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Nationale Demenzstrategie im Bundeskabinett beschlossen

Bildbeschreibung: Ein ältere Mann.
Foto: © VÍctor Daniel Giraldo

Gestern wurde im Bundeskabinett die Nationale Demenzstrategie beschlossen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) ist aktiver Partner bei der Entwicklung und umso mehr bei der Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie.

„Schon jetzt sind rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland von Demenz betroffen. Mit der weiter steigenden Lebenserwartung wird diese Zahl weiter zunehmen“, betont Gerda Hasselfeldt, Präsidentin der BAGFW. „Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, Voraussetzungen zu schaffen und Strukturen zu etablieren, die den Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ein würdevolles Leben ermöglichen. Die Nationale Demenzstrategie ist dafür ein wichtiger Schritt.“

Gemeinsam mit den Ministerien, Ländern und Kommunen sowie einer Vielzahl von Organisationen hat die BAGFW die Nationale Demenzstrategie mitentwickelt. Die BAGFW leitete in dem Prozess gemeinsam mit dem BMG die Arbeitsgruppe „Medizinische und Pflegerische Versorgung für Menschen mit Demenz weiterentwicklen“ und wirkte in zwei weiteren Arbeitsgruppen aktiv mit.

Ziel der Demenzstrategie ist es, das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Hierfür wurden Maßnahmen erarbeitet, die die medizinische und pflegerische Versorgung für Menschen mit Demenz verbessern, mehr Teilhabe und eine bessere Unterstützung der Angehörigen ermöglichen sowie entsprechende Forschung fördern.

Marcus Weinberg, der seniorenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilt zur Nationalen Demenzstrategie mit:

„Der Bund bündelt und intensiviert seine Kräfte zur Unterstützung an Demenz Erkrankter und ihrer Angehörigen. Das ist ein gutes Zeichen. Denn von Demenz sind in Deutschland derzeit 1,6 Millionen Menschen und ihre Familien und Freunde betroffen – und nicht selten mit der Pflege und der Veränderung eines lieben Menschen überfordert. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Nationale Demenzstrategie setzt nun verbindliche Ziele. So haben zum Beispiel insbesondere in der Zeit nach der Diagnose Betroffene viele Fragen und brauchen Unterstützung. Dafür werden die Angebote ausgebaut. Insgesamt wurden 160 Maßnahmen unter Mitarbeit eines breiten Bündnisses von Akteuren erarbeitet.“

Unter Federführung der beiden Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Gesundheit haben weitere Ministerien, die Bundesländer und Kommunen, Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Wissenschaft, die medizinischen und pflegerischen Leistungserbringer sowie die Sozialversicherungsträger an der NDS gearbeitet und sich nun verpflichtet, die 162 Einzelmaßnahmen durchzuführen.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) als Vertreterin von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen war in der Steuerungsgruppe als Co-Vorsitzende aktiv. „Es ist gut, dass die Nationale Demenzstrategie kommt und das Thema – wie in anderen Ländern auch – endlich eine angemessene Bedeutung erhält“ sagt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG. „Der Prozess war ein zähes Ringen und wir hätten uns für die Strategie mehr verbindliche Maßnahmen mit entsprechender finanzieller Förderung gewünscht. Wir erwarten , dass jetzt alle Beteiligten zeitnah mit den verabredeten Maßnahmen der Initiative beginnen. Die NDS gibt dafür den Rahmen vor, damit die Akteure besser zusammenarbeiten können.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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