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Apotheken liefern Impfstoffe, managen Lieferengpässe und treiben Digitalisierung voran

Bildbeschreibung: Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA.
Foto: © ABDA Fotograf:André Wagenzik

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten die Apotheken in ganz Europa vergleichbare Zusatzaufgaben und schaffen damit einen enormen Mehrwert für die Versorgung von hunderten Millionen Menschen in den nationalen Gesundheitssystemen. Dazu gehören zeitaufwendige Dienstleistungen wie Botendienst und Impfstofflogistik, das komplexe Management von Lieferengpässen und der zunehmende Einsatz von digitalen Instrumenten und Netzwerken.

"Überall in Europa bewältigen Apotheken mit großem Erfolg Herkulesaufgaben und zeigen somit in Krisenzeiten ganz besonders, wie unentbehrlich sie sind", sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) anlässlich der in dieser Woche in Nizza (Frankreich) stattfindenden ZAEU-Generalversammlung:

"Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Millionen Menschen ganz persönlich gespürt, wie wichtig es ist, kompetente Ansprechpartner für Gesundheitsfragen gleich um die Ecke zu haben. Die Europapolitiker in Brüssel, vor allem aber auch die Verantwortlichen in den europäischen Hauptstädten sollten daraus die Lehre ziehen, die Apotheken vor Ort zu stärken, um auch für künftige Krisen gewappnet zu sein."

In vielen europäischen Ländern haben die Apotheken bestehende pharmazeutische Leistungen ausgebaut bzw. zusätzliche Aufgaben übernommen. In Deutschland wird der vielfach angebotene Botendienst inzwischen bezuschusst, und die Versorgung von Arztpraxen und Impfzentren mit COVID-19-Impfstoffen wurde komplett den Apotheken übertragen.

In mehreren europäischen Staaten haben Apotheken für das Management der zunehmenden Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln neue Werkzeuge bekommen. In Deutschland hat die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung den Apotheken einen leichteren Austausch von nicht lieferbaren Rabattarzneimitteln gegen vorrätige Generika ermöglicht. Viele Apotheken in Europa haben seit Pandemie-Beginn ihre Leistungen für Patienten erweitert. Neue digitale Instrumente innerhalb geschützter Netzwerke vereinen Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz im Sinne der Patienten. In Deutschland stellen die Apotheken millionenfach digitale Impfzertifikate aus und bereiten sich intensiv auf die bundesweite Einführung des E-Rezepts vor. Die Apotheken sind hier einmal mehr die Vertrauensinstanz für die Patienten.

Autor: ABDA / © EU-Schwerbehinderung



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