz von 23,8 Mrd. Euro (2018), mehr als 140.000 Mitarbeitern und über 3.600 REWE Märkten gehört die REWE Markt GmbH zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige REWE Kaufleute betrieben.

Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von über 61 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren mehr als 360.000 Beschäftigten in 22 europäischen Ländern präsent.

Über die Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als 4 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist es, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung sowie von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Lotterieteilnehmer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Quelle: Procter & Gamble

VdPB lehnt Notlösungen gegen den Pflegenotstand ab

Bildinhalt: Eine Senioren hat eine Handtasche auf ihren Schoss und einen Schlüsselbund in ihrer rechten Hand.

VdPB lehnt Notlösungen gegen den Pflegenotstand ab Pflegewissenschaftlich begründetes Instrument zur Personalbemessung erforderlich/ Absenkung der Fachkraftquote steht nicht zur Debatte / Pflegepersonaluntergrenzen Schritt in die richtige Richtung, aber unzureichend

München, 20.06.2019 - Wie sehr der Mangel an Pflegefachpersonen in Kliniken und Einrichtungen der Langzeitpflege angekommen ist, zeigen derzeit die geradezu verzweifelten Versuche und Vorschläge, den Notstand mit dem Absenken von Standards und dem Aussetzen von verbindlichen Richtlinien zu bekämpfen. So fordert beispielsweise der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz das Absenken der Fachkraftquote für Einrichtungen der Langzeitpflege. Und Landkreistags-Präsident Christian Bernreiter verlangt das Aussetzen der erst seit Januar verbindlich geltenden Pflegepersonaluntergrenzen für die klinischen Bereiche Kardiologie, Intensivmedizin, Geriatrie und Unfallchirurgie. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) hält beide Vorschläge für nicht zielführende Notlösungen und lehnt sowohl die Absenkung der Fachkraftquote als auch das Aussetzen der Pflegepersonaluntergrenzen ab. Langfristig wirksam kann nach Einschätzung der VdPB nur eine wissenschaftlich fundierte Personalbemessung sein, die sowohl für die Langzeit- als auch für die Akutpflege gilt. 

Zahlreiche Studien widerlegen die in diesem Zusammenhang gerne angeführte Behauptung, das Absenken der Fachkraftquote führe nicht zwangsläufig zu Qualitätseinbußen. Die Festlegung der Quote auf 50 Prozent entbehre zwar einer wissenschaftlich erarbeiteten Grundlage und sei eine willkürliche Annahme, so VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner. Sie aber aus der Not heraus einfach niedriger anzusetzen, könne nur als hilfloser Versuch scheitern. Schließlich führe das am Ende nur zu einer weiteren Belastung für die verbliebenen Fachkräfte und erhöhe damit deren Frustration. Auch im Hinblick auf die ab 1. Januar 2020 gesetzlich festgeschriebenen Vorbehaltsaufgaben für die Fachpflege sei es wenig ratsam, noch weiter am Personalschlüssel zu drehen. "Damit sind nämlich automatisch alle Lösungen vom Tisch, die darauf abzielen, eine Pflegefachkraft durch zwei Pflegehelfer zu ersetzen oder pflegerische Maßnahmen an andere Berufsgruppen zu delegieren", so Sigl-Lehner. Für die Langzeitpflege wird derzeit ein Pflegepersonalbemessungsinstrument entwickelt, dessen Erprobung nach dem Pflegestärkungsgesetz II Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein soll, erst dann werde man sehen, wie hoch der Bedarf an Pflegefachpersonen in der Altenhilfe tatsächlich ist. Die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) bereitet die schnelle Umsetzung des Verfahrens im Anschluss an die Erprobung vor.

Auch die umstrittenen Pflegepersonaluntergrenzen sieht die VdPB als vorerst notwendigen Zwischenschritt zu einem wissenschaftlich fundierten Personalbemessungsinstrument für die Akutpflege. Die KAP hat das Ziel definiert, vom Deutschen Pflegerat, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Gewerkschaft ver.di bis zum 31.12.2019 einen Interims-Vorschlag für ein Personalbemessungsverfahren in der Akutversorgung erarbeiten zu lassen. Die VdPB unterstützt das Vorhaben und fordert insbesondere die zügige Umsetzung des zweiten Schritts, in dem ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren entwickelt und erprobt werden soll. Zudem schließt sich die VdPB der Forderung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) an den Gesetzgeber an, schnellstmöglich die gesetzlichen Grundlagen zur Entwicklung eines solchen Verfahrens zu schaffen. "Solange wir aber den Personalbedarf in der Pflege nicht nach festen Vorgaben ermitteln können, sind die Personaluntergrenzen zumindest ein Schritt in die richtige Richtung und das bislang einzige probate Mittel, um die Pflege vor der völligen Überbeanspruchung zu schützen", meint VdPB-Vizepräsidentin Agnes Kolbeck und ergänzt: "Auf Dauer jedoch ist es vollkommen unzulänglich, zumal wenn die Versorgungssicherheit der Patienten gefährdet ist, weil Kliniken Betten nicht belegen können und ihre Notaufnahmen abmelden müssen oder Personal von A nach B verschieben und somit die Probleme nur verlagern." Die Notlage dürfe unter keinen Umständen zulasten der beruflich Pflegenden gelöst werden.

"In allen Bereichen der beruflichen Pflege werden Absenkungen oder das Abschaffen von Mindeststandards den Pflegenotstand eher verschärfen, da sie das Problem nicht an der Wurzel packen und die Rahmenbedingungen für die Pflegenden weiter verschlechtern. Mehr Eigenverantwortung, mehr institutionelles Vertrauen und eine deutliche gesellschaftliche Aufwertung des Berufs - all das wird die professionelle Pflege attraktiver machen, mehr Menschen für die Pflege begeistern und in der Folge die Belastungen für die einzelne Pflegefachperson senken", erläutert Georg Sigl-Lehner die Haltung der VdPB.

Die Pressemitteilung finden Sie hier: 190620 PM Fachkraftquote Personaluntergrenzen

Die VdPB

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ein unabhängiges Sprachrohr von und für professionelle Pflegekräfte in Bayern. Die VdPB wurde 2017 auf Grundlage des vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Pflegendenvereinigungsgesetz gegründet und hat unter anderem die Aufgabe, die Qualität der Pflege weiterzuentwickeln - sowohl im Interesse der Berufsgruppe als auch für die Versorgungssicherheit für die Menschen in Bayern. Dazu wirkt die VdPB an Gesetzgebungsverfahren mit und vertritt die Pflegenden in Gremien wie beispielsweise dem Landespflegeausschuss. Zudem berät sie ihre Mitglieder kostenlos in berufsrechtlichen, berufsethischen und fachlichen Fragen und engagiert sich für die Fort- und Weiterbildung der beruflich Pflegenden. Die Mitgliedschaft in der VdPB ist für professionell Pflegende freiwillig und kostenlos. Präsident der VdPB ist Georg Sigl-Lehner.

Quelle: VdPB

400 Millionen Euro fehlen den Pflegeschulen zur Sicherung der Ausbildung

Bildinhalt: Mehrere 100, 200 Euroscheine

Vor einem finanziellen Engpass in der Pflege für die Ausbildung warnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Gerda Hasselfeldt, die DRK-Präsidentin, sagte zu der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Ohne eine ausreichende Finanzierung der Pflegeschulen wird sich der Fachkräftemangel in diesem Bereich weiter verschärfen“.

Auch hatte Hasselfeldt darauf aufmerksam gemacht, das die von der Bundesregierung geplanten Steigerungen um zehn Prozent, für die Ausbildungszahlen nach dem jetzigen Stand nicht erreicht würden. Sie sagte: „Es droht so­gar ein Rückgang der Ausbildungszahlen. So weit darf es nicht kommen“.

Die neue Pflegeausbildung soll ab Anfang nächsten Jahres beginnen, die den Beruf der Pflege verbessern soll. Hasselfeldt sagte: „Doch dieses Ziel ist ernsthaft in Gefahr“. 400 Millionen Euro an Anschubfinanzierungen fehlen den Pflegeschulen. Hasselfeldt erläutert, die Länder wären dafür zuständig. Der Bund habe für 2019 keine Haushaltmittel geplant. Die Länder sind bislang eher weniger bereit das Geld zu Verfügung zu stellen.

Die Finanzierung der Miet- und Investitionskosten der Pflegeschule, sind ein weiteres Problem. Hasselfeldt sagte: „Auch hier schieben sich Bund und Länder gegenseitig die Verantwortung zu. Dieses Schwarze-Peter-Spiel auf dem Rücken der Beschäftigten sowie der Pflegebe­dürfti­gen und ihrer Angehörigen muss ein Ende haben".

Zudem sei die Finanzierung der Betriebskosten und die Praxisbegleitung, durch die Krankenkassen gefährdet, da diese nur weniger als die Hälfte zahlen wollen, als das was von den Leistungserbringern benötigt wird.  Hasselfeldt sagte: “Die neue Pflegeausbildung kann kein Er­folg werden, wenn sie bereits unterfinanziert startet“.

Quelle: DRK

Pflegende mit maßgeschneiderten Strategien gesund halten bpa und Krankenkassen in Bayern eröffnen landesweites Informationsportal zum betrieblichen Gesundheitsmanagement

Bildinhalt: Eine Transparente Kugel in der zwei ältere Senioren als Figuren abgebildet sind über die Kugel faltet jemand mit seinen Händen ein Dach als Symbolischen Schutz für die Senioren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann entscheidend dazu beitragen, Pflegende gesund zu erhalten und die Arbeitszufriedenheit zu steigern. Das haben Untersuchungen der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Heilbäder-Verband (BHV) und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) gezeigt. Private Pflegedienste und stationäre Einrichtungen in Bayern setzen deshalb verstärkt auf Strategien zur aktiven Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von den Krankenkassen werden sie dabei mit maßgeschneiderten Angeboten und Informationen unterstützt und gefördert.

Ein neues Informationsportal zum betrieblichen Gesundheitsmanagement zeigt alle Möglichkeiten und Voraussetzungen der aktiven Gesunderhaltung von Pflegenden übersichtlich auf und versetzt Unternehmen jeder Größe in die Lage, ihren Teams passende Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu machen. Das Onlineportal stellt die bayerische Landesgruppe des bpa nun gemeinsam mit den Krankenkassen im Rahmen einer Fachtagung vor:

Pflege gesund gestalten: Das neue Onlineportal der Krankenkassen am Montag, den 24.06.2019, um 14.00 Uhr im hbw Haus der Bayerischen Wirtschaft (Max-Joseph-Straße 5, 80333 München / ConferenceArea, Europasaal).

Neben Vertreterinnen und Vertretern des bpa und der Kassen berichten dort auch Unternehmerinnen und Unternehmer über Umsetzungsstrategien und spürbare Erfolge des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegende. Wir laden Sie herzlich ein, die Fachtagung im Rahmen Ihrer Berichterstattung zu besuchen. Teilen Sie uns direkte Interviewwünsche gerne vorab mit.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 1.300 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: bpa

 

Anhebung des Wohngelds geplant

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist Geld zu sehen, dass aus einer Hosentasche raushängt.

Die Bundesregierung hat dazu den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Wohngeldes eingebracht, wonach das Wohngeld zum 1 Januar 2020 erhöht werden soll. (Drucksache 19/10816).

Darin heißt es, zuletzt sei das Wohngeld zum 1. Januar 2016 angepasst worden. Seitdem seien die Wohnkosten und die Verbraucherpreise deutlich gestiegen und würden voraussichtlich weiter steigen. Die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes nehme dadurch mit der Zeit ab. Zusätzlich würden bereits Erhöhungen der Einkommen, die nur die Entwicklung der Verbraucherpreise ausgleichen würden, zu einer Reduktion oder zum Verlust des Wohngeldanspruchs führen. Dies habe zur Folge, dass die Zahl der Wohngeldempfänger und die Reichweite des Wohngelds sinke.

Der Gesetzentwurf sieht eine Anpassung der Parameter der Wohngeldformel vor, um die Zahl der Wohngeldempfängerinnen und Wohngeldempfänger zu erhöhen und die Reichweite des Wohngelds zu vergrößern. Eine Anpassung an die allgemeine Entwicklung von Mieten und der nominalen Einkommen in Höhe der Inflation sei dabei berücksichtigt. Vorgesehen ist die Einführung einer Mietenstufe VII in bestimmten Gemeinden und Kreisen, um Haushalte mit besonders hohen Mietniveaus gezielter bei den Wohnkosten zu entlasten. Außerdem werden die Höchstbeträge, bis zu denen die Miete berücksichtigt wird, regional gestaffelt angehoben. Zudem soll das Wohngeld künftig dynamisiert werden, das heißt, alle zwei Jahre per Verordnung an die eingetretene Miet- und Einkommensentwicklung angepasst werden. "Eine regelmäßige Fortschreibung des Wohngelds stellt sicher, dass seine Leistungsfähigkeit als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt", begründet die Regierung die Dynamisierung.

In der Begründung des Gesetzentwurfs heißt es, ohne eine Reform würde die Zahl der Wohngeldempfängerhaushalte von rund 630.000 Ende 2016 auf voraussichtlich 480.000 Ende 2020 absinken. Im Hinblick auf den Anstieg der Erst- und Wiedervermietungsmieten sei eine Stärkung des Leistungsniveaus und der Reichweite des Wohngelds über eine reine Realwertsicherung hinaus erforderlich, denn zwischen 2015 und 2017 seien die Erst- und Wiedervermietungsmieten um durchschnittlich zehn Prozent auch stärker gestiegen als die Nominallöhne mit fünf Prozent.

Quelle: Heute im Bundestag (hib)

Weil Pflegebedürftigkeit keine Altersgrenze kennt - So digitalisiert ein junges Unternehmen die Vorsorge

Bildinhalt: Ein Mann schreibt etwas auf einen Notizblock neben ihm steht ein Laptop auf dem Tisch.

Obwohl fast jedem Deutschen die Wichtigkeit der Patientenverfügung ein Begriff ist, haben nur 15% eine erstellt, wie eine Studie der lFD Allensbach belegt.

Dass Themen wie Tod oder Pflegebedürftigkeit keine sind, mit denen man sich gerne beschäftigt, erkannten auch die kreativen Köpfe hinter meine-vorsorgedokumente.de. Fehlende Aufklärung über notwendige Dokumente oder unzureichendes Interesse an der Thematik führen in den meisten Fällen dazu, dass die Vorsorge aufgeschoben wird - oft bis es zu spät ist. Aus diesem Grund hat es sich das junge Team zur Aufgabe gemacht, die Erstellung und Hinterlegung von Vorsorgedokumenten so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten. So wollen sie mehr Leute dazu bewegen, sich mit dem wichtigen Thema zu beschäftigen.

Das digitale Angebot soll eine persönliche Beratung durch den Anwalt nicht ersetzen, sondern eine kostengünstige und digitale Alternative bieten. So scheitert die Erstellung der Dokumente bei großen Teilen der Bevölkerung nicht zuletzt am hohen Preis der Rechtsberatung. Das aktuell noch kostenlose Angebot wird auch langfristig immer günstiger als eine persönliche Rechtsberatung bleiben - das ist die Vision von meine-vorsorgedokumente.de

Nutzer können sich auf der Plattform meine-vorsorgedokumente.de über wichtige Dokumente wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Sorgerechtsverfügung informieren und diese anschließend mithilfe des Vorsorgeassistenten erstellen. "Wichtig ist nicht nur, dass der Nutzer sein Vorsorgedokument über unsere Plattform erstellen kann, sondern dass er auch genau weiß, was das Dokument beinhaltet. Vor der Erstellung klären wir den Nutzer über die Bedeutung der Inhalte sowie rechtliche Themen auf. So können wir sicher sein, dass der Nutzer den Prozess auch wirklich versteht", erklärt Nicola Beringer von meine-vorsorgedokumente.de. Um komplexe und schwer verständliche Formulierungen macht das Team bewusst einen großen Bogen: Durch anschauliche Grafiken und ein einfaches Frage-Antwort-Schema werden relevante Informationen für jedermann verständlich.

Die Benutzung des Vorsorgeassistenten ist einfach: Durch die Beantwortung von Fragen wird der Nutzer durch die Erstellung seines persönlichen Vorsorgedokuments geleitet. Bei Verständnisproblemen helfen klar formulierte Begriffserklärungen bei der Beantwortung einzelner Fragen. Besonderes Highlight ist die Live-Dokumentvorschau: Sie bietet dem Nutzer jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Stand seines Dokuments zu überprüfen und direkt Änderungen vorzunehmen. "Hier schätzen Nutzer vor allem die Transparenz der Dokumententstehung, die Dank der Live-Vorschau jederzeit gegeben ist", berichtet Beringer.

Doch die digitale Lösung auf https://meine-vorsorgedokumente.de hört nicht bei der Erstellung der Vorsorgedokumente auf. Noch viel wichtiger ist es, die Dokumente im Ernstfall zugänglich zu machen. Der Nutzer kann Kontaktpersonen benennen, diesen einen Lesezugriff erteilen und durch wenige Klicks vermerken, wo sich der rechtsgültige, unterschriebene Ausdruck befindet.

Zukünftig will das junge Team sein Angebot um weitere Vorsorgedokumente und Zusatzleistungen erweitern, wie beispielsweise eine Expertenberatung, um seinen Nutzern das "All-Inclusive-Paket" zur digitalen Vorsorge zu bieten. 

Quelle: CodeCamp:N GmbH 

 

Psychische Gefährdung für Studenten

Bildbeschreibung: Auf diesem Bild ist einer Person zu sehen, die an einem Schreibtisch Notizen auf einem Block macht.

Wie aus einer kleinen Anfrage im Deutschen Bundestag hervorgeht, leiden immer mehr Studenten unter psychischen Störungen. Allein im Zeitraum von 2010 bis 2015 stieg die Zahl der Erstgespräche der psychotherapeutischen Ambulanz in Göttingen für Studenten um 30 Prozent, heist es in der kleinen Anfrage (Drucksache 19/10799). 

Die Zahlen zeigen eine Tendenz, die sich auch bei berufstätigen Menschen wieder spiegelt. Offensichtlich sind es die immer weiter ansteigenden Anforderungen, nicht nur im Berufsleben, sondern bereits in der Ausbildung. Selbst dort sind bereits Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen gehäuft zu beobachten. In unserem Bildungssystemen müssen wir uns also mit der Frage auseinandersetzen: Wie viel Bildung ist eigentlich leitbar? Eine mögliche Ursache könnte die Umstellung des Studiums auf Bachelor- und Masterabschlüsse sein. Allerdings gibt es auch andere Studien, die den Bologna-Prozess als Ursache ausschließen. (Bologna-Prozess: Europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen). Sprich es konnte kein erhöhtes Burnout-Erleben durch Bachelor- oder Masterstudenten, im Vergleich zu anderen Abschlussgruppen, festgestellt werden. Andere Studien zeigen aber, dass es besondere Auffälligkeiten bei Magister Studierenden gibt.

Gerade die Jungen Menschen sollen in der Zukunft unseren Bedarf an Sozialleistungen wie Renten, decken. Daher ist diese Entwicklung nicht nur alarmierend, sondern muss mit großer Sorgfalt beobachtet werden, um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können. Nicht selten führen psychische Belastungen, gerade wenn diese dauerhaft stattfinden und sich chronifizieren, zu einer Erwerbsminderung der betroffenen Personen. Der Arztbericht der Barmer (hier als PDF-Download) zeigt die derzeitige Entwicklung und untersucht entsprechende Hintergründe.

Betrachtet man die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung, beobachtet man einen leichten Rückgang bei den EM- Rentenzugängen. Waren es 2016 173.996, so waren es 2017 165.638. Allerdings ist das kein Anlass, sich zurückzulehnen, denn eine Entspannung in der Antragslage ist das nicht. Schließlich liegt die Anzahl der psychischen Erkrankungen immer noch bei 43%. Leider sind uns keine Zahlen bekannt, wie viele Fälle dadurch zu Pflegefällen wurden.

Tendenziell ist auch zu beobachten, dass immer mehr Menschen auf Leistungen nach SGB XII angewiesen sind. Also Grundsicherung bei Erwerbsminderung oder im Alter. Das statistische Bundesamt hat zu dem Thema Zahlen veröffentlicht. Waren es im Dezember 2016 noch 500.308 Personen die auf Grundsicherung bei Erwerbsminderung angewiesen waren, so waren es im Dezember 2017 bereits 514.737 Personen.

Sozialpolitisch sollten diese Zahlen mehr als nur alarmierend sein, denn gerade erwerbsgeminderte Menschen, die dann meist durch die Erwerbsminderung auch noch eine Schwerbehinderung bekommen, sollten Teil der Gesellschaft bleiben.

 

Bundeskabinet beschließt bessere Löhne in der Pflege

Bildbeschreibung: Auf dem Bild sind Geldscheine zu sehen

Heute hat das Bundeskabinett dem Entwurf zu dem Gesetz für bessere Löhne in der Pflege zugestimmt. Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz ist eines der "Konzertierten Aktion Pflege" zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche.

Dazu sagte Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales: „Mit diesem Gesetz schaffen wir die Grundlage für bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche und stärken die Handlungsfähigkeit der Pflegekommission. Es wird die Arbeitsbedingungen spürbar besser und den Pflegeberuf deutlich attraktiver machen. Davon profitieren Pflegerinnen und Pfleger im Beruf. Ein weiterer Schritt, um den Personalmangel in der Branche einzudämmen. Wir stärken die Voraussetzungen dafür, dass nach Tarif bezahlt wird - und die Höhe sich unterscheidet, je nachdem ob Hilfskräfte oder examinierte Pflegekräfte im Einsatz sind. Außerdem vereinfacht das Gesetz die Berufung und die Beschlussfassung der Pflegekommission, die zukünftig ein ständiges Gremium wird. Ich bin froh, dass wir dieses zukunftsweisende Gesetz auf den Weg bringen konnten. Jetzt sind die Sozialpartner gefragt, die Möglichkeiten des Gesetzes zu nutzen.“ 

Weiter heißt es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Für die Durchsetzung spürbarer Verbesserungen wäre die Erstreckung tarifbasierter Arbeitsbedingungen auf Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (§ 7a AEntG), also eine Tarifvertragslösung, die beste Variante. Das Verfahren nach dem AEntG wird unter Berücksichtigung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts und der großen Bedeutung der Religionsgesellschaften in der Pflegebranche angepasst. Unser Ziel ist, dass es künftig Mindestlöhne differenziert nach Hilfs- und Fachkräften gibt und die Ost-/West-Unterschiede beendet werden.

Es ist nun die Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgebern zu verhandeln und gemeinsam zu entscheiden, ob sie einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag schaffen oder weiter den Wegüber den Pflegemindestlohn beschreiten wollen.

Im Gesetz wird außerdem die Handlungsfähigkeit der Pflegekommission gestärkt. Die Pflegekommission spricht Empfehlungen über Mindestarbeitsbedingungen (Mindestentgelte, Urlaub) aus. Diese Empfehlungen können zum Gegenstand von Rechtsverordnungen gemacht werden. Die Pflegekommission soll zukünftig als ständiges Gremium mit einer grundsätzlich fünfjährigen Amtszeit berufen werden. Ebenso gibt es Klarstellungen zur Auswahl der Mitglieder (insbesondere bzgl. der Berücksichtigung des Grundsatzes der Trägervielfalt) und zur Beschlussfähigkeit, so dass die Pflegekommission nicht mehr nur in Anwesenheit aller Mitglieder oder deren Stellvertreter beschließen kann.

Das Gesetz soll bis Ende des Jahres in Kraft treten.

Quelle: BMAS

Das Nuscheln der anderen

Bildinhalt: Jemand hält in der Hand Hörgeräte mit einer Ein Euro Münze um die größe zu vergleichen.

Viele Menschen im Alter kennen es das, sie plötzlich nicht mehr so richtig die anderen verstehen. "Die anderen Leute nuscheln immer so!" Wer das mehr als zweimal pro Woche denkt, sollte zum Ohrenarzt oder Hörakustiker gehen. Denn das vermeintliche Nuscheln ist keine schlechte Angewohnheit der jungen Generation, sondern entsteht oft erst im eigenen Gehör.

Hörakustiker hören den Satz fast täglich, und auch in mancher Familie wird es die Diskussion über schlechte Aussprache häufiger geben. Doch bei einem Hörverlust ist dies das erste typische Anzeichen. Meist wissen die Betroffenen gar nichts davon, dass sie schlecht hören, oder wollen es vielleicht auch nicht wahrhaben. Denn Hörverlust tut nicht weh und macht zunächst einmal keine Beschwerden - außer den anderen Menschen um einen herum, die sich die Vorwürfe anhören müssen. Das soll schon zu manchem familiären Konflikt geführt haben, der mit einer guten Hörsystemversorgung zu vermeiden wäre.  

Gerade gesprochene Sprache in Unterhaltungen oder im Fernsehen wird bei schlechtem Hören undeutlich und "nuschelig" - mehr als die meisten anderen Töne und Geräusche, die der Betroffene ja vermeintlich noch "gut" hört. Dies hat einen handfesten Grund: Die verschiedenen Laute in unserer Sprache haben einen ganz bestimmten Klang, der besser oder schlechter hörbar sein kann. So klingen die Laute /o, u, a/ laut und tief, was für die meisten noch gut hörbar ist. Andere Buchstaben wie /s, t, k/ oder /f/ sind für viele Menschen mit einem Hörverlust nicht gut zu hören. Gerade Schwerhörigen fehlen beim Sprache-Hören mitten im Wort einfach diese Laute, denn sie liegen oft genau in ihrem verlorenen Hörbereich. Betroffene können das Gehörte dann nicht mehr sinnvoll verstehen, denn sie hören nur einen Teil des Wortes. Den anderen Teil "verschluckt" ihr schlechtes Gehör - und nicht der Sprecher! Zum Beispiel hört man bei "Boot", "Moor" oder "Moos" das lange /o:/ sehr gut, man kann das Wort ungefähr einordnen. Doch der genaue Anfangs- oder Endlaut kommt verwaschen an, und man muss raten, was der andere gesagt haben könnte. Hören ist also noch lange nicht dasselbe wie Verstehen! Findet die Unterhaltung bei Hintergrundgeräuschen statt, wie im Restaurant oder bei einer Feier, ist das Verstehen noch sehr viel schwieriger.

Die gute Nachricht dabei: Unser Gehirn kann die fehlenden Buchstaben bis zu einem gewissen Grad "überbrücken", indem es den Zusammenhang kennt und vieles ergänzen kann. So fällt das mangelnde Verstehen zunächst gar nicht auf. Doch die schlechte Nachricht: Dieses ständige Ergänzen und Mitdenken ist auf Dauer sehr anstrengend für den Kopf. Menschen mit Hörverlust müssen sich stärker konzentrieren als andere, um alles mitzubekommen. Sie sind dann oft nach längeren Unterhaltungen oder Feiern völlig erschöpft. Fachleute sprechen hier von Höranstrengung. Und wer etwas als sehr anstrengend empfindet, zieht sich davon zurück, innerlich oder auch äußerlich: Betroffene nehmen an Unterhaltungen keinen Anteil mehr oder meiden Treffen sogar ganz.

Die Präsidentin der Europäischen Union der Hörakustiker e. V., Beate Gromke, empfiehlt: "Wer all das schon einmal bei sich beobachtet hat, sollte sein Gehör testen lassen, um rechtzeitig etwas zu unternehmen!" Die meisten Hörakustiker machen Hörtest und Beratung kostenlos - und kein Mensch muss dann noch das "Nuscheln der anderen" entschlüsseln.

Gerade bei älteren Menschen führt ein Hörproblem zur Isolation. Die Mitmenschen leiden unter dem nicht verstanden werden und müssen immer lauter Reden. Auch wird der Fernseher immer lauter gemacht, so dass die Nachbarn ihn schon hören, denn Anwesenden im Raum tun die Ohren weh, somit wird die Isolation noch größer.

Wenn man dann das Thema Hörgerät anspricht wird es gerne verdrängt. Die älteren Menschen wollen oft aus Scham kein Hörgerät, doch gerade dieses sorgt dafür das Sie sich noch mehr von der Außenwelt Isolieren, als Sie es bereits durch ihr schlechtes Gehör tun.

Quelle: EUHA

Jobcenter darf Vermieter nicht über Hartz IV Bezug informieren

Bildbeschreibung: Aud dem Bild ist das Gebäude des Bundessozialgerichts zu sehen

Wer Hartz IV bezieht, zahlt im Regelfall seine Monatsmiete weiterhin direkt an den Vermieter. Sollte sich jedoch der Leistungsempfänger/In nicht in der Lage sein, die Miete direkt an das Jobcenter zu zahlen, kann unter bestimmten Umständen das Jobcenter die Miete direkt an den Vermieter zahlen (§ 22 Abs.7 SGB II). So ist es auch einer jungen Frau passiert. Sie sagt selber "Ich war alleinerziehend und habe ergänzend Hartz 4 bekommen. Einmal konnte ich meine Miete nicht zahlen und war schon eine Monatsmiete in Verzug. Ich schrieb meinem Sachbearbeiter, dass ich um ein Darlehen bitte, damit ich die Miete noch zahlen kann, bevor der Vermieter mahnt. Stattdessen hat mein Sachbearbeiter meine Miete direkt an den Vermieter überwiesen, ohne mich zu fragen und ohne mein Einverständnis. Damit hat er den Vermieter in Kenntnis gesetzt, dass ich ergänzend Hartz 4 bekomme."

Darf also das Jobcenter überhaupt Sozialdaten an den Vermieter weitergeben? Grundsätzlich erst einmal nicht. So heißt es einem Urteil des BSG (Az.: B 14 AS 65/11 R) "der Kläger unbefugt Sozialgeheimnisse der Kläger offenbart hat, indem er den Leistungsbezug der Kläger mitgeteilt hat.". Das Jobcenter Herford gibt auf seiner Internetseite explizit folgenden Hinweis: "Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zum Sozialdatenschutz darf das Jobcenter ohne Zustimmung des Leistungsberechtigten einem Vermieter keinerlei Auskünfte erteilen." (Quelle: Link). Auch andere Jobcenter geben auf ihrer Internetseite deutlich zu verstehen "Auskünfte an den Vermieter dürfen somit ohne aus- drückliche schriftliche Zustimmung des Mieters nicht erteilt werden."  



Das zuständige Jobcenter, das für den von uns geschilderten Fall zuständig ist, war bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Ein Hinweis auf die Regelung, dass keine Auskünfte an den Vermieter erfolgen dürfen, ist auf der Webseite des zuständigen Jobcenters ebenfalls nicht ersichtlich.

Laut § 22 Abs.7 SGB II kann das Jobcenter durchaus Miete direkt an den Vermieter zahlen:

(7) Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn

1.
Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,
2.
Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,
3.
konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder
4.
konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.

Ob aber genau diese Umstände in dem geschilderten Fall überhaupt zutreffen ist fragwürdig, zumal das Handeln des Sachbearbeiters mit der Leistungsempfängerin nicht einmal abgesprochen wurde und keine entsprechende Zustimmung oder Beantragung der Leistungsempfängerin vorlag. 

Eine weitere Frage, ob das Jobcenter überhaupt den Mietvertrag kopieren darf, hat der Unabhängige Landes- Datenschutzbeauftrage von Schleswig- Holstein wie folgt bewerten: "Wie so oft hilft auch hier ein Blick in das Gesetz. Der Gesetzgeber erlaubt das Anfertigen von Kopien nämlich nur dann, wenn diese für die weitere Aufgabenerfüllung der Leistungsträger erforderlich sind (§ 67c Abs. 1 SGB X). Da Mietverträge jedoch oftmals eine Vielzahl von Informationen enthalten, die für das Amt nicht von Relevanz sind, vertritt das ULD die Auffassung, dass vollständige Kopien häufig nicht benötigt werden." (Quelle: ULD-SH)

Dieser Fall zeigt also ganz deutlich, dass das Thema "Sozialdatenschutz" offensichtlich immer noch nicht so ganz ernst genommen wird.

 

Europäische Inkontinenz-Studie: Viele Betroffene leiden im Stillen

Bildinhalt: Eine ältere Dame deren Kopf man nur von hinten sieht.

Wer den Zeitpunkt der Blasenentleerung nicht mehr selbst bestimmen kann, ist nicht nur körperlich eingeschränkt - auch das psychische Wohlbefinden, das Selbstwertgefühl, Hobbies, Beziehungen und das Sexualleben leiden. Für 74 Prozent der betroffenen Deutschen wirkt sich Harninkontinenz negativ auf ihr Leben aus. Dies ist das Ergebnis der Studie "Breaking the Silence: A European Report" des führenden internationalen Anbieters für Medizin- und Hygieneprodukte, HARTMANN.

Bildbeschreibung: Grafische Darstellung zut Inkontinenz in Deutschland

Betroffene meiden soziale Aktivitäten

Scham, Sorge und Unsicherheit prägen den Alltag der Betroffenen in allen fünf betrachteten Ländern (Deutschland, Frankreich, Schweiz, Spanien, Tschechien). Deshalb ziehen sich die Betroffenen häufig aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.

Für fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) hat Inkontinenz Auswirkungen aufs Liebesleben (Europäischer Durchschnitt: 39 Prozent).

- Sex und Sport sind mit 45 Prozent die Aktivitäten, auf die Betroffene hierzulande am ehesten verzichten.

- In Spanien dagegen haben nur 27 Prozent wegen ihrer Inkontinenz weniger Sex.

- Am meisten in Zurückhaltung üben sich die Tschechen, von denen 52 Prozent auf Sex und 61 Prozent auf Sport verzichten.

Spanier sprechen offen über Inkontinenz, Deutsche streiten häufig ab

In Deutschland leiden mehr als 9 Millionen Menschen unter Inkontinenz, die Dunkelziffer liegt laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft deutlich höher. Wenn die Symptome erstmals auftreten, verdrängen viele das Problem. "Inkontinenz ist eine unterschätzte Volkskrankheit. 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind betroffen - je nach Altersgruppe", sagt Dr. Chima Abuba, Leiter HARTMANN Deutschland und ergänzt: "Die Betroffenen schämen sich häufig und das führt zur Sprachlosigkeit: Sie vertrauen sich niemandem an und versuchen, irgendwie klar zu kommen."

Gerade die Deutschen sind Meister im Leugnen, wie der europaweite Vergleich zeigt:

- 59 Prozent der Betroffenen dachten, das Problem werde von selbst wieder verschwinden.

- 75 Prozent waren der Meinung, sie würden allein damit zurechtkommen.

- Viele Betroffene haben hierzulande noch nie mit ihrem Partner (39 Prozent der Befragten in einer Beziehung), ihrer Familie (53 Prozent) oder ihren Freunden (69 Prozent) über ihre Inkontinenz gesprochen.

Eine offene Kommunikation zeigt positive Auswirkungen auf das Selbstvertrauen und die Beziehung: Sechs von zehn Befragten gaben an, sie hätten sich nach dem Gespräch mit ihrem Partner besser unterstützt gefühlt (61 Prozent). Den offensten Umgang mit ihrer Inkontinenz pflegen die Spanier, die sich insgesamt weniger beschämt zeigen als die Betroffenen in den Nachbarländern. Nur 35 Prozent der befragten Spanier in einer Beziehung hat sich dem Partner gegenüber nie geöffnet. Tschechen hingegen sind sehr verschlossen: 53 Prozent von ihnen haben noch nie mit dem Partner gesprochen, viele fühlen sich durch die Inkontinenz älter und weniger attraktiv.

Selbstbestimmung durch Wissen und Integration

Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen (52 Prozent) empfindet Harninkontinenz immer noch als gesellschaftliches Tabuthema. Sieben von zehn wünschen sich mehr Informationen (72 Prozent) und 58 Prozent einen offeneren Umgang mit dem Thema in der Gesellschaft.

Besonders die Welt-Kontinenz-Woche bietet einen Anlass, das Tabu zu thematisieren, denn der Bedarf wird steigen. "Aufgrund des demografischen Wandels wird 2050 bereits mehr als jede dritte Person über 60 Jahre alt sein*. Viele werden unter Inkontinenz leiden", erläutert Dr. Chima Abuba und betont: "Es ist deshalb Zeit, das Schweigen über Inkontinenz zu brechen und die Millionen, die damit leben, zu stärken. Die Menschen haben es verdient, ein normales Leben führen zu können."

Zur Studie "Breaking the Silence: A European Report"

Im Auftrag der HARTMANN GRUPPE hat das unabhängige Forschungs- und Analyseunternehmen Edelman Intelligence Online-Interviews durchgeführt mit 2.311 Personen, die an Harninkontinenz leiden (24 Prozent Männer und 76 Prozent Frauen). Befragt wurden Menschen im Alter von über 45 Jahre in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Spanien und der Schweiz. Die Stichprobe setzt sich dabei wie folgt zusammen: 505 Befragte in Deutschland, 502 Befragte in Frankreich, 502 Befragte in Tschechien, 502 Befragte in Spanien und 300 Befragte in der Schweiz. Die Untersuchungen fanden im Februar 2019 in den jeweiligen Landessprachen statt.

Weitere Informationen sowie den Studienreport finden Sie unter www.breaking-the-silence.de. *Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2016. Ältere Menschen in Deutschland und der EU

- Harninkontinenz wirkt sich negativ auf alle Lebensbereiche, soziale Beziehungen und Sexualität aus

- 39 Prozent der betroffenen Deutschen in einer Beziehung haben noch nie mit ihrem Partner über das Thema gesprochen

- Die Welt-Kontinenz-Woche vom 17. bis 23. Juni 2019 gibt Anlass, dieses Tabu zu brechen

Quelle: PAUL HARTMANN AG

Bundestag: Fachkräftezuwanderungsgesetz für Fachkräfte aus Drittstaaten beschlossen

Bildinhalt: Eine Frau die einen OP-Kittel trägt, sie hat einen Mundschutz und einen Haarschutz.

Am 7 Juni 2019 hat der Bundestag den Fachkräfteeinwanderungsgesetz zugestimmt. Durch dieses soll es für Fachkräfte aus Drittstaaten leichter sein nach Deutschland zu kommen. Ziel ist es dadurch Fachkräftezusichern. Bei der Abstimmung haben 369 Abgeordnete abgestimmt, dabei gab es 257 gegen Stimmen.

Durch das Gesetz soll es für Fachkräfte mit einer Berufsausbildung die Möglichkeit geben befristet nach Deutschland zu kommen und einen Arbeitsplatz zu suchen, sowie für Fachkräfte mit akademischer Ausbildung und dabei für fünf Jahre befristet erprobt werden.

Horst Seehofer von der CSU, der Bundesinnenminister sagte: „Von all den Gesetzen des Migrationspaktes ist das Fachkräfte-Gesetz aus meiner Sicht das notwendigste und das wichtigste".

Zudem sollte auch die häufigen monatelangen Wartezeiten für die Visavergabe verkürzt werden, damit es Wirkung zeige. 

Für qualifizierte Arbeitnehmer aus Drittstaaten soll der Weg nach Deutschland einfacher sein. Außerdem soll die Begrenzung auf Mangelberufe wegfallen, sowie die Überprüfung ob die Stelle nicht von Deutsche oder andere EU-Bürger besetzt werden können. Bis zu sechs Monate Aufenthalt bei der Arbeitsstellensuche sollen alle bekommen die bereits Deutsch können und ausreichende Qualifikationen mitbringen.

Lars Castellucci von der SPD, sagte: „Deutschland sei ein Einwanderungsland, und Einwanderung brauche Regeln, die mit dem Gesetz geschaffen würden. "Es ist ein guter Tag für Deutschland, dass wir das heute tun". 20 Jahre habe die SPD für solch ein Gesetz gekämpft.

René Springer von der AfD sagte“ Wir wollen kein Lohndumping durch Arbeitsmigration".

Johannes Vogel von der FDP, sagte das Gesetz sei „zu wenig“ für die Herausforderungen. Deutschland sucht dringend Fachkräfte.

Mathias Middelberg von der CDU bezeichnete, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz einen „sehr guten und ausgewogenen Kompromiss" zwischen einer Öffnung hin zu "mehr Einwanderung, die wir brauchen", und dem Ziel, diese Einwanderung bedarfsorientiert zu steuern. 

Filiz Polat von den Grünen bestätigte der Koalition eine „Einwanderungsverhinderungspolitik". „vollkommen unzureichend“ sei zudem auch das Ausbildungs- und Beschäftigungsduldungsgesetz.

André Hahn von Die Linke sagte das Fachkräfteeinwanderungsgesetz würde einseitig die Interessen von Wirtschaftsverbänden und Firmen bedienen. Einwanderung werde "allein nach ökonomischen Verwertbarkeitskriterien" ausgerichtet: "Wer nützlich ist, darf kommen; alle andere müssen draußen bleiben".

Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (19/8285)

Quelle: das-parlament.de

 

Ein neuer Pflege-Spitzenverband soll ins Leben gerufen werden

Bildinhalt: Zwei Personen jeder hat ein Dokument vor sich, beide halten jeweils einen Kugelschreiber in der Hand.

Für die gut 1,6 Millionen, die in der Kranken- und Altenpflege tätig sind soll durch den Pflege-Spitzenverband eine Organisation geschaffen werden, die gegenüber Deutschland die Interessen vertritt und durchsetzt. Am 14 Juni soll laut dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland" die Pflegekammerkonferenz geründet werden in Berlin als Vorläufer der geplanten Bundespflegekammer.

Sandra Mehmecke, die niedersächsische Kammerpräsidentin sagte den Zeitungen: „Die professionell Pflegenden brauchen endlich eine kraftvolle Stimme auf Bundesebene". Die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Scheslwig-Holstein und der der Deutsche Pflegerat als Dachverband gehören schon zu den Gründungsmitgliedern. Mehmecke sagte: „Die Vorläuferorganisation soll sich nicht nur um die Lobbyarbeit in Berlin kümmern. 

Es gehe unter anderem auch darum, die von Land zu Land unterschiedlichen Berufs- und Weiterbildungsordnungen für die Pflegeberufe abzustimmen und zu harmonisieren. Damit sichern wir bundesweit eine hohe Qualität der Pflege". Auch solle die Bildung von weiteren Landespflegekammern unterstützt werden wie in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Die Bundespflegekammer soll, wenn die Kammern ins Leben gerufen wurden sind endgültig gegründet werden. Als Vorbild dient die für Bundespflegekammer die 1947 gegründete Bundesärztekammer, ganz oben steht der Ärztepräsident. Laut Mehmecke soll die Pflegekammerkonferenz Anfangs nach außen nicht durch einen Präsidenten, sondern durch Chefs der Organisationen die gleichberechtigt sind vertreten werden.

Quelle: finanznachrichten.de

Statt Misstrauenskultur: Klinikärzte wollen weniger Verwaltung und mehr Zeit am Krankenbett

Bildinhalt: Ein Arzt mit Stethoskop

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft in den vergangenen Jahren immer mehr Krankenhausabrechnungen, um angebliche Falschabrechnungen aufzudecken. Was für die beauftragenden Kassen nicht selten erfreuliche Einsparungen zur Folge hat, wird von deutschen Klinikärzten zu 93 Prozent als Misstrauenskultur erlebt, die bei 79 Prozent eine Steigerung des Dokumentationsaufwands in den vergangenen fünf Jahren bewirkt hat und 85 Prozent der Stationsärzte und 68 Prozent der leitenden Ärzte frustriert. Das ergab eine Online-Befragung von 200 Klinikärzten über DocCheck im Auftrag der Asklepios Kliniken. Die Krankenhausärzte halten die Prüfung von Qualität, Kosten und Leistung stationärer Behandlungen zwar für sinnvoll, empfinden die Kontrolle durch die Krankenkassen mit Hilfe des MDK aber zu 92 Prozent als zu stark, wünschen zu 89 Prozent Standards für die Prüfungen und sogar 93 Prozent plädieren für eine unabhängige Kontrollinstanz.

"Die Studienergebnisse bestätigen auf erschreckende Weise, wie sich der Missbrauch des Medizinischen Dienstes durch die Kostenträger auf die Kliniken auswirkt", sagt Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA. "Mithilfe der Prüfungen erhalten sie einen immer größeren Anteil erbrachter Leistungen praktisch kostenfrei", so Hankeln weiter, "der Versuch das zu vermeiden, erhöht ständig den Dokumentationsaufwand für die Kliniken und belastet das Personal in inakzeptabler Weise." Tatsächlich waren fast allen Klinikärzten Fälle von nicht erstatteten Leistungen aus den vergangenen zwölf Monaten bekannt, 22 Prozent gaben sogar an, dass dies "oft" in ihrer Klinik vorgekommen sei. Bei Kliniken konfessioneller Träger berichteten das für die eigene Station 24 Prozent und für die eigene Klinik 32 Prozent. Aus Krankenhäusern öffentlicher und privater Trägerschaft wurde das für die eigene Station mit 13 bzw. 20 Prozent und für das eigene Haus mit 21 bzw. 15 Prozent berichtet. 

Ausufernde Bürokratie frustriert 85 Prozent der Stationsärzte und 68 Prozent der leitenden Ärzte

Da die deutschen Kliniken aufgrund ihrer ökonomisch schwierigen Lage und der im internationalen Vergleich geringen Erlöse für die Fallpauschalen (DRG) auf die Kostenerstattung erbrachter Leistungen angewiesen sind, steigt der Aufwand, um dem MDK keinen Vorwand für Beanstandungen zu liefern. So haben alleine in den vergangenen fünf Jahren aus Sicht der Ärzte die Nachweispflicht um 89 Prozent, die Bürokratie um 88 Prozent und die Belastung durch Dokumentation und Administration um 86 Prozent zugenommen. Stationsärzte verbringen im Schnitt 46 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Administration und Dokumentation, bei 32 Prozent macht dies mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit aus. 79 Prozent sehen sich gezwungen, deutlich mehr Zeit für Administration und Dokumentation aufzubringen als sie möchten, 74 Prozent der Ärzte frustriert das, 70 Prozent haben den Eindruck, dass die Kostenvorgaben der Krankenkassen über dem medizinischen Sachverstand der Ärzte stehen, und 62 Prozent können viel weniger Zeit für die Behandlung der eigenen Patienten aufbringen, als es nötig wäre. Mit 56 Prozent kann über die Hälfte Ablehnungen nicht nachvollziehen und jeder zweite Arzt fühlt sich bevormundet.

Wenig überraschend, dass sich diese negativen Eindrücke auf die Attraktivität des Berufsbildes "Klinikarzt" auswirken: Sie nahm parallel um 56 Prozent ab. Für die Betroffenen ist die Lösung naheliegend: Zu 97 Prozent sind sie dafür, dass Ärzte und Pflegekräfte sich weniger mit Verwaltung und Dokumentation beschäftigen sollten, sondern mehr mit der Behandlung ihrer Patienten. Mit dieser Forderung sind sie nicht allein, denn in einer repräsentativen Umfrage der Bevölkerung vertraten 94 Prozent der Befragten den gleichen Standpunkt. Auch andere Fachleute sehen es ähnlich, denn erst im Januar dieses Jahres hat die Hamburger Krankenhausgesellschaft unter dem Motto "Weg vom Schreibtisch - zurück zum Patienten" ein Ende der Kontrollkultur und Bürokratieabbau gefordert. Statt Kontrolle zu Lasten der Patienten unabhängige Prüfinstanz gefordert

Die Klinikärzte wehren sich nicht prinzipiell gegen eine Qualitätskontrolle, sie wünschen sie sich lediglich zu 93 Prozent durch eine unabhängige Instanz, die nicht wie der MDK den Interessen einer anderen Partei unterworfen ist und gemäß nachvollziehbarer Standards für die Prüfungen. Die von 93 Prozent der Klinikärzte erlebte Misstrauenskultur geht eindeutig zu Lasten der Patienten: Entscheidungen nach Aktenlage gehen für 84 Prozent an deren Bedürfnissen vorbei, 67 Prozent sehen Patienten leiden, weil notwendige Rehabilitationen oder Hilfsmittel nicht bewilligt wurden. Für 62 Prozent erfolgt die Kostenkontrolle zu Lasten der Patienten und 27 Prozent finden, sie verhindert sogar teilweise, dass die Patienten gesund werden. Auch unter der Allgemeinbevölkerung findet die Idee einer unabhängigen Prüfinstanz mit 80 Prozent eine breite Zustimmung, und mehr Behandlung statt Dokumentation befürworten 94 Prozent der Befragten. Zugleich scheinen sie sich von idealistischen Vorstellungen gelöst zu haben und vermuten zu 78 Prozent, dass Ärzte mehr auf die Kosten als auf die Bedürfnisse der Patienten achten müssen. 64 Prozent vermuten als Grund für die Kontrollen, dass so ein Anstieg der Krankenkassenbeiträge vermieden werden soll. 

  •  79 Prozent beklagen eine Steigerung des Dokumentationsaufwands alleine in den vergangenen fünf Jahren
  •  Kein Geld für erbrachte Leistungen erlebt mehr als jeder fünfte Arzt
  •  Der MDK prüft nach ihrer Meinung zu viel, zu sehr zu Lasten der Patienten und zu sehr im Sinne der Krankenkassen

Quelle: Asklepios Kliniken

 

Das Deutsche Rote Kreuz hilft Pflegenden

Bildinhalt: Eine Person die eine Jacke trägt auf der das Zeichen ist Deutsches Rotes Kreuz

In Deutschland werden 73 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. 3,41 Millionen Menschen in Deutschland sind Pflegebedürftig (Quelle Statistisches Bundesamt Stand 2017).

Viele Menschen die Pflegen stehen vor dem Problem, das Sie nicht wissen was Sie für Möglichkeiten haben. Zudem kommt auch der Pflegerische Aufwand den die Pflegenden haben, der auch die Pflegebedürftigen mitbelastet. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) biete Hilfe an für Pflegenden Angehörigen in ganz Deutschland.

So schreibt der DRK auf seiner Webseite das Beispielsweise: 

  • Für Pflegende Angehörige Kurse Angeboten werden, um Entlastungen zu finden für den Pflegealltag,
  • So können auch durch Unterstützungsmaßnahmen Entlastungen im Haushalt abgerufen werden,
  • Die Ambulante Pflege kann im Alltag in Anspruch genommen werden, um zu entlasten,
  • Bei Dementen Pflegebedürftigen kann eine stundenweise Betreuung in Anspruch genommen werden, um wichtige Termine wahrnehmen zu können wie Beispielsweise Arztbesuche,
  • Falls ein Urlaub oder ein Krankenhausaufenthalt anfällt kann die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden.

Darüber berät der DRK Pflegende Angehörige auf der Webseite finden Sie nähere Informationen www.drk.de oder Sie können die DRK-Hotline Anrufen 08000 365 000.

Zudem gibt es Pflegestützpunkte für Pflegebedürftige und deren Angehörigen hier werden Sie beraten von Pflegeberaterinnen und Pflegeberater. Sie informieren nicht nur über die Pflege, sondern begleiten den Hilfesuchenden und geben Ihm praktische Unterstützung.

Wo findet man den Pflegestützpunkt?

In Deutschland befinden sich über 500 Pflegestützpunkte. Hier finden Sie eine Übersicht: Pflegestützpunkte

Was für Aufgaben hat der Pflegestützpunkt?

Laut GKV haben die Pflegestützpunkte folgende Aufgaben: Aufgabe der Pflegestützpunkte ist es, die Auskunfts- und Beratungsangebote der verschiedenen Sozialleistungsträger rund um die Pflege zu verbessern die wohnortnahen Versorgungs- und Betreuungsangebote die sozialen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu koordinieren. Kann jeder den Pflegestützpunkt in Anspruch nehmen? Den Pflegestützpunkt können Mitglieder der Pflegekassen und ihre Angehörigen in Anspruch nehmen.

Quelle: drk.de

 

Pflege: Sozialverband Deutschland warnt vor steigenden Kosten

Bildinhalt: Ein Rollstuhlfahrer draußen auf der Straße

Vor einem Jahr startete seitens der Bundesregierung die Konzertierte Aktion Pflege. Der SoVD-Präsident Adolf Bauer, äußerte sich am 4. Juni 2019 zu den vorgelegten Ergebnissen wie folgt: "Die Ergebnisse bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Denn Absichtserklärungen allein reichen nicht aus, um die Situation in der Pflege zu verbessern". "Insbesondere die Gretchenfrage der Finanzierung bleibt unbeantwortet", warnt der Verbandspräsident.

Die Pflegekosten würden steigen. Grob fahrlässig sei es, den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen weitere finanzielle Lasten aufzubürden. "Pflege ist bereits heute ein handfestes Armutsrisiko", betont Adolf Bauer. Ziel müsse es sein, die solidarische Pflegeversicherung gerecht und zukunftsfest zu gestalten.

"Wir fordern eine Pflegevollversicherung, die über eine Bürgerversicherung finanziert wird", sagt Bauer. Der SoVD ist eine der maßgeblichen Organisationen für die Wahrnehmung der Interessen pflegebedürftiger und behinderter Menschen und vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten und der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Über ‪580.000 Mitglieder sind bundesweit im SoVD organisiert. Der Verband wurde 1917 als Kriegsopferverband gegründet.

Quelle: SoVD-Bundesverband

 

MEHRWERT:PFLEGE startet – gemeinsames Projekt der Ersatzkassen

Bildinhalt: Mehrere Figuren die einen Kreis bilden mit zwei Rollstühlen in der Mitte

Vdek unterstützt Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Arbeiten in der Pflege bedeutet, sich um die Gesundheit anderer zu kümmern - dabei rückt die eigene Gesundheit der Beschäftigten oftmals in den Hintergrund.

Der Arbeitsalltag in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen ist durch spezifische Arbeitsanforderungen gekennzeichnet: Schichtdienst, Zeitdruck, der Umgang mit Emotionen sowie körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten können zu einer Belastung werden. Um die Arbeitsfähigkeit von Pflegekräften und allen anderen Beschäftigtengruppen zu erhalten bzw. zu stärken und um eine gesunde Arbeitsumgebung zu schaffen, haben die Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK) das Konzept „MEHRWERT:PFLEGE“ entwickelt.

Dieses neue Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung wird vom Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) organisiert. Grundlage dafür bildet das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen in Deutschland, die ein betriebliches Gesundheitsmanagement für ihre Beschäftigten aufbauen oder weiterentwickeln möchten, können sich von qualifizierten BGF-BeraterInnen mit Unterstützung des vdek kostenlos beraten und begleiten lassen.

Auf Basis einer Situationsanalyse entwickeln die BeraterInnen gemeinsam mit dem Krankenhaus oder der stationären Pflegeeinrichtung passgenaue Unterstützungsangebote zum Beispiel zur Schichtplangestaltung, zur teamorientierten Kommunikation und gesundheitsgerechten Führung bis hin zur Stressbewältigung, Bewegung und Ernährung. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek: „Unser Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung soll die Pflege attraktiver und gesünder gestalten.

Mit MEHRWERT:PFLEGE haben die Ersatzkassen ein Konzept entwickelt, welches darauf abzielt, die Ressourcen aller Beschäftigten zu stärken sowie den Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen zu unterstützen.

Damit nehmen die Ersatzkassen den Auftrag des Gesetzgebers aktiv an und setzen sich für die Förderung der Beschäftigtengesundheit gemeinsam ein.“ Ab sofort können sich interessierte Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen an den vdek wenden.

Quelle: Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

 

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