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68 % - Berufsunfähig durch psychische Probleme

Bildbeschreibung: Grfik der DEVK in der die Ursachen für Berufsunfähigkeit gezeigt werden.
Quelle: YouGov/DEVK 2019

Eine YouGov- Umfrage, im Auftrage der DEVK, zeigt erschreckende Zahlen. Laut dieser Studio sind bei Berufsunfähigkeit bei 68% aller berufsunfähigen Menschen, psychische Probleme die Ursache. Auch der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zeigt eine ähnliche Tendenz. Der Chartbericht als PDF- Datei kann hier heruntergeladen werden.

Leider fehlen in solchen Berichten nur zu oft, die Ursachen. Sind die Erkrankungen physischer Ursache, wie bei einem Unfall, sind die Ursachen leicht ergründbar. Anders sieht es bereits bei Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems aus. Ist es der Stress auf der Arbeit? Eine ungesunde Lebensweise? Umwelteinflüsse (auch am Arbeitsplatz)? Hier sind die Ursachen vielschichtig. 

Bei Einschränkungen im Bewegungsapparat, verhält es sich ähnlich. Hier kann bereits die Falsche Ausstattung am Arbeitsplatz, Bewegungsmangel oder gar andere äußere Umstände ursächlich sein. Sogar erheblich bedingte Erkrankungen müssen in Betracht gezogen werden. 

Die Zahl der psychisch erkrankten Personen, ist aber eine Zahl, die uns am meisten Sorge machen muss. Diese Zahl ist nicht nur hoch, sondern seit Jahren mit steigender Tendenz. Ursachen können hier vielschichtig sein. Erhöhte Anforderungen am Arbeitsplatz, steigender Leistungsdruck, aber auch im persönlichen Umfeld. Menschen die trotz Arbeitsplatz mit Existenzängsten zu kämpfen haben oder bei denen sich die Belastungen auch im privaten Umfeld abspielen. Alles Punkte, die durchaus zu einer psychischen Erkrankung führen. Da diese nicht selten zu spät erkannt wird, oder einfach nicht behandelt werden kann, da die Wartezeiten für eine psychologische Betreuung zu lang sind, führen diese Erkrankungen nicht selten zur Erwerbsminderung oder gar Erwerbsunfähigkeit. So schreibt sogar die Deutsche Rentenversicherung in ihrem Positionspapier (Zitat): "Psychische Störungen führen auch die Statistik der Erwerbsminderungsrenten an" (PDF-Datei hier als Download).

In einer weiteren Grafik aus dem Jahr 2018 wird die Situation ebenfalls gut dargestellt:

Infografik: Psychische Erkrankungen im Job nehmen zu | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Wer dauerhaft psychisch erkrankt ist, wird leider auch der Gefahr ausgesetzt, dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Somit ist der Schritt von der Psychischen Erkrankung in die Schwerbehinderung oder gar Pflegebedürftigkeit nicht weit, wenn die Erkrankung nicht zeitnah erkannt und behandelt werden kann. Leider ist es für betroffene Personen nicht leicht, die fremde Hilfe aus eigener Kraft aufzusuchen. Angehörige oder gar Arbeitskollegen stehen oft machtlos daneben, wenn sich das psychische Bild eines Menschen ändert. Doch gerade an diesem Punkt sind betroffene auf die Hilfe von außen angewiesen. Bekommen sie dann diese Unterstützung von Angehörigen oder Arbeitskolleginnen und Kollegen, werden dann für die notwendige Behandlung aber auf "Wartelisten" gesetzt, führt das nicht selten zu einer Verschlechterung bei den betroffenen Personen. Es muss also weiterhin im Interesse aller Arbeitgeber sein, Arbeitsbedingungen zu schaffen um zumindest den Arbeitsplatz zu einem Ort zu machen, der psychische Erkrankungen erst garnicht möglich macht. 

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