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Erschreckender Tiefstand: 9,4 Prozent weniger Ausbildungsverträge als in 2019

Bildbeschreibung: Ein roter Bauarbeiterhelm.
Foto: © Ümit Yıldırım

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitgeteilt hat, haben im Jahr 2020 haben rund 465 200 Personen in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 9,4 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge als 2019. Damit zeigt dieses Ergebnis einen deutlichen Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt. So seien zwar die Ausbildungszahlen seit Jahren überwiegen rückläufig. Jedoch der aktuelle Einbruch in seiner Höher sei bislang einzigartig.

Bei Frauen gingen danach die Zahlen der Neuverträge in der dualen Ausbildung um 19.100 (-10,2 Prozent) auf 168.300 zurück, bei den Männern ist die Zahl gesunken um 29.000 (-8,9 Prozent) auf 297.000 Neuabschlüsse. Somit wurden 2020 gut ein Drittel (36,2 Prozent) aller neuen Verträge von Frauen und fast zwei Drittel (63,8 Prozent) von Männern abgeschlossen.

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Ende 2020: Fast 1,3 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung

Am 31. Dezember 2020 haben sich nach den vorläufigen Ergebnissen insgesamt rund 1,289 Millionen Personen in einer dualen Berufsausbildung befunden. Dabei waren es im Vergleich zu 2019 (1,329 Millionen), somit sei die Zahl der Auszubildenden ebenfalls rückläufig. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden bei der Berechnung der Gesamtzahl alle Auszubildenden unabhängig vom Ausbildungsbeginn berücksichtigt. Darum zeige sich in den Zahlen der Corona-Effekt nur in abgeschwächter Form.

Die VdK-Präsidentin Verena Bentele kommentiert, den erschreckenden Tiefstand der Ausbildungsverträge:

„Diese Zahlen haben uns schockiert. All die, die ohne Ausbildungsvertrag dastehen, fürchten um ihre Zukunft. Dieser Fehlstart in das Berufsleben kann ihr ganzes Leben bestimmen: Phasen der Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlte Jobs und später eine niedrige Rente. Wenn wir hier nicht entschieden gegensteuern, wächst eine verlorene Generation heran.

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Die Betriebe müssen ausbilden. Sie sind in der Pflicht. Wenn sie es nicht tun, wird das auf uns als Gesellschaft zurückfallen. Es werden Fachkräfte fehlen und die Rente aller ist in Gefahr. Wir dürfen diese jungen Menschen nicht im Stich lassen. Sorgen wir dafür, dass ihr Start ins Berufsleben gelingt.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung




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