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GEW Bayern zeigt sich besorgt: Mittelschulen nicht an die Wand fahren!

Bildeschreibung: Eine leerer Klassenraum an einem Stuhl hängt eine FFP2-Maske.
Foto: © marco fileccia

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den bayerischen Mittelschulen schlägt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) Alarm. Ein Gesamtkonzept mit Fördermaßnahmen, einer Stundentafelreduzierung und einer neugestalteten Lehrer*innenausbildung ist aus Sicht der Bildungsgewerkschaft das Gebot der Stunde.

Innerhalb kürzester Zeit werden drei Maßnahmen für die Mittelschulen Bayerns verkündet, die die Qualität der Schulform weiter verschlechtern und die Schulen einmal mehr im Regen stehen lassen. So werden dringend benötigte Lehrer*innenstunden für die Ganztagsklassen deutlich gekürzt.

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Weiterhin kommt es zu Änderungen bei der Personalgewinnung: Demnach können nun alle, die egal welchen Bachelorabschluss vorlegen, unmittelbar in den Vorbereitungsdienst für Mittelschulen eintreten. Und schlussendlich wurde ein wichtiges Förderprogramm der Berufseinstiegsbegleitung für den Übergang Schule/Beruf gestrichen – und das, obwohl die Berufsorientierung ein Kernelement der Mittelschule darstellt.

Dazu Ruth Brenner, für die GEW im Hauptpersonalrat und Lehrerin an einer Grund- und Mittelschule: „Es ist besorgniserregend was gerade an den Mittelschulen passiert. Wir haben große Angst, dass die Schulform an die Wand gefahren wird und die Schülerinnen und Schüler einmal mehr das Nachsehen haben. Es muss sich dringend etwas ändern und diese Maßnahmen müssen zurückgenommen werden. Hierzu haben wir auch konkrete Vorschläge.“



Die Bildungsgewerkschaft fordert Konzepte für Fördermaßnahmen, passgenaue Lehrpläne, die auf die aktuelle Corona-Situation eingehen und endlich ein Umdenken, wie Schule neugestaltet werden kann. Das betrifft auch eine qualitativ hochwertige Personalgewinnung und die Fortführung notwendiger Förderprogramme.

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Die Landesvorsitzende der GEW, Martina Borgendale, sorgt sich um die Qualitätssicherung bei der Lehramtsausbildung: „Ein Eintritt in den Vorbereitungsdienst ohne ein vorangehendes Lehramtsstudium entwertet den Beruf der Mittelschullehrkräfte völlig. Gerade bei den Lehrer*innen an den Mittelschulen liegt ein größerer Schwerpunkt auf dem Studium der Pädagogik und Didaktik und nicht nur auf den Fachwissenschaften. Die für den Beruf essenzielle pädagogische Qualifikation fehlt den Quereinsteiger*innen dann völlig.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung




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