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Corona: Hotels für Obdachlose öffnen

Bildbeschreibung: Ein Obdachloser Mann mit einem Hund.
Foto: © Nick Fewings

Zur gestrigen Übergabe der Petition "Hotels für Obdachlose öffnen" an Ministerpräsident Weil kommentiert die niedersächsische Europaabgeordnete Katrin Langensiepen wie folgt:

"Ca. 650.000 Menschen sind in Deutschland wohnungslos. Allein in Hannover sind es 4.000 Personen. Die Dunkelziffer unbekannt. Das Problem ist aber klar, wer nicht dem gängigen Hilfesystem bekannt ist, fällt durchs Raster.
Vielen von ihnen haben ein geschwächtes Immunsystem, Vorerkrankungen, kaum Möglichkeiten sich zu waschen. Allein der psychische Stress jeden Tag sein Leben neu auf der Straße zu sortieren, setzt viele unter Druck. Das ist die Realität vieler Obdachloser.

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Seit Jahren fehlt es an finanziellen Mitteln der Wohnungslosenhilfe, um Angebote zur Unterstützung und Prävention zu ermöglichen. Durch die in weiten Teilen Deutschlands gestiegenen Mieten, fällt es vielen Leuten immer schwerer eine Wohnung zu finden, das Ergebnis: sie landen auf der Straße.

Dabei hat sich die ohnehin schon schlechte Lage von Obdachlosen und wohnungslose Menschen, durch die Corona-Krise noch einmal verschärft. Fehlende Essensangebote, kaum medizinische Versorgung und das Wegfallen von Schlafplätzen in Notunterkünften, drängen Wohnungslose noch stärker in die Isolation auf der Straße. Der Kälteeinbruch in den vergangenen Wochen hat gezeigt, dass das staatliche Unterstützungssystem an seine Grenzen kommt. Mit den Corona-Mutationen haben wir einen Gamechanger in der bisherigen Pandemielage. Sollten sich die Mutationen wesentlich schneller verbreiten, so sind auch Wohnungslose davon in einem anderen Maß betroffen als vorher.

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Deswegen schließe ich mich der Petition auf Change.org/HotelsFürObdachlose an und fordere: bringt die Wohnungslosen endlich in Hotels unter. Damit sie sich selber und andere schützen können! Darüberhinaus muss die Bundes- und Landesregierung liefern, wenn es um die Schaffung von neuen Sozialwohnungen geht. Wir GRÜNE fordern deshalb schon seit langem, dass Niedersachsen wieder eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft braucht, um sozialen Wohnungsbau zu realisieren. Ich hoffe, dass den jüngsten Ankündigungen Minister Lies auch endlich Taten folgen werden.

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Auf EU-Ebene haben wir mit dem „Fonds für europäische Hilfe für die Bedürftigen“ (FEAD) eine finanzielle Möglichkeit um Wohnungslose in akuten Notsituation zu unterstützen und sie Schritt für Schritt aus Armut und sozialer Ausgrenzung zu holen. Davon sollte auch Deutschland mehr Gebrauch machen."

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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