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Pflegeverband warnt vor zunehmenden Schwierigkeiten bei pflegerischen Versorgung

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der Mangel an Pflegekräften gefährdet zunehmend die pflegerische Versorgung in Rheinland-Pfalz. Davor warnte der Präsident und Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer, bei der Mitgliederversammlung der rheinland-pfälzischen Landesgruppe.

"Wer von uns verlangt, in der aktuellen Situation höhere Personalquoten umzusetzen, der verknappt das pflegerische Angebot", sagte Meurer bei der digitalen Versammlung mit Blick auf ein geplantes neues Personalbemessungsinstrument in der Pflege. Damit soll die Zahl der Pflegekräfte pro Einrichtung erhöht werden. "Ein neues Bemessungssystem bringt nicht eine Kraft zusätzlich in die Pflegeeinrichtungen.

Wir werden demnächst Menschen haben, die pflegerisch nicht mehr versorgt werden können."

Der angesichts der demografischen Entwicklung enorme Personalbedarf könne nur mit Zuwanderung gedeckt werden. Hier leiste sich aber auch Rheinland-Pfalz eine überbordende Bürokratie, kritisierte Meurer. "Im Ausland haben wir nicht den besten Namen. Es ist den Menschen bekannt, dass in Deutschland noch keine echte Willkommenskultur herrscht.

Andere Länder haben einen besseren Ruf und werben erfolgreicher." Besonders hohe Anforderungen hätten vielleicht das theoretische Ziel, die Pflegequalität zu sichern, bewirkten aber das Gegenteil. "Qualitätssicherung heißt heutzutage, möglichst viel Personal zu werben."

Auch Landessozialminister Alexander Schweitzer nannte in einer Videogrußbotschaft den elementaren Mangel an Pflegekräften die zentrale Herausforderung. "Ich mache mir große Sorgen, was die Zahl der Pflegekräfte angeht, und wir müssen die Zahl der Anerkennungen aus dem Ausland steigern. Ich bin bereit, mit Ihnen über jede Erleichterung im Anerkennungsprozess zu sprechen, die wir vertreten können. Wir machen es den Fachkräften aus dem Ausland oft zu schwer. Das können wir uns in der Pflege nicht leisten."

Autor: bpa / © EU-Schwerbehinderung



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