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VdK-Präsidentin Verena Bentele: "Ein Mindestlohn von 13 Euro ist das Maß der Dinge"

Bildbeschreibung: Ein Zehn Euroschein und eine zwei Euromünze und eine ein Euro Münze.
Foto: © dm / EU-Schwerbehinderung

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland e.V., Verena Bentele, hält die von SPD, Grünen und FDP angekündigte Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro für zu gering. "Ich bin der Meinung, wenn man wirklich die Menschen im Land stärken möchte, wenn man ihnen die Möglichkeit geben möchte, etwas für das Alter zurückzulegen, sich Pflege noch leisten zu können und vor allem eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu erwirtschaften, dann ist ein Mindestlohn von 13 Euro eben das Maß der Dinge", so Bentele im phoenix-Interview.

"Da sind 12 Euro natürlich ein erster Schritt, aber eben nicht das, was wir uns wünschen. Wenn man damit bis zur Rente arbeiten würde, hätte man noch immer eine Rente unterhalb der Grundsicherung." Kritik übte die VdK-Präsidentin insbesondere an der FDP: "Eine Partei wie die FDP, die ja die Wirtschaft fördern möchte - da kann ich nur sagen: Die Wirtschaft ist kein abstraktes Wesen", erklärt Bentele.

"Die Wirtschaft sind die Menschen, die einerseits arbeiten, die ihre Arbeitskraft, Energie und Kreativität einbringen und im zweiten Schritt natürlich auch das Geld in Umlauf bringen. Mit einem höheren Mindestlohn die Kaufkraft zu stärken, den Menschen mehr Möglichkeiten zu geben, für sich was zurückzulegen und für ihre Arbeit zu bezahlen, das finde ich einen ganz logischer Schritt."

Die Kompromisse aus dem Sondierungspapier von SPD, Grüne und FDP zum Thema Rente stellen für Bentele ebenfalls nur einen Anfang dar. "Ich hätte gerne ein höheres Rentenniveau gewollt. Also ich begrüße zumindest mal, dass es stabil bleibt und nicht sinkt, dass das Renteneintrittsalter nicht steigt. Dass ich schon zufrieden bin, das würde ich so nicht stehen lassen", so Bentele. Das Argument, ein höheres Rentenniveau könne nicht finanziert werden, weist sie zurück. "Da haben wir Vorschläge, die wir auch gemacht haben im Vorfeld. Ganz wichtig ist, dass wirklich alle in die Rentenversicherung einbezogen werden. Wenn wir weiterhin die Differenzierung haben zwischen Rentenversicherung auf der einen Seite und Pensionen auf der anderen Seite und die Menschen, die sich ganz aus der solidarischen Rentenfinanzierung heraushalten - wenn das so bleibt, wird es tatsächlich schwierig."

Quelle: ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



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