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Heuschnupfen: Junge Menschen sind besonders betroffen

Bildbeschreibung: Haselnussblüten.
Foto: © Franz Peischl

Nicht enden wollende Niesattacken, juckende, gerötete Augen: Gräserpollen haben derzeit Hochsaison. Besonders gebeutelt: Die 15- bis 19-Jährigen. Laut einer Datenanalyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse für das Jahr 2018 ist der Anteil an Heuschnupfengeplagten in dieser Altersgruppe am größten. Jeder zehnte Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ist mittlerweile betroffen (10,4 Prozent). Insgesamt diagnostizierten Ärzte 2018 bei rund 143.000 KKH-Versicherten jeden Alters Heuschnupfen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland sind das rund 6,6 Millionen Betroffene.

In NRW und Hessen leben die meisten Heuschnupfennasen

Viel Natur gleich mehr Pollenflug – diese Rechnung geht nicht auf, denn in Bundesländern mit Ballungsräumen wie Nordrhein-Westfalen und Hessen ist der Anteil der Heuschnupfennasen am größten (8,4 beziehungsweise 8,5 Prozent). In keinem anderen Bundesland ist zudem die Zahl der verschriebenen Antihistaminika höher als in NRW (rund 10.000 Verordnungen im Jahr 2018). In Bundesländern mit vorwiegend ländlichen und küstennahen Gebieten wie Thüringen und Schleswig-Holstein registriert die KKH hingegen mit 6,8 beziehungsweise 7,1 Prozent die wenigsten Allergiker. In Thüringen ging die Zahl der Antihistaminika-Rezepte in den vergangenen Jahren sogar leicht zurück. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist laut Forschern die größere Luftverschmutzung in den Städten. Das Klimagas Kohlenstoffdioxid (CO2) beschleunigt das Pflanzenwachstum und somit auch die Pollenproduktion. Außerdem lagern sich Umweltschadstoffe wie Ozon an den Pollen an und machen sie zunehmend aggressiver.

Bei Verdacht auf eine Pollenallergie rät die KKH, bei einem Spezialisten einen Haut- und Bluttest durchführen zu lassen. Rasches Erkennen und Behandeln ist wichtig, damit aus einem Heuschnupfen kein allergisches Asthma wird.

Autor: KKH / © EU-Schwerbehinderung



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