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Microsoft-Umfrage: künstliche Intelligenz soll Menschen mit Behinderung helfen



Auf der Welt leben mehr als 1 Milliarde Menschen mit einer Behinderung. In unserer heutigen technologischen Entwicklung werden schon viele Alltägliche Dinge erleichtert.

Dieser Ansicht sind knapp 80 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Microsoft. Eine deutliche Mehrheit sprach sich darüber hinaus, für eine staatliche Förderung entsprechender Forschungsprojekte aus. Die bereits verfügbaren Technologien könnten in den nächsten Jahren, durch Künstliche Intelligenz erheblich erweitert werden. „Moderne Technologien können gerade für Menschen mit Behinderung die Brücke zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft und im Berufsalltag bauen – deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, durch die neuen Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz vorhandene Barrieren aktiv abzubauen“, sagt Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement von Microsoft Deutschland, laut einer Mitteilung der FAZ

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hatte im Auftrag von Microsoft, im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Bürgerinnen und Bürger zuvor gefragt, inwiefern Künstliche Intelligenz oder Roboter den Alltag von Menschen mit Behinderung erleichtern können und wie intensiv der Staat Entwicklungen zum Wohle von Menschen mit Behinderung fördern sollte.

Erwartung, bessere Chancen durch Künstliche Intelligenz. Mehr als 70 Prozent der Deutschen bewerten das Potential für mögliche Erleichterungen im Alltag von Menschen mit Behinderung, durch Künstliche Intelligenz oder Roboter, als eher groß bis sehr groß. Knapp acht von zehn Befragten sind der Auffassung, dass Technologie bereits maßgeblich dabei hilft, Menschen mit Beeinträchtigungen besser an der Gesellschaft teilhaben zu lassen (29 Prozent „Ja, auf jeden Fall“, 49 Prozent „Eher ja“).

Eine deutliche Mehrheit von rund 60 Prozent der Befragten ist überdies der Meinung, die Politik solle die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zum Wohle von Menschen mit Behinderung stark bis sehr stark fördern. Denkbare Ansätze in diesem Zusammenhang wären beispielsweise staatliche Zuschüsse zu KI-Forschungsprojekten mit einem eindeutig sozialen Fokus.

Welche Beispiele für digitale Hilfsmittel gibt es?

Für Sehbehinderte Menschen gibt es die App „Seeing Al“ diese hilft bei einer Beeinträchtigung des Sehvermögens, die Umgebung wahrzunehmen. Indem Sie Fotos erfasst und diese in Audioform beschreibt.

Für Parkinson-Patienten gibt es das intelligente Gerät „Emma Watch“ diese hilft den Parkinson-Patienten, das typische Zittern durch intelligentes Gegensteuern auszugleichen.
Verfügbar sind bereits Live-Untertitelung in Präsentationen mit der App Presentation Translater oder die Barrierefreiheitsprüfung in Office 365.

Politisch haben diese Forschungen noch eine viel größere Auswirkung, denn es wird Aufgabe der Politik sein, dass die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte nicht zum Exklusivgut weniger wird, sondern der Zugang für alle Sozialschichten sicher gestellt werden kann. In wie weit das gelingen wird, ist allerdings mehr als fraglich, denn schon heute zeichnet sich ab, dass Gesundheit eben kein Allgemeingut ist, sondern die Ausschöpfung medizinischer Möglichkeiten davon abhängt, in welcher Sozialschicht ein Mensch sich wieder findet. Wie sich das mit dem Gleichbehandlungsprinzip vereinbaren lässt, wird sicherlich eines der weiteren unbeantworteten Fragen bleiben.

Kommentare (1)

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Und irgendwann werden dann alle Pflegekräfte überflüssig. Solche Techniken bringen auch Gefahren mit sich.

  Michaela Hermann
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