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Grüne fordern Stärkung der Intensivpflege

Bildbeschreibung: Eine Pflegerin mit einer Schutzausrüstung.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die Grünen-Fraktion fordert ein Sofortprogramm zur Stärkung der Intensivpflege. Das Problem personeller Engpässe in der stationären Intensivpflege bestehe nicht erst seit der Corona-Pandemie, heißt es in einem Antrag Drucksache: (19/24378) der Fraktion.

In der Drucksache heißt es:

Die COVID-19-Pandemie fordert unser Gesundheitssystem immer stärker heraus. Die Zahl der Neuinfektionen ist in den Herbstmonaten stark angestiegen. Infolge dieser Entwicklung verschärft sich die Situation zusehends auch auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Deutschland. Zwar steht bisweilen eine ausreichende Zahl von Intensivbetten für die Versorgung der beatmungspflichtiger Patientinnen und Patienten zur Verfügung, allerdings bestehen ernstzunehmende Engpässe bei der personellen Ausstattung der Versorgungsstrukturen – insbesondere beim Pflegepersonal.

Das Problem personeller Engpässe in der stationären Intensivpflege ist nicht neu und besteht nicht erst seit der COVID-19-Pandemie. Beschäftigte von Intensivstationen und Medien berichten seit Jahren über einen wachsenden Personalmangel und untermauern die zunehmende Dringlichkeit, mit der Lösungen notwendig werden. Die Schaffung von Stellen allein erweist sich seit Jahren als unwirksam. So wirft die hohe Teilzeitquote von Intensivpflegefachkräften, die 2018 bei gut 50 Prozent gelegen hat, auch Fragen nach der Arbeitsbelastung auf - nicht nur, aber auch in der COVID-19-Pandemie (Bundestagsdrucksache 19/23605). Es gilt in der COVID-19_Pandemie mehr denn je, die Intensivpflegefachkräfte zu entlasten und ihnen zu ermöglichen, ihr explizites Fachwissen und ihren tiefen Erfahrungsschatz dort dauerhaft einzubringen, wo sie gebraucht werden - in der direkten Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Der strukturelle Reformstau muss endlich aufgelöst werden, damit die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen bewältigt werden können. Mit dem Antrag “Professionelle Pflegekräfte wertschätzen und entlasten - Nicht nur in der Corona-Krise” hat die antragstellende Fraktion am Tag des Pflegefachpersonals (12. Mai 2020) die grundlegende Verbesserung der Arbeitssituation professioneller Pflegekräfte gefordert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen (Bundestagsdrucksache 19/19136). Seitdem hat sich die Situation weiter zugespitzt, sodass es nun dringend notwendig wird, den Intensivpflegefachkräften den Rücken zu stärken.

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Die Abgeordneten fordern kurzfristige Initiativen, um eine personelle Überlastung auf den Intensivstationen zu vermeiden. So sollten für ausgeschiedene Pflegefachkräfte Anreize für einen Wiedereinstieg in den Beruf geschaffen werden. Der Gesundheitsschutz der Beschäftigten müsse gestärkt werden.

Ferner müsse im Krankenhaus ein Personalbemessungsinstrument eingeführt werden, das sich am Pflegebedarf orientiere. Die Beschäftigten müssten außerdem die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeitszeit bedarfsgerecht anzupassen.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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