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Suche nach Liebe

Hier ein kleiner Auszug aus meiner Geschichte:

 
.....  Von den Strapazen der Geburt erholte sich Anne nur sehr langsam. Sie musste den Kleinen versorgen, obwohl sie selbst nicht fit war. Ausgelaugt und dauermüde schleppte sie sich durch den Alltag. Als die acht Wochen Mutterschutz vorüber waren, in denen Müttern jegliche Berufstätigkeit untersagt war, versuchte ihr Vater, ihr eine Ausbildungsstelle als Altenpflegerin zu beschaffen. An der Altenpflegeschule wäre sie auch aufgenommen worden, aber die Schulleitung meinte, die Ausbildung lohne sich für sie nicht, da sie niemals in der Altenpflege eingesetzt werden könne. "Wie soll ihre Tochter die alten Leute heben können?" , wurde Anne's Vater gefragt. Der hatte keine Antwort darauf.

Im Umkreis von 30 km klapperte Anne mit ihrem Vater sämtliche Betriebe ab, die ihr Arbeit geben konnten. Die Betreuung ihres Kindes hätten ihre Geschwister übernehmen können, aber Anne kassierte auf ihre Bewerbungen eine Absage nach der anderen. Auf dem Arbeitsamt sagte man ihr, dass sie auf Grund ihrer Behinderung unvermittelbar sei. Anne wusste, dass der Arbeitsvermittler ihr Blödsinn auftischte, denn schließlich hatte sie ja auch in London Arbeit gefunden und sagte ihm das auch. Die Antwort des Sachbearbeiters: "HIER IST NICHT LONDON!" 

 

Ohnmächtig musste Anne mit ansehen, dass Gastarbeiter aus Spanien, Portugal und der Türkei anreisten und ALLE in Deutschland Beschäftigung fanden, während sie selbst auf's Abstellgleis geschoben wurde und dort auch blieb, bis ihr Sohn in den Kindergarten ging. Dann suchte sie sich drei Putzstellen; eine beim Leiter des Forstamtes, eine bei einem Verleger und eine bei einem Boutique-Besitzer. Natürlich handelte es sich bei den drei Putz-Jobs um Schwarzarbeit, aber Anne dachte sich, es wäre besser als gar nichts.

Johan sah, dass seine Tochter Geld verdiente und verlangte neben der Miete für die winzige Wohnung auch noch Zugang zu Anne's Girokonto bei der Bank. Als Anne das verweigerte, wurde er bösartig, schikanierte sie und machte sie vor Verwandten lächerlich, wo er nur konnte. Das Jugendamt ließ er nicht in Anne's Wohnung, weil er genau wusste, dass die Wohnung mit knapp 30 qm zu klein war für zwei Personen und weder Dusch- noch Badegelegenheit hatte. Anne wusch sich in der Küche am Spülbecken und benutzte die im Hof befindliche Toilette. Die Fenster in der kleinen Wohnung waren alle undicht, weshalb es im Winter nicht richtig warm wurde, obwohl die Heizung auf Hochtouren lief. Und zu allem Übel trug er ihr auf, Ihre Wohnung zu renovieren, nachdem sie drei Jahre dort gewohnt hatte, wohl wissend, dass sie dies alleine nicht konnte und auch kein Geld hatte, um einen Maler zu beauftragen. Er rechnete fest damit, dass sie auf Knien bei ihm angekrochen kam. Doch da hatte er die Rechnung ohne Anne gemacht.....

Die vollständige Geschichte gibt es auf www.wattpad.com und ist kostenlos lesbar.

 

 

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