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Zulässige Grenzwerte für Ethylenoxid-Rückstände

Bildbeschreibung: Jemand der in einem Labor arbeitet.
Foto: © CDC

Die Bundesregierung hat keine Hinweise auf mögliche gesundheitliche Folgen bei häufigen Kontakten mit desinfizierten Corona-Schutzmasken und Teststäbchen. Das ergibt sich aus der Antwort (19/32471) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/32169) der AfD-Fraktion, in der es speziell um die Wirkung von Ethylenoxid geht, das zur Sterilisation eingesetzt wird.

In der Drucksache (19/32471) heißt es:

Im Rahmen der Corona-Nachweis- und Corona-Vorbeugemaßnahmen kommen derzeit viel mehr Bundesbürger mit derzeit viel mehr medizinischen Produkten (Teststäbchen, medizinischen Gesichtsmaske etc.) in Kontakt als vor dem Frühjahr 2020. Medizinprodukte werden standardmäßig sterilisiert, um eine Kontamination und damit spätere gesundheitliche Belastung durch diese Medizinprodukte zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Das gewählte Sterilisationsverfahren hängt dabei von der Beschaffenheit des Medizinproduktes ab. So gibt es thermische, physikalische und chemische Verfahren. Unter den chemischen Verfahren ist seit langem die Verwendung von Ethylenoxid etabliert und durch DIN EN ISO 11135 normiert. Ethylenoxid ist ein giftiges Gas, das im Verdacht steht, krebserregend, frucht- sowie erbgutschädigend zu sein.

Die Grenzwertkriterien für Ethylenoxid-Rückstände auf Produkten unterscheiden nach drei Klassifizierungen: kurzfristige und langfristige Exposition sowie Dauerexposition. Die Grenzwerte bewegen sich zwischen 4 mg/d für kurzfristige Anwendungen und einer Maximalaufnahme von 2 500 mg/ Lebenszeit (siehe DIN EN ISO 10933-7). Die derzeitige Praxis der massiven symptomlosen Testung führt nach Ansicht der Fragesteller zu einer „Bagatellisierung“ der Kontakte mit sterilisierten, medizinischen Produkten. Anstatt nur im Rahmen von außergewöhnlichen, medizinisch indizierten Maßnahmen mit diesen Produkten in Berührung zu kommen, werden sie Bestandteil des alltäglichen Lebens

Weiter teilen die Parlamentsnachrichten mit:

Die zulässigen Grenzwerte für Ethylenoxid-Rückstände seien normiert. Die Verantwortung zur Umsetzung normativer Anforderungen und zur Risikominimierung der betroffenen Medizinprodukte obliege dem Hersteller. Bei sterilen Medizinprodukten sei die Mitwirkung einer staatlich autorisierten Benannten Stelle erforderlich. Der Bundesregierung lägen keine Hinweise vor, dass die in der Norm festgelegten Grenzwerte nicht angemessen seien.

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag






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