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RKI meldet 64510 Corona-Neuinfektionen - Dehoga: 2G-Regeln für Hotels und Gaststätten seien wie harter Lockdown

Bildbeschreibung: Symbolbild Corona-News Schrift mit grafischen Coronaviren im Hintergrund
Foto: kk/Gerd Altmann | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Corona-News-Ticker +++RKI meldet 64510 Corona-Neuinfektionen - Dehoga: 2G-Regeln für Hotels und Gaststätten seien wie harter Lockdown. +++

++04.12.2021++09:02+

RKI meldet 64510 Corona-Neuinfektionen - Dehoga: 2G-Regeln für Hotels und Gaststätten seien wie harter Lockdown

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 64510 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 378. Letzten Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 67125 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 303. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 442,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 442,1. Der Deutsche Hotel und Gaststättenverband rechnet mit negativen Folgen für viele Betriebe durch die neuen Corona-Maßnahmen mit Zutrittsverboten für Ungeimpfte, dass dieses ähnliche Folgen für viele Betriebe hätte wie bei einem harten Lockdown. "Es gibt eine Stornierungswelle und Umsatzverluste ohnegleichen", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht zufolge. "Die Verlängerung und Verbesserung der Corona-Hilfen sind geboten."

++03.12.2021++19:27+

Biontech-Chef halte bei Omikron-Variante neuen Impfstoff nötig

Aufgrund der stark mutierenden Omikron-Variante geht der Biontech-Chef Ugur Sahin von der Notwendigkeit eines neuen Covid-19-Impfstoffs aus. "Ich glaube grundsätzlich, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante benötigen werden", sagte Sahin auf der Konferenz "Reuters Next". Auch sei die Frage wie dringend dieser benötigt werde. Zudem erwarte Sahin, dass sich Omikron als Antikörper-Escape-Variante entwickeln wird. "Das bedeutet, dass diese Variante möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren." So gelte dieses auch für Genesene. Der ursprüngliche Virus habe sich bei der Escape-Mutationen so verändert, dass es er teilweise der Immunantwort Genesener oder Geimpfter entgehen kann. Jedoch bestehe nach der Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher keine Hinweise auf eine nötige Anpassung der Corona-Impfstoffe auf die Omikron-Variante. Jedoch sei bereits die Arbeit im Gange, falls es für die Omikron-Variante spezifischen Impfstoffe benötige, sagte sagt WHO-Notfalldirektor Mike Ryan. "Im Moment haben wir hochwirksame Impfstoffe, die funktionieren. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass sie gerechter verteilt werden. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die am stärksten gefährdeten Menschen impfen zu lassen", sagt Ryan. So habe die WHO bereits erklärt, dass sie noch untersuche die Übertragbarkeit und Schwere der neuen Variante.

++03.12.2021++10:03+

RKI meldet 74352 Corona-Neuinfektionen - Ab Mitte März soll die Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen und Kliniken gelten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 74352 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 390. Letzten Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 76414 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 357. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 442,1 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 439,2. In Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei ambulanten Pflegediensten soll die Impflicht für das Personal laut einem Bericht des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) ab Mitte März gelten. Danach sollen alle Beschäftigten und die jenigen die ab 1. Januar 2022 neu beginnen, spätestens bis zum 15. März einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen. Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte im ZDF-"Morgenmagazin", der Zeitpunkt Mitte März sei "sinnvoll", weil sich alle Pflegekräfte bis dahin doppelt impfen lassen könnten.

+++02.12.2021++08:13+

RKI meldet 73209 Corona-Neuinfektionen - Wüst: Keine halben Sachen bei MPK machen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 79209 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 381. Letzten Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 75961 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 351. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 439,2 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 442,9. Der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte am Vormittag vor der Bund-Länder-Runde konsequente Entscheidungen im Kampf gegen die dramatisch hohen Zahlen verlangt. "Wir dürfen heute in der Ministerpräsidentenkonferenz keine halben Sachen machen, sondern müssen die vierte Welle entschlossen brechen", sagt der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). "Die Länder brauchen dazu den bewährten Instrumentenkasten der Pandemiebekämpfung." So seien gerade Hotspots wie Sachsen und Bayern dringend darauf angewiesen. "Ein ausgedünnter Instrumentenkasten ist zu wenig", betonte Wüst. Es sei ist richtig, "dass die Politik erkannte Fehler auch korrigiert - gerade, wenn es um unsere Gesundheit, um Leib und Leben geht", sagt der CDU-Politiker dabei mit Hinblick auf den voraussichtlichen Nachfolger von Angela Merkel, den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz. Er sei "dankbar, dass er zugesagt hat, dass er das Infektionsschutzgesetz erneut spürbar nachbessern möchte. Das muss jetzt aber auch konsequent geschehen."

+++01.12.2021++23:02+

Ab März stellt Moderna Omikron-Booster in Aussicht

Nach Angaben des US-Pharmakonzern Moderna könnte eine gezielte Auffrischungsimpfung für Omikron ab März entwickelt und dann in den USA für einen Zulassungsantrag bereit haben. Dabei sagte der Moderna-Präsident Stephen Hoge, das der ganze Vorgang drei bis vier Monate dauern. könne "Die Omikron-spezifischen Booster kommen realistischerweise nicht vor März und vielleicht eher im zweiten Quartal."

+++01.12.2021++20:55+

Erster bestätigter Fall der Omikron-Variante in den USA

Laut dem Sender CNN hat die US-Seuchenbehörde CDC den ersten Fall von Omikron in den USA. In Kalifornien sei dieser aufgetreten, heißt es. So sagte nachdem Bericht der US-Immunologe Anthony Fauci auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, dass am 22. November die infizierte Person aus Südafrika eingereist sei und eine Woche später positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Zurzeit befinde sie sich in einer Quarantäne, bislang wurden nahestehende Personen negativ auf Corona getestet.

+++01.12.2021++10:24+

RKI meldet 67186 Corona-Neuinfektionen - Spahn: Kinder-Impfstoff soll eine Woche früher kommen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 67186 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 446. Letzten Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen bei 45326 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 335. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 442,9 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 452,2. An die EU soll der Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Woche früher als ursprünglich geplant ausgeliefert werden. Dieses hat der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitgeteilt. "Das hat uns der Hersteller zugesichert", twitterte Spahn. Der Ursprünglicher Termin der Lieferung war der 20. Dezember. "Angesichts der aktuellen Pandemielage ist das wichtig für Eltern und Kinder, die sich schützen wollen." Es sind für Deutschland 2,4 Millionen Impfstoffdosen des schwächer dosierten Impfstoffs von BioNTech vorgesehen.

+++30.11.2021++16:38+

Bund-Länder-Runde doch keine Beschlüsse

Der Sächsische Ministerpräsidenten Michael Kretschmer hat bei der Welt im TV gesagt, dass es keine Corona-Beschlüsse gibt, diese sollen dann am kommenden Donnerstag ab 11 Uhr in einem Bund-Länder treffen beschlossen werden. Bei dieser sollen dann die heutigen diskutierten Beschlüsse gefasst werden, laut Bericht der "Bild". Söder hat über das Treffen gesagt: "Es war ein gutes Gespräch heute."

+++30.11.2021++16:03+

Bund-Länder-Runde will doch Beschlüsse fassen

Laut NTV wollen Bund und Länder nun doch Beschlüsse zu Papier bringen. So heißt es aus Teilnehmerkreisen, das mehrere Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dieses gefordert haben. Es war vor Beginn des Treffens noch unklar, ob es Beschlüsse geben wird.

+++30.11.2021++15:03+

Mehrheit für Lockdown und Impfpflicht

Die Mehrheit der Deutschen hält angesichts der aktuellen Corona-Lage einen Lockdown sowie eine Impfpflicht für richtig. Dieses geht aus einer Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag von RTL und n-tv hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer heißt es dazu:

65 Prozent für generellen Lockdown

65 Prozent der Bundesbürger - und damit etwas mehr als noch in der Vorwoche (61%) - halten bei weiter steigenden Infektionszahlen auch einen "Lockdown" einschließlich Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und eines Verbots größerer Veranstaltungen für richtig. 31 Prozent sind gegen einen generellen "Lockdown" auch im Falle weiter steigender Infektionszahlen.

Die Anhänger von SPD (68%), Grünen (79%), Union (76%) und Linke (71%) sprechen sich jeweils mit großer Mehrheit für einen neuerlichen "Lockdown" aus, falls die Infektionszahlen weiter steigen. Unter den Anhängern der FDP ist eine knappe (53%), unter den AfD-Anhängern eine deutliche Mehrheit (83%) gegen einen erneuten "Lockdown".

71 Prozent für Corona-Impfpflicht

Auch die Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht steigt weiter an: 71 Prozent der Bundesbürger sprechen sich mittlerweile dafür, nur noch 26 Prozent dagegen aus. Mehrheitlich gegen eine allgemeine Impfpflicht sind nur die AfD-Anhänger (77%).

+++30.11.2021++14:28+

Scholz will allgemeine Impfpflicht

Der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich heute in der Bund-Länder-Runde für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. So sei auch die Mehrheit der Ministerpräsidenten dafür, berichtet die „Bild“. Jedoch sei noch eine Abstimmung im Bundestag demnach nötig. Außerdem soll Scholz sich laut Medienberichten für 2G im Handel ausgesprochen haben. Seit 13 Uhr berät Scholz zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten über weitere mögliche Corona-Maßnahmen.

+++30.11.2021++13:51+

Unions-Länder für konkrete Corona-Beschlüsse

Für konkrete Mindestbeschlüsse bei der heutigen Beratung von Bund und Ländern haben sich die unionsgeführten Länder sowie Baden-Württemberg ausgesprochen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben sie sich die sogenannten B-Länder vor den Beratungen an diesem Dienstag auf einen fünf Punkte umfassenden Forderungskatalog mit Schutzmaßnahmen geeinigt.

Laut der dpa vorliegenden Beschlussentwurf mit Stand 30. November sollen ungeimpfte Menschen sich zukünftig nur mit maximal fünf Personen aus maximal zwei Hausständen treffen dürfen. Hierbei wurden Geimpfte, Genesene sowie Kinder unter zwölf Jahren nicht mitgezählt. Demnach gelten Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft als ein Hausstand, auch dann, wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz hätten.

Zudem sollen Clubs und Diskotheken nach den Vorstellungen der B-Länder geschlossen werden. So handele es sich um Bereiche, die mit einem besonders hohen Risiko für Mehrfachansteckungen verbunden seien. Dieses Regeln wie Schleswig-Holstein abhängig von Inzidenzen gestalten. So war unklar ob es vor den Beratungen, überhaupt Beschlüsse geben wird.

+++30.11.2021++11:23++

RKI meldet 45753 Corona-Neuinfektionen - Verdacht auf Omikron in Sachsen bestätigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 45753 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 388. Letzten Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 45326 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 309. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 452,2 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 452,4. In Sachsen wurde ein erster Fall der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen, sagte die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regina Krause-Döring. So sei ein Leipziger betroffen, der nicht im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand, so Krause-Döring weiter.

+++29.11.2021++19:11++

Wohlfahrtsverbände bitten um Hilfe durch die Bundeswehr bei Testungen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände hat in einer heutigen Pressekonferenz mitgeteilt, "dass sie mit einem Brief an das BMVg und an das Kanzleramt um Hilfe durch die Bundeswehr bei Testungen in Pflegeheimen gebeten" haben, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Ob die Kapazitäten der Bundeswehr unter den gegebenen Bedingungen ausreichen, bei Testungen in den Pflegeheimen zu helfen, diese Einzelfrage konnte von der Bundesregierung nicht beantwortet werden.

+++29.11.2021++18:10++

​Länder wollen Impfen lassen in Apotheken und Zahnarztpraxen

Um die Corona-Impfungen in Deutschland zu beschleunigen sollen aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder in Zukunft auch Apotheken und Zahnärzte mit einbezogen werden. So sei der Bund gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu zu schaffen, sagte der Vorsitzende der Ressortchefs, Klaus Holetschek aus Bayern, in München nach einer Schaltkonferenz. Dabei verwiese er auf bestehende Regelungen, nach denen Apotheken etwa in regionalen Modellprojekten bereits Grippeimpfungen verabreichen können. So werden bis zum Jahresende mehr als 20 Millionen Booster-Impfungen länger zurückliegender Impfungen angestrebt. Jedoch machte Holetschek mit Blick auf Apotheken und Zahnärzte deutlich, eine Regelungen lasse sich nicht von heute auf morgen umsetzen. So bleiben auch für die Zukunft Auffrischimpfungen aber wichtig. Zudem haben bereits die Apotheken Unterstützung angeboten.

+++29.11.2021++17:52++

Erster Verdachtsfall der Omikron-Variante in Niedersachsen

Nach einem Aufenthalt in Südafrika besteht bei einer männlichen Person aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass sie mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert sein könnte. Derzeit befindet sich die Person in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt (NLGA) werden im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob es sich in diesem Fall um die neuartige Variante des Virus handelt.

Nach einem Aufenthalt in Südafrika in der vergangenen Woche traten bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein vor Ort durchgeführter Antigenschnelltest als auch ein am Landesgesundheitsamt analysierter PCR-Test haben eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Ob es sich dabei um die Omikron-Variante handelt, ermittelt das Landesgesundheitsamt nun mithilfe des Sequenzierverfahrens, das eine genaue Bestimmung der Virus-DNA ermöglicht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden im Laufe der Woche vorliegen. Im Falle der Bestätigung des Verdachts wird das Ergebnis an das Robert-Koch-Institut (RKI) übersandt, das mit den Daten eine deutschlandweite Surveillance der zirkulierenden Virenstämme durchführt.

Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt dazu: „Die Omikron-Variante ist höchstwahrscheinlich auch in Niedersachsen angekommen. Zunächst einmal wünsche ich dem Betroffenen von Herzen eine schnelle Genesung und bin sehr froh, dass es sich derzeit um einen vergleichsweise leichten Krankheitsverlauf handelt. Das Auftreten dieser neuen Variante beunruhigt uns, gerade weil wir aus heutiger Sicht noch nicht genug über sie wissen. Es ist deshalb wichtig, dass wir mit auftretenden Verdachtsfällen sehr umsichtig und gewissenhaft umgehen. Angesichts der Tatsache, dass Omikron noch ansteckender sein könnte als die Delta-Variante ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Impflücke so schnell wie möglich schließen und die Auffrischungsimpfungen weiter vorantreiben. Die deutlich gestiegenen Impfzahlen der vergangenen Tage und Wochen zeigen, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind und wir diesen jetzt konsequent weitergehen müssen.“

Dr. Fabian Feil, Präsident des NLGA, erklärt zu dem Verdachtsfall: „Seit der Rückkehr aus Südafrika hatte die Person nur Kontakt im häuslichen Umfeld. Alle im Haushalt wohnenden Personen befinden sich derzeit in Isolation, weshalb weitere Infektionen durch Kontakt mit dem Verdachtsfall extrem unwahrscheinlich sind. Der Fall zeigt, dass der öffentliche Gesundheitsdienst in Niedersachsen sehr gut aufgestellt und sensibilisiert ist, um auch in unvorhergesehenen Situationen handlungsschnell und proaktiv zu agieren.“ Südafrika wurde am vergangenen Freitag neben sieben weiteren afrikanischen Ländern durch das RKI als Virusvariantengebiet eingestuft, wodurch bundesweit verschärfte Einreiseregeln gelten.

Auf lange Sicht werde es laut Dr. Feil allerdings praktisch unmöglich sein, den Eintrag einer ansteckenderen Virusvariante zu verhindern: „Bereits bei der Alpha- und Delta-Variante wurde deutlich, dass sich ansteckendere Varianten des Virus auch über Ländergrenzen hinweg durchsetzen. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, dass die Omikron-Linie mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 deutlich infektiöser ist als die Delta-Variante, wird sie sich auch bei uns in den nächsten Monaten durchsetzen. Es gilt daher umso mehr: Es kommt auf jede und jeden an, sich impfen zu lassen, die AHA+L-Regeln zu beachten und die Kontakte zu reduzieren, um die Pandemie zu bewältigen.“

+++29.11.2021++10:18++

RKI meldet 29364 Corona-Neuinfektionen - WHO stuft das Risiko durch Omikron-Variante als "sehr hoch"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 29364 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 73. Letzten Montag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 30643 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 62. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 452,4 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 446,7. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von der neuen Coronavirus-Variante Omikron ein weltweit insgesamt "sehr hohes" Risiko aus. So sei die Wahrscheinlichkeit einer globalen Ausbreitung groß, warnt die WHO in einem Schreiben an ihre 194 Mitgliedstaaten. Mit steigenden Covid-19-Fallzahlen sei zu rechnen. Ernsthafte folgen drohten in einigen Gebieten. So dürfte es auch bei geimpften Personen Infektionen und Covid-19-Erkrankungen geben, "wenn auch in einem kleinen und vorhersehbaren Verhältnis". Dabei rief die WHO dazu auf, das Impftempo zu beschleunigen bei Hoch-Risiko-Gruppen und sicherzustellen, dass Pläne zur Eindämmung in Kraft seien, um wesentliche Teile des Gesundheitssystems aufrecht zu halten. Weiter teilte die WHO mit: "Omikron hat eine beispiellose Anzahl von Spike-Mutationen, von denen einige wegen ihrer potenziellen Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie besorgniserregend sind."

+++28.11.2021++18:47++

Corona-Impfstoff wird an manchen Orten knapp

In Deutschland ist Nachfrage nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestiegen, jedoch wird in mehreren Orten Deutschlands die Corona-Impfstoffe zu Mangelware. Aus diesem Grunde konnten jüngst nicht alle Impfstellen die Impfwilligen versorgen. „Für uns als ‚Impfende‘ ist es absolut unbefriedigend, wenn Menschen am Impfzentrum abgewiesen werden müssen, weil wir schon wieder eine Knappheit haben“, sagte ein Sprecher des Bayerischen Rotes Kreuzes, das einige Impfstellen in Bayern betreibt, gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

+++28.11.2021++15:03++

Omikron-Variante in Dänemark bestätigt

In Dänemark sind nun auch Infektionen mit der Omikron-Variante bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI hat zwei Fälle bestätigt, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Aus Südafrika seien die beiden Infizierten dem Flugzeug eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Zudem sollten sich auch deren enge Kontakte in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, dass man die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen wolle, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

+++28.11.2021++10:24++

RKI meldet 44401 Corona-Neuinfektionen - Lockdown verhindern: Bundespräsident ruft zu Kontaktbeschränkunken auf

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 44401 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 104. Letzten Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 42727 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 75. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 446,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 444,3. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert an die die Bürger, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. "Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln", schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen." Zudem hatte er aufgerufen sich impfen zu lassen: "Das Mittel, sich vor einem schweren, gar tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen, haben wir in der Hand. Aber immer noch haben es bisher zu wenige in Anspruch genommen."

+++27.11.2021++21:45++

Gesundheitssenatorin Kalayci fordert im Kampf gegen Corona eine Bundesnotbremse

Angesichts anhaltend steigender Infektionszahlen und dem Ausbruch einer neuen, offenbar noch aggressiveren Virus-Variante fordert Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) von der Bundesregierung ein schnelles Eingreifen. "Ich fordere den Bund auf, eine Bundesnotbremse einzusetzen", sagte Kalayci am Sonnabend der "Berliner Morgenpost". Damit sollen Maßnahmen wie zum Beispiel das Verbot von Großveranstaltungen bundesweit durchgesetzt werden. Gleichzeitig appellierte sie an die Berlinerinnen und Berliner, Großveranstaltungen vor allem in Innenräumen zu meiden, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

In Berlin ist nach Kalaycis Angaben bislang kein Fall der neuen gefährlichen Virus-Variante Omikron aufgetreten, die Labore sind nach Angaben der Gesundheitssenatorin darauf vorbereitet und können das mutierte Virus sequenzieren und erkennen.

+++27.11.2021++19:25++

Erste Fälle mit neuer Corona-Variante in Deutschland bestätigt

In Bayern wurden zwei Verdachtsfälle der neuen Corona-Virusvariante Omicron bestätigt. So handele es sich dabei um zwei Personen, die noch vor der Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet eingereist waren über den Flughafen München am 24. November, teilte das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit.

+++27.11.2021++18:26++

Spahn: 2G-Regeln sollten noch lange beibehalten werden

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat empfohlen die 2G-Regeln noch lange beizubehalten. "Ich finde es wichtig, wenn es noch viele Monate nach der Welle bei 2G bliebe", sagte er dabei mit Blick auf Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene. Dieses sollte möglichst europaweit gelten für den Fall, dass die Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate in Zukunft in der EU von einem Jahr auf neun Monate verkürzt werde. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen lasse die Impfschutz Wirkung nach, nun stehe eine Entscheidung darüber an, „dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung", so Spahn.

+++27.11.2021++10:26+++

RKI meldet 67125 Corona-Neuinfektionen - Omikron-Infizierte weisen eine ungewöhnlich starke Viruslast auf

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 67125 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 303. Letzten Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 63924 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 248. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 444,3 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 438,2. In Honkong die zwei bestätigten Omikron-Infizierten weisen scheinbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der beiden Männer, die zuvor noch vor ein paar Tagen negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. "Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren", schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding. Es sehe offenbar so aus, als ob die Omikron-Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

+++26.11.2021++23:17+++

EU-Gesundheitsbehörde in Sorge um Impfstoff-Wirkung

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat sorgen um mögliche Auswirkungen der im südlichen Afrika aufgetretenen Variante Omikron auf den Impfschutz. So sei B.1.1.529 die am stärksten abweichende Variante, die bislang während der Corona-Pandemie in umfassenden Zahlen entdeckt worden sei, teilte die Behörde am späten Abend zur Einschätzung der Bedrohungslage durch die neue Variante mit. Diese wecke ernsthafte Sorgen, dass die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erhebliche verringere und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

+++26.11.2021++21:37+++

WHO stuft B.1.1.529 Variante als besorgniserregend ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Variante des Coronavirus B.1.1.529 als "besorgniserregend" eingestuft. Dieses teilte die UN-Behörde nach Beratungen mit Experten mit. Außerdem erklärte sie, der neuen Variante B.1.1.529 sei der griechische Buchstabe Omikron zugewiesen worden.

+++25.11.2021++10:01+++

RKI meldet 76414 Corona-Neuinfektionen - Bundesregierung schränkt aus Südafrika den Flugverkehr wegen neuer Corona-Variante ein

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 76414 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 357. Letzten Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 52970 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 201. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 438,2 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 419,7. Aufgrund einer neuen Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung den Flugverkehr mit Südafrika ein. So gelte das Land ab der Nacht zum Samstag als Virusvariantengebiet, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. "In der Folge dürfen Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern." Allen Eingereisten müssten zudem für 14 Tage in Quarantäne - auch vollständig geimpfte.

+++25.11.2021++10:12+++

RKI meldet 75961 Corona-Neuinfektionen - Göring-Eckardt zu Impfpflicht: "Ich schrecke davor nicht zurück"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 75961 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 351. Letzten Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 65173 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 264. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 419,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 404,5. Die Grünen Co-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hatte erneut für eine Impfpflicht sich ausgesprochen. Diese helfe zwar nicht jetzt. "Aber sie hilft uns später", sagt sie in der ARD. Ein harter Eingriff sei eine Impfpflicht. "Ich schrecke davor nicht zurück." Die 2G- und 3G-Regeln seien was Im Moment gegen die Pandemiewelle helfe. Diese zeige sich etwa daran, dass die Schlangen an den Impfmöglichkeiten extrem lang seien.

+++24.11.2021++09:50+++

RKI meldet 66884 Corona-Neuinfektionen - Göring-Eckardt: Eine Allgemeine Impfpflicht würde keinen Impfzwang bedeuten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 66884 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 335. Letzten Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen bei 52826 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 294. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 404,5 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 399,8. Die Grünen-Co-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat der Idee einer allgemeinen Impfpflicht Sympathie zu gesprochen. "Das ist ein Vorschlag nicht für jetzt sofort", sagt sie im Deutschlandfunk. Es gehe zunächst um eine Impfpflicht etwa in Pflegeeinrichtungen zum Schutz "besonders empfindlicher Gruppen". Dabei ergänzte sie, dass eine Impfpflicht keinen Impfzwang bedeute, der von der Polizei mit Gewalt durchgesetzt werde. "Das sind zwei verschiedene Dinge." Ein höhere Eingriff als die Impfpflicht seien ständige Teil-Lockdowns und Kontaktbeschränkungen.

+++23.11.2021++10:47+++

RKI meldet 45326 Corona-Neuinfektionen - Spahn für flächendeckende 2G-plus-Regel

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 45326 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 309. Letzten Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 32048 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 265. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 399,8 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 386,5. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für Einschränkungen auch für Geimpfte ausgesprochen. So habe er schon vor drei Wochen für das sogenannte 2G-plus-Modell geworben, sagt Spahn in der ARD. "Das ist auch eine Einschränkung für Geimpfte und Genesene, weil sie sich zusätzlich testen lassen müssen, um etwa zu einer Veranstaltung zu gehen, sich zu treffen." 2G plus sollte viel flächendeckender, viel früher zum Einsatz kommen, betonte der Minister. Dabei sagte Spahn mit Blick auf die Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht, dieses würde die aktuelle Welle nicht brechen und sei zudem kaum durchsetzbar.

+++22.11.2021++09:44+++

RKI meldet 30643 Corona-Neuinfektionen - Bayerns Gesundheitsminister für allgemeine Impfpflicht

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 30643 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 62. Letzten Montag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 23607 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 43. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 386,5 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 372,7. Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen kann sich der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek eine allgemeine Impfpflicht vorstellen. "Ich war immer eigentlich ein Gegner einer Impfpflicht", sagt er gegenüber dem Deutschlandfunk. "Ich glaube aber inzwischen, (...), dass wir relativ schnell über dieses Thema sprechen müssen." So werde eine Impfpflicht nicht heute und morgen helfen, aber sie sei der Weg aus der Pandemie. "Ich persönlich bin inzwischen als Ultima Ratio tatsächlich für diese allgemeine Impfpflicht." In Berlin müsse darüber schnell gesprochen werden - es brauche eine bundeseinheitliche Lösung. In der letzten Woche hatte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

+++21.11.2021++10:32+++

RKI meldet 42727 Corona-Neuinfektionen - BioNTech-Chef so lange hält der Impfschutz

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 63924 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 75. Letzten Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 33498 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 55. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 372,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 362,2. Der Biontech-Chef Ugur Sahin hält seinen Impfstoff trotz der Impfdurchbrüche für sehr wirksam. So nehme der Impfstoff erst "ab dem vierten Monat" ab, sagte Sahin der "Bild am Sonntag". Der Schutz sei noch bis zum neunten Monat vor einer schweren Erkrankung sehr hoch. Der Biontech-Chef empfiehlt einen Booster zu Auffrischung, dieser schütze "sehr gut vor Erkrankung, er hilft aber auch, weitere Ansteckungsketten zu unterbrechen." So rechne er in Zukunft mit jährlichen Auffrischungsimpfungen, ähnlich wie bei Influenza.

+++20.11.2021++09:50+++

RKI meldet 63924 Corona-Neuinfektionen - Maas: "Generelle Impfpflicht wird's nicht geben"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 63924 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 248. Letzten Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 45081 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 228. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 362,2 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 340,7. Eine generelle Corona-Impfpflicht wie Österreich angekündigt hat lehnen Politiker aus den Reihen der Ampel-Koalitionen in Deutschland ab. "Die wird's nicht geben", sagte der geschäftsführende Außenminister Heiko Maas gegenüber dem TV-Sender Bild Live. "Weil wir es nicht für notwendig halten, weil wir es auch aus verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten für schwierig halten." So werde es eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen geben, "und das halte ich auch für richtig". Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus sagte der "Bild": "Die allgemeine Impfpflicht als Drohkulisse in den Raum zu stellen, hilft niemandem." Die Länder mit dramatischen Corona-Zahlen "sollten sich darauf konzentrieren, wie vereinbart die Impfangebote auszuweiten und die neuen Corona-Maßnahmen umzusetzen". Hingegen hatte sich der Bayerische Ministerpräsident, CSU-Chef Markus Söder, am Freitag für eine generelle Impfpflicht ausgesprochen. "Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden", sagte er.

+++19.11.2021++11:05+++

RKI meldet 52970 Corona-Neuinfektionen - Spahn: "Wir sind in einer nationalen Notlage"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 52970 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 201. Letzten Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 48640 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 191. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 340,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 336,9. Aussicht des Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist die Corona-Lage ernster als vorige Woche. "Die Dynamik ist ungebrochen", sagte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister bei einer Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler. "Es ist zehn nach Zwölf." "Wir sind in einer nationalen Notlage, die auch eine gemeinsame Kraftanstrengung braucht", sagte Spahn weiter und hatte dabei verwiesen auf die Lage in den Krankenhäusern.

+++18.11.2021++12:11+++

STIKO spricht sich für Drittimpfung für alle ab 18 aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich für Corona-Auffrischimpfungen für alle Menschen ab 18 Jahren ausgesprochen. Dieses teilte das Gremium am Donnerstag in Berlin mit, wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtete. Es sei ein entsprechender Beschlussentwurf zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, deshalb seien Änderungen noch möglich. Es handele sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung.

+++18.11.2021++09:05+++

RKI meldet 65173 Corona-Neuinfektionen - Göring-Eckardt halte Kontaktbeschränkungen für alle für "durchaus möglich"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 65173 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 264. Letzten Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 50196 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 235. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 336,9 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 319,5. Die Fraktionschefin der Grünen Katrin Göring-Eckardt im Deutschen Bundestag, hat sich trotz eines neuen Höchststands bei den täglichen Neuinfektionen gegen pauschale Ausgangssperren ausgesprochen. "Ich finde, dass wir pauschale Ausgangssperren nicht machen sollten", sagte die Grünen-Politikerin in der Sendung "Frühstart" von ntv. Dabei äußerte sie eine andere Haltung beim Thema der Kontaktbeschränkungen: "Dass es sein kann, dass man Kontaktbeschränkungen für alle braucht, weil die Situation so angespannt ist, das kann durchaus möglich sein." So solle es auch nach Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite "selbstverständlich" möglich sein, Kontaktbeschränkungen zu verhängen.

+++17.11.2021++10:18+++

RKI meldet 52826 Corona-Neuinfektionen - Einzelhandel gegen eine 2G-Pflicht - "Maske reicht"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 52826 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 294. Letzten Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen bei 39676 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 236. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 319,5 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 312,4. Der Einzelhandel gewarnt vor einer 2-Regelung für Geschäfte vor der neuen Beratungen von Bund und Ländern. Für den Fall einer Einführung einer 2G-Pflicht in den Läden drohe ein massiver Umsatzausfall, sagtd der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, beim Handelskongress Deutschland in Berlin. Es reiche die Maskenpflicht aus, um die Kunden vor einer Ansteckung zu schützen.

+++16.11.2021++14:28+++

RKI meldet 32048 Corona-Neuinfektionen - Grünen-Gesundheitspolitiker fordert eine Million Auffrischungsimpfungen pro Tag

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 32048 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 265. Letzten Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 21832 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 169. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 312,4 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 303,0. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen setzt sich ein für schnellere Auffrischungsimpfungen: So sollte statt nach den bisher empfohlenen sechs Monaten sie bereits vier Monate nach der Grundimmunisierung verabreicht werden, sagt Dahmen gegenüber der Online-Ausgabe des Berliner "Tagesspiegels". Das Ziel müsse sein, eine Million Impfungen am Tag zu erreichen. Nicht sinnvoll sei es und kontraproduktiv, wenn Bürger an staatlichen Impfzentren abgewiesen würden, weil die sechs Monate noch nicht ganz erreicht sind. Laut Angaben unterstützt Dahmen zufolge damit die Forderung von Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger, so dürfe es im Kampf gegen Impfdurchbrüche und viele Neuinfektionen auch unter Geimpften jetzt kein striktes Festhalten mehr an der Sechs-Monats-Frist geben. Dahmen sagte hierzu: "Es braucht jetzt Politpragmatismus."

+++15.11.2021++16:30+++

Ampel-Parteien noch uneinig bei Impfpflicht in bestimmten Berufen

Die Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP haben sich bisher noch nicht auf eine Impfpflicht in bestimmten Berufen geeinigt. Am Montagnachmittag hatte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt korrigiert, dass man sich bereits darauf geeinigt habe, dieses Vorhaben in einem neuen Gesetzgebungsverfahren anzugehen. "Über eine Impfpflicht in besonderen Einrichtungen wird die Ampel erst noch in einem eigenen Verfahren, unabhängig vom Infektionsschutzgesetz, beraten", sagte eine Sprecherin der Fraktion. Zuvor hatte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt gesagt: "Wir werden eine Impfpflicht brauchen für Einrichtungen, bei Pflegeheimen, bei Kindertagesstätten et cetera. Wir werden das auf den Weg bringen". Dabei hatte sie auf Nachfrage bestätigt, dass die Mitglieder der angestrebten Ampel-Koalition sich in dieser Frage einig seien. Jedoch sei dieses nach späteren Angaben der Grünen-Fraktion aber nicht der Fall.

+++15.11.2021++13:50+++

Ampel-Parteien einig über Impfpflicht in einigen Berufen

Die Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP sind sich nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt einig über die Einführung einer Impfpflicht in bestimmten Bereichen. "Wir werden eine Impfpflicht brauchen für Einrichtungen, bei Pflegeheimen, bei Kindertagesstätten et cetera. Wir werden das auf den Weg bringen", sagte Göring-Eckardt.

+++15.11.2021++10:20+++

RKI meldet 23607 Corona-Neuinfektionen - Ampel-Parteien planen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 23607 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 43. Letzten Montag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 15513 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 33. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 303,0 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 289,0. Die Ampel-Parteien haben sich nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, verständigt auf verschärfte Corona-Maßnahmen. "Wir sehen die Zahlen aktuell mit großer Sorge", sagt Wiese am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". So sollen zu Maßnahmen zählen: 3G am Arbeitsplatz, eine Homeoffice-Pflicht, eine mögliche Einführung von Kontaktbeschränkungen gerade auch für Ungeimpfte, 3G im Fernverkehr und ÖPNV sowie eine Länderöffnungsklausel, "damit die Länder, gerade auch Bayern und Sachsen, die ein erhebliches Infektionsgeschehen haben, auch weitere Maßnahmen mit Zustimmung des dortigen Landtags auf den Weg bringen können". Wiese fügte hinzu: "Das sind erhebliche Einschränkungen für Ungeimpfte, die wir auch für richtig halten." Weiter sagte er: "Das ist faktisch ein Lockdown für Ungeimpfte, der hier auf den Weg gebracht wird."

+++14.11.2021++09:55+++

RKI meldet 33498 Corona-Neuinfektionen - Patientenschützer: "Der Corona-Herbst zeigt das organisatorische und politische Chaos"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 33498 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 55. Letzten Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 23543 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 37. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 289,0 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 277,4. Die Patientenschützer verlangen schnelle parteiübergreifende Maßnahmen gegen die sich zuspitzende Corona-Lage. "Jetzt ist staatspolitische Verantwortung über die Parteigrenzen nötiger denn je", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Warteschlangen vor den Impfstellen. Betagte Menschen ohne Boosterimpfangebote. Streit im Bundestag über die künftige Gesetzgebung. Der Corona-Herbst zeigt das organisatorische und politische Chaos", ergänzte er. So werde jede Verzögerung bei den anstehenden Maßnahmen Leiden und Sterben vergrößern.

+++13.11.2021++10:31+++

RKI meldet 45081 Corona-Neuinfektionen - WHO warnte vor zu zögerlichen Verschärfungen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 48640 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 228. Letzten Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 34002 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 142. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 277,4 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 263,7. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte Länder mit stark steigenden Corona-Infektionszahlen davor, zu spät mit strikteren Schutzmaßnahmen einzugreifen. "Je früher Maßnahmen umgesetzt werden, desto weniger müssen wahrscheinlich verhängt werden", sagte die WHO-Covid-19-Spezialistin Maria van Kerkhove in Genf. Dabei erinnerte sie daran, dass die zurzeit zirkulierende Delta-Variante des Virus deutlich ansteckender sei als frühere Varianten. So seien einige Länder in einer sehr schwierigen Lage und müssten jetzt - zumindest vorübergehend - sehr strikte Maßnahmen verhängen, um zu die die Infektionszahlen, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan.

+++12.11.2021++10:14+++

RKI meldet 48640 Corona-Neuinfektionen - Bayern hat mehr Neuinfektionen als Indien und China zusammen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 48640 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 191. Letzten Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 37120 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 154. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 263,7 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 249,1. In mehreren Bundesländern steigen die Fallzahlen stark an. In Sachsen ist die Inzidenz mit 569,0, auf dem Weg der 600er-Marke, Bayern verzeichnet mit 13.191 neuen Ansteckungen deutlich mehr Neuinfektionen pro Tag als Indien und China zusammen. Zudem zeigt sich auch in Nordrhein-Westfalen mit 5865 neuen Fällen eine dramatische Entwicklung.

+++11.11.2021++20:30+++

Bayern: Feststellung des Katastrophenfall wichtiger Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Bayerns Gesundheitsministerium sieht in der am 10. November erfolgten Feststellung des Katastrophenfalls durch die Staatsregierung und das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Eine Ministeriumssprecherin erläuterte am Donnerstag in München:

Der Katastrophenfall tritt am heutigen 11. November 2021 in Kraft. Hintergrund sind die stark ansteigenden Infektionszahlen. Das Corona-Infektionsgeschehen entwickelt sich in Bayern derzeit sehr dynamisch. Die 7-Tage-Inzidenz erreicht täglich neue Höchststände. Gleichzeitig steigt auch die Belegung von Krankenhausbetten, insbesondere von Intensivbetten, mit COVID-19-Patienten weiter an. In vielen Krankenhäusern sind bereits jetzt keine oder nur noch sehr wenige Kapazitäten verfügbar. Dies erhöht auch den Koordinierungsbedarf bei der Belegung der Intensivbetten und der Verlegung von Patienten aus überlasteten Kliniken.

Die Corona-Pandemie gefährdet Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen im gesamten Staatsgebiet Bayerns. Die Feststellung des Katastrophenfalls ermöglicht eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen.

Der Katastrophenfall ermöglicht etliche Maßnahmen, die die Bekämpfung der Pandemie erleichtern. Insbesondere können Maßnahmen getroffen werden, die das Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahren sollen.

Ein aktuell sehr wichtiger Teilbereich ist das Krankenhauswesen: Zu den Maßnahmen gehört beispielsweise, dass die Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung und die Regierungen wieder mehr Befugnisse erhalten können. Vorgesehen ist insbesondere die Befugnis, gegenüber Krankenhäusern je nach Bedarf auch die Freihaltung von Kapazitäten bzw. die Zurückstellung aufschiebbarer Behandlungen anzuordnen. Somit können die Kapazitäten der Krankenhäuser auf die Behandlung dringlicher Akutfälle konzentriert werden. Klarzustellen ist, dass nur solche Behandlungen verschoben werden dürfen, bei denen das aus medizinischer Sicht vertretbar ist. Unmittelbar lebenswichtige Operationen oder andere sofort notwendige Behandlungen zählen nicht dazu und müssen selbstverständlich weiterhin durchgeführt werden.

Zudem kann der Ärztliche Leiter Krankenhauskoordinierung im Bedarfsfall Personal von einer Klinik in eine andere abordnen. Dort, wo Personal bei der Akut- und Intensivbehandlung gebraucht wird, kann es künftig hinbeordert werden. Auch externes Personal kann leichter gewonnen werden.

Die Kreisverwaltungsbehörden können, wie bereits in vergangenen Wellen, anordnen, dass beispielsweise Reha-Einrichtungen als Entlastungseinrichtungen herangezogen werden. Dadurch können Personen, die keiner akutstationären Versorgung mehr bedürfen, bei denen aber die Gefahr einer Erregerübertragung noch nicht auszuschließen ist, auch dann aus Krankenhäusern entlassen werden, wenn eine Rückkehr ins Pflegeheim oder ins häusliche Umfeld erschwert oder unmöglich ist.

Die Ausrufung des Katastrophenfalls ermöglicht auch eine bessere Koordinierung ambulanter Maßnahmen: Schwerpunktpraxen mit beispielsweise Infektsprechstunden können eingerichtet und koordiniert werden. Erleichtert wird zudem die Planung und Koordination der Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung.

Ein besonderes Augenmerk gilt weiterhin den Alten- und Pflegeheimen. So wird der "Pflegepool Bayern" mit rund 3.800 Freiwilligen reaktiviert. Weitere Freiwillige können sich unter Angabe ihrer Personaldaten auf der Website des Pflegepools Bayern (www.pflegepool-bayern.de) für den Einsatz melden. Der Einsatz erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis, durch Freistellung von der derzeitigen Arbeitsleistung und Fortzahlung des Arbeitsentgelts.

Zur weiteren Bewältigung der Corona-Pandemie wird bei jeder Kreisverwaltungsbehörde eine Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) eingesetzt. Der Pflegeleiter FüGK unterstützt die Kreisverwaltungsbehörden bei der Eindämmung und Kontrolle der Pandemie in Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung sowie der Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung und Betreuung. Er koordiniert ergänzend Testmöglichkeiten und -kapazitäten und arbeitet mit den mobilen Impfzentren zusammen, um bei Auffrischimpfungen bei Bewohnern und Personal sowie Erstimpfungen beim Personal gegebenenfalls zu koordinieren.

Schon jetzt unterstützen das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr Bayern, etwa bei der Testlogistik oder bei der Kontaktermittlung in den Gesundheitsämtern. Der Katastrophenfall beschleunigt bürokratische Abläufe bei Amtshilfeersuchen.

Die Gesundheitsämter können ferner personell noch stärker unterstützt werden, etwa durch weiteres Personal der Kreisverwaltungsbehörden. Zudem kann Personal aus anderen Körperschaften herangezogen werden. Die Übernahme der Kosten und Aufwendungen ist gesetzlich geregelt.

Aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie werden die erforderlichen Mittel für die oben genannten Maßnahmen bereitgestellt.

+++11.11.2021++10:28+++

RKI meldet 50196 Corona-Neuinfektionen - Scholz kündigt Bund-Länder-Gespräch zu Corona-Pandemie an

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 50196 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 235 Letzten Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 33949 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 165. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 249,1 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 232,1. In der nächsten Woche soll es Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Situation in Deutschland geben. Dieses hatte Vizekanzler Olaf Scholz angekündigt. "Wir müssen gewissermaßen unser Land winterfest machen", sagte Scholz im Bundestag. "Das Virus ist noch unter uns und bedroht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger." Aus diesem Grunde sollten Dinge wie Maskenpflicht und Hygieneregeln weiter durchgesetzt werden können. Alles müsse getan werden, "dass Millionen Bürgerinnen und Bürger eine Auffrischimpfung bekommen - das ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate". Auch spreche sich Scholz für eine "große gemeinsame Kampagne" für mehr Impfungen aus.

+++10.11.2021++10:35+++

RKI meldet 39676 Corona-Neuinfektionen - Leopoldina drängt auf Impfpflicht für Pfleger, Lehrkräfte und weitere Berufe

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 39676 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 236 Letzten Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen bei 20398 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 194. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 232,1 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 213,7. Aufgrund der steigenden Neuinfektionen und des steigenden Inzidenzwerts will die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina die Ausweitung von 2G-Regeln und Impfpflichten für bestimmte Berufsgruppen. Nötig seien jetzt "Impfpflichten für Multiplikatoren", sagte Leopoldina-Präsident Gerald Haug gegenüber dem "Spiegel". So seien dieses nicht nur Pflegerinnen und Pfleger, sondern auch Lehrpersonal und weitere Berufsgruppen mit viel Kontakt zu anderen Menschen.

+++09.11.2021++10:05+++

RKI meldet 21832 Corona-Neuinfektionen - Kanzleramtschef Braun will 20 Millionen Booster-Impfungen bis Weihnachten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb von 24 Stunden 21832 Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb eines Tages sind 169. Letzten Dienstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 10813 und die Zahl der neuen Todesfälle bei 81. Die 7-Tage Inzidenz liegt bei 213,17(Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:Innen), am Vortag lag diese bei 201,1. Der geschäftsführende Kanzleramtschef, Helge Braun, hat auf eine Beschleunigung der Corona-Booster-Impfungen gepocht.
"Wenn es nach mir geht, müssen wir bis Weihnachten rund 20 Millionen Auffrischimpfungen erreichen", sagt der CDU-Politiker in der ARD. So brauche es dafür eine organisatorische Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Zudem poch der Kanzleramtschef auf eine Bund-Länder-Spitzenrunde.

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ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit für Verschärfung von Corona-Regularien

Bildbeschreibung: Foto der ARD Moderatorin Ellen Ehni
Foto: © WDR/Herby Sachs

Deutschland befindet sich in der vierten Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie und kämpft mit Rekordinfektionszahlen. In dieser Lage sprechen sich die meisten Deutschen für einen härteren Kurs in der Corona-Politik aus. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.316 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.

Sechs von zehn Wahlberechtigten (60 Prozent) gehen die bestehenden Corona-Maßnahmen in der Bundesrepublik nicht weit genug – so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Nur jeder Fünfte (20 Prozent) bezeichnet die geltenden Corona-Regularien aktuell als weiterhin angemessen, während sie für jeden Sechsten (17 Prozent) zu weit gehen.

Acht von zehn Befragten (79 Prozent) bewerten das derzeitige Corona-Krisenmanagement von Bund und Ländern kritisch, nur etwa jeder Sechste (18 Prozent) äußert sich zufrieden. Die Verantwortung für die aktuellen Probleme bei der Eindämmung der Pandemie sehen die Kritiker:innen des Krisenmanagements nicht in erster Linie bei den Ländern (29 Prozent), sondern beim Bund. Dort wiederum wird vor der Übergabe der Regierungsgeschäfte vor allem die noch im Amt befindliche Bundesregierung aus Union und SPD für die aufgelaufenen Schwierigkeiten in der vierten Pandemie-Welle verantwortlich gemacht (49 Prozent), weniger dagegen das in den Startlöchern stehende Bündnis von SPD, Grünen und FDP (10 Prozent).

Die Sorge, sich selbst mit dem Corona-Virus anzustecken, ist binnen eines Monats gestiegen und bewegt derzeit jeden Dritten (33 Prozent; +9). Größere Sorgen als die eigene Infektion bereiten den Deutschen weiterhin mögliche Ansteckungen bei bislang ungeimpften Kindern (57 Prozent; +/-0), mehr noch aber schwere Krankheitsverläufe bei älteren Infizierten (73 Prozent; +11). Zwei Drittel (64 Prozent; +28 zu Dezember 2020) und damit erkennbar mehr als während der zweiten Infektions-Welle Ende letzten Jahres fürchten Engpässe in der medizinischen Versorgung von Corona-Erkrankten. Sechs von zehn Bundesbürgern (60 Prozent) treibt derzeit die Sorge vor neuen Varianten des Virus, wie der Omikron-Variante um.

Die Furcht vor sich erneut ausdünnenden sozialen Kontakten bewegt ähnlich wie zu Jahresbeginn etwa die Hälfte der Deutschen (47 Prozent; +3 zu Februar), darunter überdurchschnittlich viele jüngere Bundesbürger:innen. Wirtschaftliche Sorgen benennen im Zusammenhang mit Corona drei von zehn (31 Prozent; +7), sie sind damit verbreiteter als im Dezember 2020.

Aktuell werden verschiedene Maßnahmen in der Politik diskutiert, allen voran eine Impfpflicht, über die Bund und Länder zeitnah entscheiden wollen. Für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für Erwachsene sprechen sich aktuell 71 Prozent aus (+14 im Vgl. zu November). Zuspruch findet eine allgemeine Impfpflicht in den Reihen aller Parteianhängerschaften mit Ausnahme der AfD.

Neben einer Corona-Impfpflicht befürworten derzeit jeweils deutliche Mehrheiten den erneuten Ausschluss des Publikums bei Bundesliga-Spielen (81 Prozent), eine strengere Beschränkung von Kontakten (67 Prozent) sowie das Schließen von Bars, Kneipen (64 Prozent; -7 im Vgl. zu November 2020) wie auch von Weihnachtsmärkten (57 Prozent; -7 im Vgl. zu September 2020).

Während ein Lockdown von Kultureinrichtungen umstritten ist (50:45 Prozent), fände ein Verbot touristischer Übernachtungen in der Bevölkerung keine Unterstützung (38:56 Prozent), ebenso Schließungen in der Gastronomie (31:65 Prozent) oder im stationären Einzelhandel (27:69 Prozent). Jeweils eine klare Mehrheit lehnt erneute Einschränkungen bei Schulen (23:73 Prozent) und Kitas (19:75 Prozent) ab. Insbesondere die Haltung der Deutschen zu Lockdowns im Handel, an Schulen und in der Kinderbetreuung hat sich binnen eines Jahres komplett gewandelt. Anders als aktuell wurden entsprechende Einschränkungen Ende 2020 noch überwiegend begrüßt.

Quelle: ARD

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Corona-Gipfel: Merkel und Scholz verkünden neue Corona-Regeln

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: © MPK

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD), haben seit 11 Uhr gemeinsam mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder beraten. Es wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket verhandelt. Es geht dabei etwa um Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht. Zudem wurde auch über die Reduzierung der Zuschauerzahl bei Großveranstaltungen, sowie bei Fußballspielen gesprochen.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gesagt, nach ihrer voraussichtlich letzten Bund-Länder-Konferenz, "dass die Lage in unserem Land ernst ist, was die Corona-Pandemie anbelangt".

Auch habe die Runde von einem "Akt der nationalen Solidarität" gesprochen, "damit wir sinkende Infektionszahlen bekommen und unser Gesundheitssystem nicht überlasten, sondern entlasten".

Es sollen Clubs und Diskotheken ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 geschlossen werden, Bund und Länder führen bundesweit eine Maskenpflicht in Schulen ein. Zudem solle die von einigen Ländern schon geltende 2G-Regel bundesweit ausgeweitet werden und unabhängig von der jeweiligen Inzidenz gelten. Auch sollen weiterhin Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben. Dieses sei faktisch ein Lockdown für Ungeimpfte. Im Bundestag soll über die allgemeine Impfpflicht entschieden werden. Der Ethikrat soll bis zum Jahresende eine Empfehlung abgeben. Eine Impfpflicht könnte dann ab Februar 2022 gelten, so Merkel.

Der künftige Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagte: "Wir haben nicht genügend Geimpfte. Wir wissen jetzt, dass das eine Konsequenz hat." So sei es auch emotional für ihn, weil "wir doch wissen, wie schwierig die Situation für die medizinischen Kräfte ist. Ziel sei jetzt: "Bis zu 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende." "Der Anstoß ist gegeben", sagt Scholz dabei zur im Bundestag angestrebten Impfpflicht. "Ich bin sehr sicher, dass das auch so sein wird."

Hendrik Wüst, Vorsitzender der MPK sagte: "Seit dem 2. Weltkrieg hatten wir in Deutschland keinen vergleichbaren Zustand im Gesundheitswesen." Zudem seien Umfangreiche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte essenziell. Feuerwerksverbote, 2G-Regel seien "Mindeststandards", betonte Wüst.

Wüst hatte sich bedankt bei Merkel. Sie hätte Deutschland "gut durch die teilweise schwierige Krise geführt". Deutschland sei besser als andere Staaten durchgekommen. "Das ist Ihr Verdienst, Frau Dr. Merkel."

Vor diesem Hintergrund beschließen die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder:

1. Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft. Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen.

2. Ein erweiterter Bund-Länder-Krisenstab wird im Bundeskanzleramt eingerichtet, der frühzeitig die Probleme in der Logistik, bei der Impfstofflieferung und -verteilung erkennen und beheben soll.

3. Bund und Länder werden gemeinsam daran arbeiten, bis Weihnachten allen, die sich für eine Erstimpfung entscheiden und allen, die fristgerecht eine Zweit- oder Auffrischimpfung benötigen, die Impfung zu ermöglichen. Bei einer hohen Nachfrage in der Bevölkerung kann das bis zu 30 Millionen Impfungen erfordern.

4. Der Bund wird zudem den Kreis der Personen deutlich ausweiten, die Impfungen durchführen dürfen. Kurzfristig geht das über Delegationen, mit denen Ärztinnen und Ärzten an Apothekerinnen und Apotheker sowie Pflegefachkräfte, etwa in Altenheimen die Impfung delegieren dürfen. Darüber hinaus soll eine gesetzliche Änderung erfolgen für Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte und weitere, um den Kreis der Berechtigten, die in der Corona-Pandemie Impfungen durchführen können, auszuweiten.

5. Weil der Schutz der Corona-Impfung vor den aktuell vorherrschenden Virusvarianten bei den derzeit verfügbaren Impfstoffen etwa ab dem fünften Monat kontinuierlich nachlässt, wird der Impfstatus, das heißt die Dauer der Anerkennung als vollständig geimpfte Person, zu verändern sein, sofern keine Auffrischungsimpfung erfolgt. Auf Ebene der Europäischen Union wird diskutiert, dass der Impfstatus nach der zweiten Impfung seine Gültigkeit für neun Monate behalten soll. Bund und Länder werden sich unter Berücksichtigung der Impfkampagne und der zur Verfügung stehenden Impfstoffe bis zum Jahresende verständigen, ab wann und wie eine entsprechende Regelung in der Bundesrepublik Deutschland Anwendung finden soll.

6. Bundesweit ist der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur- und Freizeitgestaltung (Kinos, Theater, Gaststätten, etc.) inzidenzunabhängig nur für Geimpfte und Genesene (2G) möglich. Ergänzend kann ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2GPlus). Hierzu sind Ausnahmen für Personen, die nicht geimpft werden können und für Personen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, vorzusehen. Darüber hinaus sind Ausnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren möglich.

7. Die 2G-Regeln werden bundesweit inzidenzunabhängig auf den Einzelhandel ausgeweitet. Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs.1 Der Zugang muss von den Geschäften kontrolliert werden.

8. In allen Ländern werden strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte veranlasst. Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 14 Jahres sind hiervon ausgenommen. Ehegatten, Lebenspartner und Partnerinnen bzw. Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen, sind davon nicht berührt. Der Bund wird die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung entsprechend anpassen.

9. Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen werden deutlich eingeschränkt. Es werden Begrenzungen der Auslastung und eine absolute Obergrenze von Zuschauenden festgelegt. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen darf nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden bis zu einer maximalen Gesamtzahl von 5.000 Zuschauenden. Bei Veranstaltungen im Freien darf nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden bis zu einer maximalen Gesamtzahl von 15.000 Zuschauenden. Es sind medizinische Masken zu tragen. Es gilt wie auch sonst, dass nur Geimpfte oder Genesene Zugang haben (2G). Ergänzend kann für die Teilnehmenden ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2GPlus). In Ländern mit einem hohen Infektionsgeschehen müssen Veranstaltungen nach Möglichkeit abgesagt und Sportveranstaltungen ohne Zuschauer durchgeführt werden.

10. Spätestens ab einer Inzidenz von mehr als 350 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen werden Clubs und Diskotheken in Innenräumen geschlossen. Aus Sicht des Bundes ist das rechtlich schon jetzt möglich. Bei der Reform des Infektionsschutzgesetzes wird dies aber noch einmal unzweifelhaft klargestellt. Die Länder können diese Möglichkeit aber schon jetzt flächendeckend nutzen, wo nötig.

11. In Kreisen mit einer Inzidenz oberhalb von 350 pro 100.000 Einwohner müssen alle Kontakte reduziert werden. Deshalb gilt bei privaten Feiern und Zusammenkünften eine Teilnehmergrenze von 50 Personen (Geimpfte und Genesene) in Innenräumen und 200 Personen (Geimpfte und Genesene) im Außenbereich.

12. In den Schulen gilt eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen.

13. Es werden strenge Kontrollen aller Regeln sichergestellt. Das gilt insbesondere für Kontrollen des Impfstatus, die möglichst mittels Apps erfolgen sollen.

14. Der Gesetzgeber wird gebeten, das Infektionsschutzgesetz um weitere Regelungen zu ergänzen, damit Länder und Regionen mit einem hohen Infektionsgeschehen weiterhin angemessene zusätzliche Maßnahmen (z.B. zeitlich befristete Schließungen von Gaststätten, Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums, Beschränkung von Ansammlungen, Einschränkungen bei Hotelübernachtungen) zur Verfügung haben. Darüber hinaus wird er gebeten, die Übergangsfrist für Schutzmaßnahmen im Infektionsschutzgesetz, die bis zum 25. November 2021 in Kraft getreten sind, über den 15. Dezember 2021 hinaus zu verlängern. Es wird gesetzlich klargestellt, dass diese Maßnahmen auch regional differenziert (z.B. Landkreise) angeordnet werden können.

15. All die vorgenannten Maßnahmen markieren bundesweit einheitliche Mindeststandards. Damit verschärfen auch viele Länder und Regionen mit aktuell niedrigen Inzidenzen ihre Regeln, um die Welle abzumildern und ihre Gesundheitssysteme vorausschauend zu entlasten. Die besonders betroffenen Länder werden auch weiterhin über diese Mindeststandards hinaus mit landesrechtlichen Regelungen tätig werden.

16. Der Bund wird eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für Beschäftigte auf den Weg bringen, z.B. in Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.

17. Bund und Länder begrüßen es, dass der Deutsche Bundestag zeitnah über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden will. Sie kann greifen, sobald sichergestellt werden kann, dass alle zu Impfenden auch zeitnah geimpft werden können, also etwa ab Februar 2022. Bund und Länder bitten den Ethikrat, hierzu bis Jahresende eine Empfehlung zu erarbeiten.

18. Im Bundeskanzleramt wird ein Expertengremium von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingerichtet. Es soll einmal die Woche tagen und gemeinsame Vorschläge machen.

19. Am Silvestertag und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems. Für die hiervon betroffenen Unternehmen ist wie im vergangenen Jahr eine entsprechende Kompensation im Rahmen der Wirtschaftshilfen vorzusehen.

20. Die Regierungschefinnen und -chefs der Länder begrüßen das durch die Bundesregierung vorgelegte Term-Sheet zur Überbrückungshilfe IV, mit dem zur Umsetzung des Beschlusses vom 18. November 2021 ein Hilfsinstrument für die von Corona-Schutzmaßnahmen besonders betroffenen Adventsmärkte geschaffen werden soll. Dieses soll zügig umgesetzt werden. Die Härtefallhilfen, der Sonderfonds des Bundes für Messen und Ausstellungen, der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, das Programm Corona-Hilfen Profisport und das KFW-Sonderprogramm sollen verlängert werden. Ebenso begrüßen sie, dass das Bundeskabinett die wesentlichen Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2022 verlängert hat. Sie bittet die Bundesregierung, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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Corona-Sonderregelungen im Bereich der Arbeitsunfähigkeit und verordneten Leistungen verlängert

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Schild des G-BA am Eingang
Foto: © Svea Pietschmann/G-BA

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute seine zeitlich befristeten Corona-Sonderregelungen im Bereich der Arbeitsunfähigkeit und verordneten Leistungen bis Ende März 2022 verlängert, teilte der Gemeinsame Bundesausschuss heute mit. Weiterhin hat der G-BA weitere ausgelaufene Ausnahmen bei der Qualitätssicherung reaktiviert.

Bis Ende März können Krankenhäuser beispielsweise von der Mindestausstattung mit Pflegefachkräften bei bestimmten komplexen Behandlungen abweichen. Es wird bis zu diesem Zeitpunkt in den Krankenhäusern auch auf bestimmte Kontrollen durch den Medizinischen Dienst verzichtet. Der G-BA reagiert damit auf die vierte Welle der Corona-Pandemie, die durch sehr hohe Infektionszahlen, eine zu niedrige bundesweite Impfquote und hohe Belastungen für die Intensivstationen der Krankenhäuser geprägt ist.

„Die vierte Welle der Corona-Pandemie zeigt uns deutlich, was es heißt, zu zögern und zu zaudern, statt vorbeugend entschlossen zu handeln: Es kostet Menschenleben“, so Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. „Mit unseren heutigen Beschlüssen leisten wir unseren Beitrag, um Krankenhäuser sowie Arztpraxen zu entlasten und zugleich Patientinnen wie Patienten zu schützen. Wir setzen durch unsere Beschlüsse klare Prioritäten, um das Funktionieren der Krankenhäuser in der jetzigen Ausnahmesituation trotz Personalengpässen erneut abzusichern. Außerdem entlasten wir die Gesundheitsversorgung im ambulanten Bereich weiterhin, indem unnötige Arzt-Patienten-Kontakte reduziert werden und so das Infektionsrisiko sinkt. Wir wollen alles daransetzen, die Gesundheitsversorgung für alle aufrechtzuerhalten, ganz gleich, ob sie an Covid-19 erkrankt sind oder aus anderen Gründen wie einem Herzinfarkt oder wegen einer chronischen Erkrankung medizinische Hilfe brauchen.“

Hecken weiter: „Die Patientenvertretung wie auch die gemeinsame Selbstverwaltung aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Krankenhausvertretung sind sich einig: Wenn es hilft, Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten für die Patientenversorgung und für Impfungen Freiräume zu verschaffen, müssen Bürokratie und Dokumentationsvorgaben zur Qualitätssicherung in dieser Ausnahmesituation erneut auf ein unverzichtbares Minimum reduziert werden. Der G-BA kann aber nicht die grundlegenden Entscheidungen zum Reduzieren von Kontakten treffen, um die nach wie vor extrem hohen Neuinfektionen einzudämmen. Hier sind Bund und Länder in der Verantwortung. Deshalb ersuchen wir die Bundesregierung und die Landesregierungen dringend, in der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz das Ihrige zu tun, um einen Kollaps der Intensivversorgung in den Krankenhäusern abzuwenden. Unser Dank gilt an dieser Stelle den Pflegerinnen und Pflegern, den Ärztinnen und Ärzten sowie all den Menschen, die in medizinischen Einrichtungen oder in Pflegeheimen seit vielen Monaten bis zur eigenen Erschöpfung arbeiten und damit unbeschreiblich viel für unsere Gesellschaft leisten.“

Bei den gefassten Beschlüssen im Bereich der ärztlich verordneten Leistungen geht es um diese Sonderregelungen:

Bei den gefassten Beschlüssen im Bereich der Anforderungen zur Qualitätssicherung geht es um diese Sonderregelungen:

Personal-Mindestvorgaben: Bei bestimmten komplexen Behandlungen können Krankenhäuser von den Mindestvorgaben für die Ausstattung und den Einsatz von Pflegefachkräften sowie für die ärztliche wie pflegerische Weiterbildung abweichen, die in folgenden Richtlinien geregelt sind:

Aussetzen von Kontrollen des Medizinischen Dienstes (MD): Aufgrund der Corona-Pandemie werden die Kontrollen im Sinne der MD-Qualitätskontroll-Richtlinie des G-BA erneut vom 2. Dezember 2021 bis zum 31. März 2022 ausgesetzt. Zudem finden keine Kontrollen des MD vor Ort in den Krankenhäusern statt, um Kontakte und bürokratischen Aufwand zu reduzieren.

Inkrafttreten der Beschlüsse

Der heutige Beschluss zu den verordneten Leistungen tritt nach Nichtbeanstandung des Bundesministeriums für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger rückwirkend zum 26. November 2021 in Kraft. Damit ist auch beim Krankentransport eine lückenlose Versorgungspraxis abgesichert – hier waren Teile an die ausgelaufene epidemische Lage nationaler Tragweite gebunden.

Der Beschluss zu den Ausnahmen bei der Qualitätssicherung tritt nach Nichtbeanstandung des Bundesministeriums für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger rückwirkend zum 2. Dezember 2021 in Kraft. Sonderregelungen beim Entlassmanagement gelten bereits bis 31. Mai 2022, da sie an § 9 Absatz 1 der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung geknüpft sind.

Quelle: G-BA

Autor: kh / © EU-Schwerbehinderung



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Göring-Eckardt fordert Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.
Foto: © kk / EU-Schwerbehinderung

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, fordert, dass in Regionen mit hohen Corona-Inzidenzen Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte gelten.

Im Inforadio vom rbb sagte Göring-Eckardt am Donnerstag:

"Nur für Ungeimpfte oder auch für Geimpfte? Ich glaube, dass wir gerade da, wo die Inzidenzen sehr, sehr hoch sind - also in den Hotspot-Regionen - wahrscheinlich das auch tatsächlich für beide brauchen, weil wir wissen: Wir gehen in eine Phase, wo der Impfschutz eben auch nachlässt. (...) Und zwar besonders bei denen, die in bestimmten Bereichen arbeiten oder ein bestimmtes Alter erreicht haben - weil die waren ja damals mit dem Impfen als Erste dran."

Göring-Eckardt kritisierte in diesem Zusammenhang erneut den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU):

"Wir kennen gemeinsam auch die Situation, dass bedauerlicherweise der noch amtierende Gesundheitsminister nicht ordentlich vorbereitet hat, dass wir schon alle geboostert werden. Weil das ist ja die Antwort darauf. (...) Das Boostern muss jetzt sehr, sehr viel schneller passieren und dann sind auch diejenigen wieder geschützt, die dreimal geimpft sind. Und dann kann man den Unterschied zwischen geimpft und ungeimpft auch wirklich sehr konsequent machen."

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Gewerkschaften offen für allgemeine Impfpflicht

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Jemand der eine Spritze bekommt.
Foto: © Mufid Majnun

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zeigt sich offen für eine allgemeine Corona-Impfpflicht und fordert von der Bund-Länder-Konferenz an diesem Donnerstag eine bundesweite 2Gplus-Regelung für das öffentliche Leben. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ):

"Es braucht klare Absprachen, damit die Menschen durch unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ländern nicht weiter verunsichert werden." Einschränkungen sollten nach den Worten von Hoffmann je nach regionaler Corona-Gefahrenlage ausdifferenziert werden. Zugleich müsse eine gemeinsame Strategie von Bund und Ländern gelten, "wann genau welche Maßnahmen zu ergreifen sind".

Hoffmann plädierte für eine bundesweite 2Gplus-Regelung. Er betonte: "Die Testungen werden leider auch für Geimpfte und Genesene notwendig sein, weil auch sie nicht vollends sicher vor Infektionen geschützt sind. Außerdem muss die 3G-Regelung in der Arbeitswelt eingehalten werden."

Mit Blick auf eine Impfpflicht forderte Hoffmann eine sachliche und offensive Debatte mit dem Ziel, einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu sichern. Daraus müssten dann die "Konsequenzen gezogen und Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht getroffen werden".

Der Gewerkschafter betonte, die Meinungen darüber, "ob die allgemeine Impfpflicht geboten ist oder nicht, gehen in der Bevölkerung, aber auch in den Gewerkschaften weit auseinander". Im Kern müsse abgewogen werden, ob eine Impfpflicht verhältnismäßig und eine geeignete Maßnahme sei, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Kurzfristig sei eine Impfpflicht keine Lösung für die aktuellen Probleme. Sie könne nach Einschätzung fast aller Experten aber ein wirksames Instrument sein, "um im kommenden Jahr eine fünfte Infektionswelle zu verhindern".

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz zu neuen Testpflicht auch für Behindertenwerkstätten

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Jemand der in einer Werkstatt arbeitet.
Foto: © Ono Kosuki

Mit dem am 24. November 2021 in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetz wurden die Testpflichten für Beschäftigte sowie Besucher*innen in den Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege verschärft, hierzu gehören auch Werkstätten für behinderte Menschen.

Die BAG WfbM hat in der vergangen Woche mit den Werkstatt:Telegrammen 27.2021 und 28.2021 umfangreich über die Änderungen berichtet, die das neue Infektionsschutzgesetz für Werkstätten mit sich bringt. Die in § 28b IfSG getroffene Regelung sieht in Absatz 2 vor, dass die dort genannten Einrichtungen von Beschäftigten unabhängig vom Immunitätsstatus nur mit einem negativen Testnachweis betreten werden dürfen. Für geimpfte und genesene Personen kann die Testung auch durch einen Test in Eigenanwendung ohne Aufsicht erfolgen. Die Ausnahmeregelung, nach der bei geimpften/genesenen Personen zwei Testungen pro Woche ausreichend sind, bezieht sich nach der eindeutigen Formulierung nur auf PCR-Testungen.

Aufgrund der aktuellen hohen Inzidenzen sind in zahlreichen Ländern die Test- und Laborkapazitäten bereits ausgeschöpft. Für die betroffenen Einrichtungen führen die täglichen Testungen von vollständig immunisierten Beschäftigten zu unzumutbaren Belastungen.Daher haben die Minister*innen, Senator*innen für Gesundheit der Länder folgenden Beschluss gefasst:

1. Die GMK fordert den Bundesgesetzgeber auf, umgehend klarzustellen, dass für die immunisierten Beschäftigten in den in § 28b Absatz 2 IfSG genannten Einrichtungen eine Testung von zwei Mal wöchentlich mittels einem vom Arbeitgeber bereitgestellten Antigen-Schnelltest in Eigenanwendung ausreichend ist. Zudem fordert die GMK den Bundesgesetzgeber umgehend zu einer entsprechen Korrektur der gesetzlichen Regelung auf. Die Gesundheitsminister*innen, Senator*innen für Gesundheit der Länder sind sich einig, dass bis dahin die Regelungen in §28b Absatz 2 im vorgenannten Sinne für Immunisierte nicht angewendet werden. Dies gilt auch für das Aussetzen von Dokumentations- und Berichtspflichten.

2. Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Testverordnung dahingehend anzupassen, dass eine vollständige Refinanzierung aller sich aus § 28b Absatz 2 ergebenden Testpflichten verbunden ist. Bis auf weiteres entscheiden daher die zuständigen Ministerien in den Ländern eigenständig, welche Vorgaben für die Testungen nach § 28b Absatz 2 IfSG gelten. Den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz finden Sie hier.

Autor: BAG WfbM / © EU-Schwerbehinderung



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Situation in den Schulen ist besorgniserregend

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Mehrere Schüler im Unterricht.
Foto: © RODNAE Productions

Mit großer Sorge beobachtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) die derzeitige Situation an Schulen. Der Gesundheitsschutz gegenüber Kindern und Beschäftigten muss angesichts der vierten Pandemiewelle an erster Stelle stehen.

Im Juni dieses Jahres hatte Ministerpräsident Söder angekündigt, dass es in jedem Klassenzimmer in Bayern bis zum Herbst einen Luftfilter geben werde. „Wir wollen im Herbst nicht wieder bei null anfangen“, twitterte er. Jetzt ist Spätherbst, in der Breite fehlen nach wie vor Luftfilter in den Klassenzimmern und so wütet auch dort die Pandemie erneut.



„Wir wollen offene Schulen und Kitas, das ist keine Frage. Wir alle wissen, was fehlende Sozialkontakte und fehlende Tagesstrukturen über einen längeren Zeitraum anrichten können. Die Infektionszahlen sind aber vor allem unter den Kindern besonders hoch und viele Lehrkräfte haben die Booster-Impfung noch nicht erhalten“, sagt Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern.

Zudem zeigt sie sich besorgt über die Meldungen aus der Landeshauptstadt München: „Bislang galten Schulen vor allem deswegen als relativ sicher, weil Kinder regelmäßig getestet werden. Nun lesen wir aber, dass in München die Labore die Auswertung der Pool-Tests nicht mehr am gleichen Tag schaffen und die Kapazitäten auch im restlichen Bayern an ihre Grenzen stoßen. Wenn die PCR-Tests nicht mehr rechtzeitig ausgewertet werden, befinden wir uns im Blindflug. Das darf nicht geschehen.“



Ihr Kollege Florian Kohl, Mitglied im Hauptpersonalrat und stellvertretender Vorsitzender der GEW Bayern, stellt fest: „Es ist genau wie im letzten Jahr. Der Gesundheitsschutz liegt seit Wochen in der Verantwortung der Lehrkräfte vor Ort. Sie organisieren die Testungen, kontrollieren die Maskenpflicht, halten Lüftungsprotokolle ein, versorgen sich selbst mit FFP2-Masken und informieren spät abends Eltern, wenn ein Pool-Test positiv ausfiel. Nebenbei sollen sie noch Unterricht halten, Lernlücken der letzten beiden Jahre schließen, den Lehrplan erfüllen, Noten einholen, individuelle Förderpläne erstellen, Kinder in Quarantäne mitversorgen und die zahlreichen Krankheitsfälle im Kollegium kompensieren. Das ist in der derzeitigen Situation nicht zu schaffen. Es tut mir leid, aber mit geregeltem Schulalltag, geschweige denn mit guter Bildung hat das nichts mehr zu tun. Gleichzeitig scheint man eine Durchseuchung der Kinder in Kauf zu nehmen und begründet das dann mit dem Kindeswohl? Das finde ich schon beinahe zynisch.“



„Wir fordern, dass die Präsenzpflicht an den Schulen ausgesetzt wird. Man kann Eltern nicht dazu zwingen, ihre Kinder in dieser Situation in die Schulen zu bringen. Wir befürchten, dass Schulschließungen de facto von alleine kommen, nämlich dann, wenn schlicht kein Personal mehr vorhanden ist, um die Betreuung der Kinder sicherzustellen. Dem sollte man in jedem Fall vorbeugen, vor allem weil noch nicht geklärt ist, wie sich die neue Variante ‚Omikron‘ verhalten wird. Vorgezogene Weihnachtsferien würden helfen, die Pandemiewelle zu durchbrechen, und es wäre eine gute Gelegenheit, die ausgefallenen Faschingsferien 2021 zurückzugeben“, schließt Martina Borgendale.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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Corona-Impfung für Kinder: Was Eltern jetzt wissen müssen

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist zu sehen Dr. Henriette Rudolph, 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.
Foto: © Wort & Bild Verlag Fotograf :Dr. Hans Ulrich Rudolph

Die Europäische Arzneimittelbehörde hat entschieden, den Impfstoff von Biontech Pfizer auch in Europa für Kinder ab fünf Jahren zuzulassen, die Stiko könnte bald nachziehen. Kurz vor Weihnachten sollen die ersten Impfdosen bereitstehen. Viele Eltern fragen sich: Sollen wir unser Kind impfen lassen? In der aktuellen Folge des Experten-Podcasts der Apotheken Umschau "Klartext Corona" fragt Moderator Peter Glück bei Dr. Henriette Rudolph, 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie nach, wie die Faktenlage ist.

Die Verunsicherung ist groß, und wahrscheinlich ist es bei vielen Eltern derzeit die drängendste Frage überhaupt: Sollen wir unser Kind impfen lassen? Bringt die Erkrankung mehr Risiken mit sich - oder die Impfung? Dr. Henriette Rudolph, 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, ordnet den aktuellen Stand der Forschung ein:

Auf der einen Seite besteht das Risiko, an Covid zu erkranken. Doch wie schlimm ist die Infektion für jüngere Kinder überhaupt? "Bei einem Kind dieser Altersgruppe komplett ohne Vorerkrankungen liegt das Risiko aktuell bei 1:10.000, dass es, wenn es an Covid erkrankt, im Krankenhaus behandelt werden muss", sagt die Ärztin. Der Großteil sei nach kurzer Zeit beschwerdefrei, grundsätzlich würden mehr Beschwerden auftreten, je älter die Kinder sind.

Für Long Covid gebe es bei Kindern noch keine exakte Definition, das Thema sei bei Kindern schwierig zu erfassen. Denn: Die Symptome, wie etwa starke Müdigkeit, könnten auch eine Ursache des langen Lockdowns sein, sagt die Ärztin. Weitere Sorge vieler Eltern ist das PIMS-Syndrom als mögliche Folge einer Corona-Erkrankung bei Kindern. Seit Beginn der Pandemie habe es bis jetzt 468 solcher Fälle in Deutschland gegeben, so Dr. Rudolph, 6,4 Prozent davon hatten Folgeschäden. Grundsätzlich sei die Krankheit gut behandelbar, wenn man sie rechtzeitig feststellt.

Dem gegenüber steht die Impfung. Doch welche Risiken birgt sie für Kinder von fünf bis elf Jahren? Dr. Rudolph erklärt: Bei den knapp 4.000 Probanden in dieser Altersgruppe aus der Zulassungsbeantragung seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten, abgesehen von Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit, diese aber deutlich seltener als bei den 12- bis 16-Jährigen. Zu diesen Probanden kämen jetzt noch die Daten von mehr als 2 Millionen Kindern aus den USA hinzu - auch bei ihnen habe man bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen feststellen können.

Was eine mögliche Herzmuskelentzündung durch die Impfung betrifft, gibt es zu jüngeren Kindern noch wenig Daten, bislang sei davon noch nicht berichtet worden. Diese treten - wenn überhaupt - meistens erst zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfdosis auf. Dr. Rudolph: "Das Risiko ist wahrscheinlich sehr sehr gering, aber ganz ausschließen kann man es im Moment noch nicht." Was man weiß: "Die Covid-Infektion bringt auch ein Risiko der Herzmuskelentzündung mit sich. Wenn man das Risiko von Menschen ohne Infektion mit Menschen mit durchgemachter Infektion vergleicht, ist das Risiko um 16-fach erhöht, eine Herzmuskelentzündung zu entwickeln. Auffällig hoch ist dieses Risiko bei Personen unter 16 Jahren", so die Ärztin.

Vom sogenannten Off-Label-Use, dass der Erwachsenendosis also ein Drittel der Menge entnommen und an Kinder verimpft wird, rät die Ärztin eher ab. Denn: Der Impfstoff habe eine andere Formulierung, die Menge wäre sonst so klein, dass die Gefahr der Unterdosierung besteht. "Man sollte noch Geduld haben, bis der Kinderimpfstoff verfügbar ist."

Quelle: Apotheken Umschau

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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Umfrage: 63 Prozent haben ihr Verhalten aufgrund steigender Corona-Zahlen verändert

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Mehrere Menschen auf der Straße.
Foto: © Tsutomu Hosaka

Corona hat die Menschen in Deutschland wieder fest im Griff. Hatten Anfang November noch 34 Prozent der befragten Bundesbürger angegeben, aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen etwas an ihren privaten Lebens- und Verhaltensweisen geändert zu haben, sind es laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv mittlerweile 63 Prozent. Mehrheitlich nichts an ihren Alltagsgewohnheiten geändert hat die Gruppe der Ungeimpften (54%).

Diejenigen, die infolge der steigenden Infektionszahlen ihre Lebens- und Verhaltensweisen geändert haben, geben vor allem an, dass sie keine öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerte oder Weihnachtsmärkte besuchen (75%) und dass sie wieder stärker auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln achten (74%). 65 Prozent haben private Kontakte eingeschränkt, 53 Prozent verzichten auf den Besuch von Restaurants, Kneipen oder Cafés.

28 Prozent führen regelmäßig Corona-Tests durch

28 Prozent der Bundesbürger und damit fast doppelt so viele wie Anfang November (15%) haben sich in den letzten vier Wochen regelmäßig - d.h. mindestens zweimal pro Woche - auf das Corona-Virus testen lassen bzw. selbst getestet. Besonders häufig haben sich die 30- bis 44-Jährigen (43%), Befragte mit Kindern im Haushalt (40%) sowie die Ungeimpften (42%) in den letzten Wochen regelmäßig getestet.

70 Prozent für einen generellen Lockdown

Der Anteil der Bundesbürger, die bei weiter steigenden Infektionszahlen auch einen "Lockdown" einschließlich Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und eines Verbots größerer Veranstaltungen für richtig halten, ist mit aktuell 70 Prozent nochmals weiter angestiegen. 26 Prozent sind gegen einen generellen "Lockdown" auch im Falle weiter steigender Infektionszahlen.

Die Anhänger von SPD (78%), Grünen (78%), Union (80%) und Linke (67%) sprechen sich jeweils mit großer Mehrheit für einen neuerlichen "Lockdown" aus, falls die Infektionszahlen weiter steigen. Von den Anhängern der FDP befürworten hingegen nur 51 Prozent einen neuen "Lockdown", während die AfD-Anhänger einen erneuten "Lockdown" mehrheitlich ablehnen (60%).

73 Prozent für allgemeine Impfpflicht

Mittlerweile 73 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. 25 Prozent sind gegen eine generelle Impfpflicht. Mehrheitlich gegen eine generelle Impfpflicht sind nur die AfD-Anhänger (65%).

54 Prozent gegen erneute Schulschließungen

Mehrheitlich keine Unterstützung fänden dagegen neuerliche Schulschließungen. 34 Prozent wären dafür, dass bei weiter steigenden Infektionszahlen gegebenenfalls auch wieder die Schulen geschlossen und Fern- bzw. Wechselunterricht eingeführt werden sollte. 54 Prozent meinen hingegen, dass man Schulschließungen auf jeden Fall ausschließen sollte. 12 Prozent sind in dieser Frage unschlüssig.

75 Prozent für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Drei Viertel der Bundesbürger (75%) befürworten härtere Strafen für Personen, die sich nicht an die Corona-Regeln halten. 22 Prozent sind gegen eine Verschärfung von Sanktionen beim Verstoß gegen die Corona-Regeln.

Quelle: RTL/ntv Trendbarometer ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Weil kündigt im Fall der Impfpflicht 2G am Arbeitsplatz an

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Mehrere Frauen in einem Büro.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat erste Sanktionen angedeutet, die auf Menschen zukommen könnten, wenn sie sich im Falle einer allgemeinen Impfpflicht nicht impfen ließen.

Möglich seien Bußgelder, aber auch 2G am Arbeitsplatz: "Wenn es eine gesetzliche Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, dann sind Arbeitgeber durchaus berechtigt, dann auch Arbeitnehmern zu sagen: Unter den Bedingungen kann er nicht an seinen Arbeitsplatz kommen. Und das ist dann sicherlich eine sehr fühlbare Konsequenz einer Impfpflicht" sagte er am Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin.

Weil hatte sich als erster sozialdemokratischer Landeschef für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Der entscheidende Anstoß sei für ihn das Aufkommen der Omikron-Variante gewesen: "Wir brauchen einen hohen dauerhaften Immunschutz in unserer ganzen Gesellschaft und den kriegen wir nach Lage der Dinge nur mit einer allgemeinen Impfpflicht, insoweit bin ich persönlich klüger geworden."

Alles andere wäre ihm jedoch lieber gewesen, so Weil, aber er glaube nicht mehr daran, es ohne die Impfpflicht zu schaffen. "Wir haben alle miteinander das größte Interesse daran, da dauerhaft rauszukommen." Aber das gelinge nur, wenn das nicht eine große Mehrheit in unserer Gesellschaft allein mache, sondern wenn fast alle mitmachten.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Schärfere Corona-Maßnahmen in Brandenburg möglich

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Eine zwei ältere Frauen auf der Straße.
Foto: © Anni Karppinen

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schließt nicht aus, dass die Corona-Maßnahmen weiter verschärft werden. Im Inforadio vom rbb nannte Woidke am Mittwoch aber keine Einzelheiten. Er betonte, viele der Maßnahmen, die bei der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag diskutiert worden seien, seien in Brandenburg schon umgesetzt.

So seien landesweit die Weihnachtsmärkte geschlossen, in Landkreisen mit hohen Inzidenzen auch Diskotheken. Die Maßnahmen seien aber nötig gewesen, so Woidke. "Was weitere Maßnahmen betrifft, bin ich gespannt, was wir morgen final beschließen werden, und ich schließe nicht aus, dass es auch in Brandenburg noch schärfere Maßnahmen geben muss."

Der Ministerpräsident verteidigte außerdem die Entscheidung, die Impfzentren im Land nicht wieder zu öffnen. Man baue die Impfmöglichkeiten weiter aus, dabei handele es sich um mobile Teams aber auch um größere Impfstellen. "Unser Ziel ist es, [..] spätestens bis nächste Woche 100 zusätzliche Impfmöglichkeiten zu schaffen. [...] Gott sei Dank haben wir jetzt auch eine hohe Nachfrage; das war vor vier Wochen noch völlig anders."

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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Wegen Corona mehr Todesopfer in der Weihnachtszeit möglich?

Verfasst am .

Bildbeschreibung: Person die in einem Krankenwagen notfallmedizinisch behandelt und reanimiert wird
Foto: © AOK-Mediendienst

Forschungen aus dem Vereinigten Königreich und Schweden belegen, dass Weihnachten eine enorme Belastung für unser Herz darstellt, da das Herzinfarktrisiko an Heiligabend um etwa 37 Prozent steigt. Die jahreszeitlichen Veränderungen und die Zunahme ansteckender Krankheiten wie der Grippe erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und besonders gefährlich ist es für diejenigen, die ohnehin schon einen ungesunden Lebensstil führen.

Mit ihrem stressigen Job, ihrer schlechten Ernährung (angeblich trinkt er nur Limonade) und unregelmäßiger Bewegung gibt es eine Person, die an Heiligabend in dieses Profil passt: der Weihnachtsmann. Er steht im Vordergrund der Kampagne „A Healthy Heart Christmas" von Heart Research UK und FCB Health Europe, die das Bewusstsein für das Risiko von Herzerkrankungen im Winter schärft. Die Kampagne zeigt handgemalte Illustrationen klassischer Weihnachtsszenen, aber mit einer ernüchternden Wendung. Inmitten von Lametta, Baum und funkelnden Lichtern wird der Weihnachtsmann gezeigt, wie er sich an die Brust fasst, zu Boden sinkt und die verheerenden Folgen eines Herzinfarkts spürt. Die Aufklärungskampagne wird online, auf Social Media und in Printmedien gestartet, um das Bewusstsein für Herzgesundheit während der Feiertage zu fördern.

Anm.: Dieses Jahr hat der Weihnachtsmann ein Problem, denn liegt er erst im Notarztwagen um möglichst schnell intensivmedizinisch versorgt zu werden, muss dieser stundenlang nach einem Krankenahaus mit einem freien Intensivbett suchen. Findet er eines, hat der Weihnachtsmann Glück gehabt. Dauert die Suche aber zu lange, wird der Weihnachtsmann mit dauerhaften Schäden am Herzen leben müssen, oder verstirbt sogar. Selbst wenn sich die Lage zu Weihnachten beruhigt haben sollte, der Nikolaus steht vor der Tür.

Damit das Herz des Weihnachtsmannes gesund bleibt, hat die Kampagne in Zusammenarbeit mit Thortful, dem größten Online-Kartenmarktplatz im Vereinigten Königreich, eine Reihe von Weihnachtskarten in limitierter Auflage herausgebracht, auf denen die weihnachtlichen Szenen wieder so dargestellt sind, wie sie aussehen sollten, mit dem Weihnachtsmann in seiner üblichen fröhlichen Gestalt, der überall in der Stadt Geschenke ausliefert. Der Erlös aus dem Verkauf der Karten kommt der lebensrettenden Arbeit von Heart Research UK zugute, so dass der Kauf der Karten hoffentlich dazu beiträgt, dass mehr Menschen (wie der Weihnachtsmann auf den Karten) ein glückliches Weihnachtsfest erleben.

„Weihnachten ist eine besondere Zeit im Jahr, in der wir uns alle ein wenig gehen lassen wollen und es ein wenig übertreiben könnten. Sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und sich um sich selbst zu kümmern, kann in der Weihnachtszeit manchmal in den Hintergrund treten. Das Ziel dieser Kampagne ist, alle daran zu erinnern, dass Vorsicht eine gute Sache ist. Mit unserer Kampagne wollen wir die Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen einer mangelnden Gesundheitsvorsorge lenken, und zwar mit einem bekannten Gesicht an der Spitze. Wir wollen die Menschen nicht schockieren oder aufregen, sondern aufklären und informieren, zu Weihnachten und das ganze Jahr über", sagt Kate Bratt-Farrar, Geschäftsführerin von Heart Research UK.

Jamie MacCarthy-Morrogh, Executive Creative Director bei FCB Health Europe, erklärt zur Idee selbst: „Die Menschen wissen nicht, dass die Weihnachtszeit eine so riskante Zeit für die Herzgesundheit ist. Mit seinem von Risikofaktoren geprägten Lebensstil war der Weihnachtsmann der perfekte Botschafter, um die Menschen dazu zu bringen, dieses Weihnachten an ihr Herz zu denken und Geld für die wunderbare Arbeit von Heart Research UK zu sammeln."

Autor: kh / © EU-Schwerbehinderung