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Grüne fordern besseren Impfschutz für Pflegekräfte

Bildbeschreibung: Eine Spritze.
Foto: © Willfried Wende

Die Grünen-Fraktion fordert eine Weiterentwicklung der Corona-Impfstrategie. Die Strategie müsse angepasst werden, damit der Impfschutz von Pflegekräften verbessert und die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung gestärkt werde, heißt es in einem Antrag (19/26237) der Fraktion.

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In der Drucksache 19/26237 heißt es:

Zu Beginn der Covid-19-Pandemie sind Pflegekräfte von vielen Balkonen als Heldinnen und Helden der Pandemiebekämpfung beklatscht worden. Kurz nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne wurden sie nun unter den Generalverdacht der Impfverweigerung gestellt, ohne dass es dafür eine verlässliche Datengrundlage gibt.1, 2 Die Impfung möglichst vieler Menschen gegen SARS-CoV-2 ist ein entscheidender Schritt im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Sie senkt mit hoher Wahrcheinlichkeit das Risiko für besonders schwere Krankheitsverläufe und stellt somit eine Entlastung des Gesundheitssystems in Aussicht. Für die ersten Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Personengruppen mit einem besonders hohen Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe.

Hierzu zählen v.a. hochaltrige Menschen mit Unterstützungs- oder Pflegebedarf sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Um ihre und die allgemeine gesundheitliche Versorgung während der Covid-19- Pandemie sicherzustellen, erhalten auch Mitarbeitende aus Pflege- und Gesundheitsberufen früh ein Impfangebot. Dennoch entscheidet jeder Mensch selbst, ob sie oder er eine Impfung erhalten möchte. Die Impfentscheidung ist das Ergebnis einer persönlichen Abwägung zwischen den Risiken, wie möglichen Impfschäden und Nebenwirkungen, und der Verantwortung gegenüber des Gesundheitsschutzes für sich selbst und andere, vulnerable Menschen.“

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Auch wenn jetzt beim Impfen schnelles Handeln geboten ist, um zügig eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, muss den Menschen eine informierte, freie Impfentscheidung ermöglicht werden. Zum Jahresbeginn 2021 war in zahlreichen Medienberichten von einer vermeintlichen Impfskepsis unter Pflegekräften die Rede. Die Berichterstattung fußt auf den Ergebnissen einer gemeinsamen Onlinebefragung der DGIIN (Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin) sowie der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.).3 Wenngleich es sich hierbei um keine repräsentativen Ergebnisse handelt, müssen mögliche Bedenken von Pflegekräften ernstgenommen und auf Basis wissenschaftlicher Evidenz adressiert werden.

Um möglichst vielen Pflegekräften den Zugang zu wissenschaftlich belegten Informationen zur Impfung gegen SARS-CoV-2 zukommen zu lassen und somit auch kursierenden Falschinformationen entgegenzuwirken, müssen diese zielgruppengerecht aufbereitet sein und über möglichst viele Kommunikationskanäle an die Pflegekräfte herangetragen werden.

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Weiter teilt die Bundesregierung mit:

Die Abgeordneten fordern unter anderem ein wissenschaftliches Monitoring der Impfungen für Personen aus Gesundheits- und Pflegeberufen sowie eine anonymisierte Befragung von Pflegekräften mit dem Ziel, die Gesundheitskompetenz und die Gründe für die persönliche Impfentscheidung zu erfassen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sollte in Zusammenarbeit mit den Pflegekammern eine zielgruppengerechte Informationskampagne entwickeln.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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