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"Wie groß ist dein Armutsschatten? - SoVD setzt starkes Zeichen für mehr soziale Gerechtigkeit

Bildbeschreibung:  Landesvorsitzender Bernhard Sackarendt (z.v.r.) und Landesgeschäftsführer Dirk Swinke (z.v.l.) führen den SoVD-Demozug durch die hannoversche Innenstadt an; Foto: Lennart Helal.
Foto: © SoVD Niedersachsen

Mehrere hundert Interessierte haben am Freitag an der Demo und der Kundgebung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen auf dem hannoverschen Steintorplatz teilgenommen, um ein Zeichen für mehr soziale Gerechtigkeit und gegen steigende Armutsgefährdung zu setzen. Die Veranstaltung bildet den Abschluss der SoVD-Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“, die in den vergangenen anderthalb Jahren durch ganz Niedersachsen getourt ist. Höhepunkt der Kundgebung war neben einer politischen Talk-Runde die Auszeichnung der Sieger*innen des Musik- und Filmwettbewerbs der Kampagne.

Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht – viele von ihnen wissen es allerdings nicht. Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, hat der SoVD die Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ gestartet. Höhepunkt und gleichzeitiger Abschluss der zahlreichen Aktionen im ganzen Land war die Demo durch die hannoversche Innenstadt mit anschließender Kundgebung auf dem Steintorplatz.

Dabei machte Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen, die Dringlichkeit des Themas deutlich: „Es gibt zahlreiche Betroffene, die von Armut bedroht sind – und das meistens komplett unverschuldet. Deswegen wollen wir mit unserer Kampagne nicht nur Menschen aufklären und sensibilisieren, sondern wir stellen auch konkrete politische Forderungen: für eine sozial gerechtere Zukunft ohne Armutsschatten inmitten der Gesellschaft.“

Einen Blick hinter die Kulissen gewährten Berater*innen des SoVD. Sie schilderten die Dramatik der Lage anhand von Fällen aus der Praxis. „Das zeigt sehr gut, dass unsere Forderungen an die Politik nicht im luftleeren Raum entstehen. Wir haben die Betroffenen täglich in unserer Beratung sitzen und kennen ihre Probleme“, so Sackarendt weiter.

Ein Grund mehr für Niedersachsens größten Sozialverband, Politiker*innen auf den Zahn zu fühlen: Mit Julia Willie Hamburg (Bündnis 90/Die Grünen), Hanna Naber (SPD), Susanne Schütz (FDP) und Dirk Toepffer (CDU) diskutierte der niedersächsische SoVD-Chef deshalb zu den Themen Mindestlohn, Unterstützung für Alleinerziehende, Inklusion und Erwerbsminderungsrente. „Auch wenn unsere Kampagne heute ihren Abschluss findet, werden wir das Problem der Armutsgefährdung nicht aus dem Blick verlieren und die Politik weiter in die Pflicht nehmen“, versprach Sackarendt.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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