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VdK warnt: Altersarmut bleibt im Aufwärtstrend

Bildbeschreibung: Jemand der eine Euromünze in der Hand hält.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Anlässlich der heute veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamts zu Mindestsicherungsleistungen macht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen deutlich, dass immer mehr Rentner*innen am Existenzminimum leben. Schleichend rutschen vermehrt alte Menschen in die Armut. Die Zahl ist um 0,4 Prozent zwar nur leicht gestiegen, aber es ist der höchste Wert aller Zeiten.

Der VdK NRW stellt aufgrund dieser alarmierenden Daten fest: "Seit rund 15 Jahren steigt die Zahl der Betroffenen kontinuierlich an – und ein Ende dieser Entwicklung ist weiterhin nicht in Sicht", so Horst Vöge. Dabei sehe er zusätzlich das Problem der "verdeckten Armut". Der VdK NRW geht von einer hohen Zahl an Menschen aus, die Hemmungen haben, Grundsicherung zu beantragen - obwohl sie eigentlich Anspruch darauf hätten.

Wegen der Corona-Pandemie befürchtet der VdK NRW außerdem eine weitere Zunahme der Altersarmut. „Viele ältere Menschen sind gezwungen, sich zu ihrer kleinen Rente noch etwas hinzuzuverdienen, doch durch die Corona-Pandemie sind zahlreiche Minijobs weggebrochen und der Zuverdienst bleibt aus. Die Pandemie trifft die Ärmsten besonders hart. Die aktuellen Herausforderungen können wir als Gesellschaft nur gemeinsam meistern - indem wir mehr denn je füreinander einstehen“, so Horst Vöge.

Zur Bewältigung dieser Probleme fordert der VdK NRW unter anderem, dass geringe Renten aufgewertet werden, der Mindestlohn auf 12,80 Euro steigt sowie eine gerechtere Lastenverteilung. Die Einführung einer Vermögensabgabe sowie einer Digital- und Finanztransaktionssteuer muss kommen. Es darf doch nicht sein, dass viele Konzerne staatliche Mittel abschöpfen, während gerade ältere Menschen, Alleinerziehende und deren Kinder sowie Niedriglohnbezieher nicht genug Geld zum Leben haben!

Das Statistische Landesamt schreibt dazu: " Ende 2019 erhielten rund 1,9 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren fast 69 000 oder 3,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war damit im Dezember 2019 etwa jeder neunte Einwohner des Landes auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen (2019: 10,9 Prozent; 2018: 11,3 Prozent). Die Zahl der Regelleistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II Grundsicherung für Arbeitssuchende) ist zum zweiten Mal in Folge gesunken (auf gut 1,5 Millionen Menschen; -3,5 Prozent gegenüber 2018). Auch die Zahl derer, die im Dezember 2019 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen, ist weiter auf knapp 87 400 Empfänger (-11,3 Prozent) gesunken. Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen bezogen Ende 2019 rund 31 400 Personen (-7,4 Prozent). Bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung setzte sich der kontinuierliche Anstieg der Zahl der Empfänger fort (+0,4 Prozent). Im Dezember 2019 erhielten etwa 283 300 Menschen diese Leistungen."

Autor: VdK NRW / © EU-Schwerbehinderung



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