EU-Schwerbehinderung

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Grundrente - Ein Verwirrspiel

Bildbeschreibung: Pressefoto Hunertus Heil

In den Medien wird aktuell das Thema Grundrente wieder thematisiert und veranlasste uns einmal direkt nachzufragen. Grund der Nachfrage beim BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) waren die teils unterschiedlichen Aussagen auf diversen Medienportalen. Da solche Verwirrspiele am Ende die Leserinnen und Leser nur verwirren, wollten wir die konkret wissen, was eigentlich genau geplant ist, wer die neu Grundrente wirklich erhalten soll und wie hoch diese sein wird.

In vielen Medien wurde von einer Grundrente gesprochen, die 10 % über den Sozialsatz liegen soll. Schon dabei war aber die Formulierung "Sozialsatz" sehr weit gefächert. Einige Berichte gingen von den reinen Sozialsatz (424 Euro) aus, andere Portale non dem Sozialsatz plus Miete. Zudem ist in vielen Medienberichten davon zu lesen, dass die Grundrente nur für jene ist, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Konkreter war dann die Aussage des BMAS, welches uns auf den Koalitionsvertrag verwies und weiterhin folgendes mitteilte (Zitat):

Wir wollen, dass der Bezug sozialer staatlicher Leistungen und der neu geschaffenen Grundrente nicht dazu führt, dass selbstgenutztes Wohneigentum aufgegeben werden muss. Dazu werden wir die gesetzlichen Regelungen zur Vermögensverwertung und zum Schonvermögen in der Sozialhilfe und der Grundsicherung für Arbeitsuchende überarbeiten, angleichen und so ändern, dass Bezieher sozialer staatlicher Leistungen in ihrem Wohneigentum wohnen bleiben können.“

Das abschließend noch nichts konkretes feststeht wird in der folgenden Aussage des BMAS deutlich (Zitat):

Mit der DRV Bund, den drei kommunalen Spitzenverbänden (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag), den 16 Bundesländern und den Sozialpartnern (DGB und BDA) wurden die maßgebenden Akteure an dem Dialog beteiligt. Da zu diesem gesetzlichen Vorhaben die entsprechenden Arbeiten noch andauern, können wir derzeit Details nicht kommentieren. Die konkrete Ausgestaltung bleibt abzuwarten. Der Minister wird seine Vorschläge zum Thema Grundrente demnächst vorstellen.

Es bleibt also abzuwarten, bis Hubertus Heil sich hierzu konkret äußert und ob auch jene von der Grundrente partizipieren werden, die wegen Erwerbsunfähigkeit heute auf Leistungen nach dem 12. Sozialgesetzbuch abhängig sind, oft sogar durch ihre chronischen Erkrankungen Menschen mit Behinderung sind und somit dem Mittelbaren Diskriminierungsverbot der UN-BRK (UN- Behindertenrechtkonvention) unterliegen.

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Änderungen in der Rentenversicherung zum 1. Januar 2019

Bildbeschreibung: Gebäude der Deutschen Rentenversicherung

Trotz aller Proteste kommt zum Januar 2019 das neue Rentenpaket, dessen Änderungen die Deutsche Rentenversicherung in einem Presseartikel einmal detailliert dargestellt hat.

Original- Content der Deutschen Rentenversicherung Bund:

Zum Jahresbeginn 2019 ergeben sich in der gesetzlichen Rentenversicherung verschiedene Änderungen, über die die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin informiert.

Haltelinien für Beitragssatz und Rentenniveau

Bis 2025 werden mit dem RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz Haltelinien für den Beitragssatz und das Rentenniveau eingeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Rentenniveau bis dahin nicht unter 48 Prozent sinkt und der Beitragssatz gleichzeitig nicht über 20 Prozent steigt. Für 2019 wird der Beitragssatz per Gesetz auf 18,6 Prozent festgelegt, von 2020 bis 2025 darf er nicht unter 18,6 Prozent liegen.

Ausweitung der Mütterrente

Am 1. Januar 2019 treten Verbesserungen bei der Mütterrente in Kraft. Bisher werden für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, bis zu zwei Jahre Kindererziehungszeit bei der Rente berücksichtigt. Nach der Neuregelung wird jetzt bis zu einem halben Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Das führt zu einer Erhöhung der Rente pro Kind um bis zu 16,02 Euro im Westen und um bis zu 15,35 Euro im Osten.

Wer ab 1. Januar 2019 neu in Rente geht, erhält die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Bei den rund 9,7 Millionen Müttern und Vätern, deren Rente bereits vor Januar 2019 begonnen hat, erfolgt die zusätzliche Zahlung automatisch bis Mitte nächsten Jahres. Für die Zeit ab 1. Januar 2019 erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung. Die Rentenversicherung stellt damit sicher, dass jeder die Leistung erhält, die ihm nach der Neuregelung zusteht. Die Auszahlung der neuen Leistung erfolgt damit wie bei der Einführung der Mütterrente im Jahr 2014.

Ein gesonderter Antrag auf die Mütterrente ist grundsätzlich nicht notwendig. Lediglich Adoptiv- und Pflegeeltern, die Mütterrente beanspruchen, müssen bei ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger einen Antrag stellen.

Bessere Absicherung bei Erwerbsminderungsrenten

Am 1. Januar 2019 treten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten in Kraft. Versicherte, deren Erwerbsminderungsrente erstmals ab 1. Januar 2019 beginnt, werden ab diesem Zeitpunkt besser abgesichert. Für sie wird die sogenannte Zurechnungszeit 2019 erst mit 65 Jahren und acht Monaten enden. Bei einem Rentenbeginn ab dem 1. Januar 2020 verlängert sich die Zurechnungszeit schrittweise weiter, bis sie bei einem Rentenbeginn ab 2031 mit 67 Jahren endet. Durch die Zurechnungszeit werden erwerbsgeminderte Menschen so gestellt, als hätten sie in dieser Zeit mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet und Beiträge gezahlt. Dadurch erhalten sie eine höhere Rente.

Reguläre Altersgrenze wird angehoben

Die Altersgrenze für die reguläre Altersrente steigt im nächsten Jahr auf 65 Jahre und acht Monate. Das gilt für Versicherte, die 1954 geboren wurden und im nächsten Jahr 65 werden. Für diejenigen, die später geboren wurden, erhöht sich das Eintrittsalter weiter. 2031 ist die reguläre Altersgrenze von 67 Jahren erreicht.

Beitragsbemessungsgrenze steigt um drei Prozent

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt in den alten Bundesländern von monatlich 6.500 auf 6.700 Euro und in den neuen Bundesländern von 5.800 auf 6.150 Euro. Sie bestimmt den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Rentenversicherungsbeitrags berücksichtigt wird. Für darüber hinausgehendes Einkommen werden keine Beiträge gezahlt.

Beteiligung am Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung der Rentner

Die Deutsche Rentenversicherung beteiligt sich ab dem 1. Januar 2019 auch an den Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung bei der Rente. Für Rentnerinnen und Rentner, die in der Krankenversicherung pflichtversichert sind, zahlt die Rentenversicherung neben der Hälfte des allgemeinen Krankenversicherungsbeitrages künftig auch die Hälfte des krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrages. Bislang wird der Zusatzbeitrag von den Rentnerinnen und Rentnern alleine getragen. Die Beitragsanteile werden automatisch von der Bruttorente einbehalten. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich.

Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt

Des Weiteren erhöht sich ab 1. Januar 2019 auch für Rentnerinnen und Rentner der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte. Maßgeblich dafür, ab wann die geänderte Rente gezahlt wird, ist der Zeitpunkt des Rentenbeginns: Wer bis März 2004 Rentner wurde, erhält die geänderte Rente bereits Ende Dezember 2018, alle anderen erhalten sie erst Ende Januar 2019.

Höherer Steueranteil für Neurentner

Wer 2019 in den Ruhestand geht, muss einen höheren Anteil seiner Rente versteuern. Ab Januar 2019 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 76 auf 78 Prozent. Somit bleiben nur 22 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen. Seit 2005 müssen Rentner einen Teil ihrer Altersbezüge versteuern. 2040 werden die Renten komplett steuerpflichtig sein.

Freibetrag bei der Grundsicherung steigt

Renten, für die freiwillige Beiträge gezahlt wurden, werden ab 1. Januar 2019 statt bisher 208 Euro bis zu 212 Euro im Monat nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet. Dies gilt sowohl für Renten an Versicherte als auch für Renten an Witwen oder Witwer. Sofern gewünscht, bescheinigt die Deutsche Rentenversicherung die Höhe der auf freiwilliger Beitragszahlung beruhenden Rente.

Quelle: Original- Content der Deutschen Rentenversicherung

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Langzeiturlaub verlockt viele Rentner. Vorsicht, nicht nur auf den Kanaren.

Bildbeschreibung: Foto auf Morro Jable, Kanarische Inseln, Fuerteventura

Kaum ist Winter, kommt wieder die Zeit für Langzeiturlauber. Ein beliebtes Urlaubsziel, sind dabei die kanarischen Inseln. Gerade für Rentner ist dabei der Langzeiturlaub eine attraktive Sache. Flucht vor dem heimischen Klima macht gerade die Kanarischen Inseln immer wieder zu einem beliebten Ziel. Doch leider macht auch hier der Klimawandel keinen Halt. Die Zeiten der Inseln mit den "ewigen Frühling" sind schon lange vorbei. Aber auch der kleine Geldbeutel wird auf den Kanaren nicht mehr glücklich und das selbst wenn man auf Einkaufsmöglichkeiten jenseits des Massentourismus zurückgreifen will.

Massentourismus? Auch den gibt es auf den Kanaren nicht mehr wirklich. Strände sind im Verhältnis zu früheren Zeiten eher leer, was gerade jenen auffällt, die von der Tourismusbranche abhängig sind. Zwar sind die Hotels teilweise noch gut ausgebucht, aber das ist eher der "All Inclusive" Tourismus.

Wer über einen Langzeiturlaub nachdenkt, sollte sich aber noch mit ganz anderen Problemstellungen befassen, denn die medizinische Versorgung ist nicht mit der in Deutschland vergleichbar. Vieles muss aus eigener Tasche bezahlt werden und die deutsche Krankenkasse übernimmt nach der Rückreise nur das an Kosten, was auch eine gleichwertige Behandlung in Deutschland kosten würde. Somit ist ein guter Auslandskrankenschutz, eigentlich zwingend erforderlich. Wer dazu auch noch pflegebedürftig ist, sollte schon vor der Reise prüfen, ob alle Pflegeberatungstermine rechtzeitig geführt wurden, denn ein versäumter Beratungstermin, der bspw. wegen des Urlaubs nicht zu Stande kommt, kann eine Kürzung des Pflegegeldes mit sich bringen. Auf einigen kanarischen Inseln, gibt es aber auch Pflegeberater/In, die durchaus eine in Deutschland anerkannte Pflegeberatung durchführen kann.

Für Menschen mit Behinderung gilt zudem zu bedenken, dass es ggf. Einschränkungen beim ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) kommen kann. Zwar sind auf vielen Inseln die Busse bereits so modern, dass ein behindertengerechter Transport möglich ist, aber nicht in jeder Ortschaft kann dieses sicher gestellt werden. Genauso wenig gibt es für Langzeiturlauber keine Ermäßigungen auf den Schwerbehindertenausweis, denn der deutsche Schwerbehindertenausweis muss grundsätzlich außerhalb Deutschlands nicht anerkannt werden. Zwar bieten die Versorgungsämter in vielen Landessprachen entsprechende Übersetzungen an, aber die Anerkennung dieser, obliegt allein der Hoheit des Ziellandes.

Wer also in den Wintermonaten einen Langzeiturlaub auf den Kanaren plant, sollte genaustens prüfen, ob sich dieser überhaupt noch lohnt. Denn sowohl das zunehmend schlechtere Wetter, als auch die steigenden Preise auf den Kanaren, könnten den einen oder Anderen Urlauber/In den spaß deutlich vermiesen.

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Rentenpaket kommt und Bundesrat stimmt zu - Jetzt gibt es eine Petition



Das Rentenpaket 2018 gilt nicht nur im Bundestag als verabschiedet, sondern wurde auch seitens des Bundesrats jetzt mit Verzicht auf Art 77 Abs. 2 GG durchgewunken. Da fragt man sich natürlich, wieso überhaupt ein Bundesrat existiert, wenn dieser dann am Ende vom Bundestag nicht beachtet wird, denn der Bundesrat hatte (wir berichteten) gegen das Rentenpaket 2018 Kritik darüber geäußert, dass auch in diesem Rentenpaket die erwerbsgeminderten Bestandsrentner unberücksichtigt bleiben (wir berichteten).

Es scheint also so, als ob alle Kritik, egal ob von den Sozialverbänden wie bspw. der VDK oder der SoVD, sowie Kritik aus vielen Fraktionsmitgliedern oder von uns, einfach vor den Toren des Bundestages in Luft auflöst. Für die große Koalition scheint es dennoch ein großer Sieg zu sein, denn das Wort "Menschen mit Behinderung" formuliert sich in einem Rentenpaket sowieso nicht und somit kann auch niemand behaupten, dass irgend jemand im Bundestag oder bei dem BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) gegen Menschenrechte verstoßen würde.

Wo bleiben die betroffenen Rentner die wegen ihrer Erwerbsminderung auf SGB XII (Sozialleistungen) angewiesen sind? Vielleicht bekommen diese Menschen eine Stimme, denn mittlerweile ist auf OpenPetition unter dem Link: https://www.openpetition.de/petition/online/erwerbsminderungsrente-gleiches-recht-fuer-alle eine Petition zu finden, die erstmalig auch das Thema öffentlich macht, dass es bei erwerbsgeminderten Rentnern sich um Menschen mit Behinderung handelt.

Für uns schon immer unverständlich, dass man sich medial genau auf diesen Zusammenhang in keiner der großen Medienanstallten einlassen will. Da sind Diskussionen um Parteivorstandswahlen wichtiger, als die Belange von Menschen mit Behinderung.

Aber auch andere Institutionen in Deutschland, die bereits mehrfach auf die Problematik hingewiesen wurden, denen gegenüber die besondere Rolle von erwerbsgeminderten Rentnern transparent gemacht wurde, scheinen eher zu diesem Thema lieber Augen und Ohren verschließen zu wollen, denn weder das wir von diesen Institutionen auf Interviewanfragen eine Antwort erhalten haben, noch dass es zum Rentenpaket und deren Vereinbarkeit mit der UN-BRK (UN-Behindertenrechtkonvention) ein Statement gibt.

Für Deutschland wäre es mit Sicherheit eines der größten Skandale, wenn irgend jemand in einem Land mit solcher Historie, wiederholt Menschenrechtsverletzungen feststellen würde. Wer sich gerade in der Geschichte von 1933 - 1945 auskennt, weiß, dass es gerade mit dem Umgang von Menschen mit Behinderung und anderen verfolgten Personengruppen, eine sehr dunkle Geschichte gibt. Diese wird sich hoffentlich so nie wiederholen, aber wir haben schon heute (oder immer noch?) Verhaltensmuster und Gesetzestexte, die deutlich machen, dass Menschen mit Behinderung immer noch nicht die Integration erfahren, die ihnen eigentlich zusteht.

Solange ein Mensch mit Behinderung noch in der Lage ist, eine Erwerbstätigkeit nachzugehen, scheint politisch alles im grünen Bereich zu sein, denn Regelungen wie bspw. das BTHG decken bereits viel ab um behinderten Menschen zu integrieren. Sind Betroffene aber in der 2. Personengruppe und eben nicht mehr (oder nie) erwerbsfähig (gewesen), wird diese Personengruppe schnell in den gesellschaftlichen Rand geschoben, denn eine wirkliche auch gesetzliche Erwähnung findet diese Menschengruppe nicht, wie auch das Rentenpaket 2018 beweist.

Schon aus diesem Grunde kann man nur hoffen, dass die hier erwähnte Petition betroffenen Personen endlich zu dem Gehör verhilft, welches ihnen eigentlich zusteht, damit diese Personengruppe auch zu einem Teil der Mitte in unserer Gesellschaft wird.

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Bundestag beschließt Rentenpaket

Bildbeschreibung: Bild von Hubertus Heil

Heute hat der Bundestag dem neuen Rentenpaket mit 362 Stimmen zugestimmt. Für die einen ist es eine Freude, doch gerade erwerbsgeminderte Bestandsrentner bleiben, trotz Kritik des Bundesrats (wir berichteten) auf der Strecke. Wenn solche Kritiken am Bundestag "abprallen" und selbst die SPD als "Sozialdemokraten" solche Kritiken nicht hören, ist es nicht verwunderlich, dass bereits jetzt in den sozialen Medien starke Kritik geäußert wird. Die 362 Ja- Stimmen, sind aber kein deutlicher Sieg für die SPD. Mit 60 Enthaltungen und 222 Nein- Stimmen, zeigt sich schon deutlich, dass das neue Rentenpaket auch im Bundestag auf Kritik stößt.

Trotzdem können sich jene freuen, die ab 2019 erstmalig Erwerbsminderungsrente beziehen, denn bei ihnen wird zukünftig die Rente so berechnet, als wenn sie bis zum Regeleintragsalter gearbeitet hätten. Warum aber keine Rentenerhöhung für EM- Bestandsrentner? Hierzu gab es viele Argumente. Eines war, dass bei einer Neuberechnung für Bestandsrentner auch eine Verschlechterung der Rentenbezüge, als Ergebnis heraus kommen könnte. Über "Bestandsschutz" wollte offensichtlich niemand nachdenken.

Verbesserung gibt es auch im Bereich der Mütterrente. Geringverdiener sollen zukünftig, durch geringere Beiträge, entlastet werden. Hierfür wird Einkommensgrenze für Sozialabgaben, auf 1300 Euro angehoben.

Was bleibt ist der bittere Nachgeschmack der Kritik aus dem Bundesrat, denn keiner befasst sich mit der Frage, in wie weit eine solche Splittung überhaupt zulässig ist, Sind doch EM- Rentner auch Menschen mit Behinderung, doch die Chance der Teilhabe am gesellschaftlichem Leben, wird betroffene in zwei Sozialschichten spalten. Leider blieb unsere Anfrage beim Institut für Menschenrechte, bisher unbeantwortet.

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Bundesrat verlangt Korrekturen am Rentenpaket

Bildbeschreibung: Das Bild zeigt das Gebäude des Bundesrat

Der Bundesrat hat mit seiner Sitzung am 19 Oktober 2018, Kritik am Rentenpaket ausgeübt. Zwar begrüßt dieser, dass vor allem auch die Situation der Menschen mit Erwerbsminderung verbessert werden soll, fordert aber zugleich, dass auch Bestandsrentner von 2001 -2014 in die geplanten Verbesserungen der Erwerbsminderung mit einbezogen werden müssen.

Weiteren Handlungsbedarf sieht der Bundesrat auch bei der Absicherung von „Solo- Selbstständigen“, deren Berücksichtigung zwar politisch vereinbart, aber in der Regelung nicht berücksichtigt werden.

Abgelehnt hat der Bundesrat, dass die Erweiterung der Erziehungszeiten und die Entlastung der Geringverdiener aus der gesetzlichen Rentenversicherung finanziert werden soll. Stattdessen, so die Länder, solle die Finanzierung über Steuermittel erfolgen.

Das gesamte Protokoll der Drucksache 452/18 ist hier als PDF herunter zu laden: ( PDF-Datei )

Auch der VDK unterstützt in seinem Statement ( hier nachzulesen ) die Forderungen des Bundesrats.

Quelle: Bundesrat

Anmerkung Redaktion: Auch EU-Schwerbehinderung begrüßt die Einwände des Bundesrats. EU-Schwerbehinderung hat bereits im Sommer 2018, mit einem öffentlichem Brief an über 100 Bundestagsabgeordnete, diese dazu aufgefordert, auch Bestandsrentner mit in dem Gesetzesentwurf zu berücksichtigen. Da dieser öffentliche Brief ohne Reaktion blieb, haben wir einen weiteren öffentlichen Brief an die Mitglieder des Bundesrats gesendet.

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SPD Bundestagsfraktion – Wir erhalten Antworten zum Thema Rente.

Bildbeschreibung: Schrift "Dem Deutschem Volke" vom Rehcstag in Berlin zu sehen

Vor vielen Wochen ist unserer Redaktion eine Mail zugespielt worden, die offensichtlich die Antwort von Frau T. der SPD Bundestagsfraktion AG Arbeit und Soziales gewesen ist (wir berichteten). Wir fragen mit vier simplen Fragen, bei Frau T. per E-Mail nach und erhalten antworten. Von den vier Fragen die wir hatten wurden folgende 3 Fragen mit dem Hinweis „Zu Ihren Fragen 1-3, die klar an die Bundesregierung gerichtet ….“ Beantwortet:

  1. In wie weit ist es der Bundesregierung bekannt, dass EM- Rentner, nach dem SGB und der UN-Behindertenrechtkonvention als Menschen mit Behinderung zählen?
  2. In wie weit berücksichtigen die Urteile des BVerfG (Stichtagregelung) Menschen mit Behinderung und ist mit den Urteilen die laut UN-BRK mittelbare Diskriminierung ausgeschlossen?
  3. Was hat die Bundesregierung für rechtliche Absicherungen unternommen, damit durch die Stichtagregelung, jede Form der Diskriminierung/ mittelbare Diskriminierung ausgeschlossen ist?

Es entzieht sich allerdings unserer Kenntnis, wie Frau T. zu der Einschätzung kommt, wenn wir sie mit diesen Fragen direkt anschreiben. Bemüht diese 3 Fragen vielleicht innerhalb des Bundestags zu beantworten, war Frau T. offensichtlich auch nicht. Wenn nicht „SPD Bundestagsfraktion

AG Arbeit und Soziales“, wer dann?

Die 4. Frage (In einer weiteren Anmerkung schrieben Sie, dass Bestandsrentner auch schlechter gestellt werden können, wenn diese in den Genuss des neuen Rentenpakets kommen würden. Wieso ist es nicht möglich, so wie mit dem Pflegegeld II eine Schlechterstellung grundlegend auszuschließen?) wurde dann aber komplex beantwortet. Hier ein kleiner Ausschnitt:

„Wenn abweichend vom in der Rentenversicherung bisher üblichen Verfahren eine Gesetzesänderung auch für Bestandsrentner/innen gelten soll, würde Folgendes passieren. Bei der Neuberechnung der Renten würden sämtliche gesetzliche Veränderungen, die es seit dem jeweiligen individuellen Rentenbeginn gegeben hat, in die Neuberechnung der Renten mit einfließen. Damit wäre jegliche Rechtssicherheit für die Versicherten hinfällig. Es wäre nicht auszuschließen, dass bei der Neufeststellung der Rente trotz der aktuellen Verbesserungen letztlich immer noch eine Reduzierung des Zahlbetrags die Folge wäre.“ – Anmerkung Redaktion: Bestandsschutz will man offensichtlich vermeiden, denn eine Schlechterstellung wäre auch gesetzlich möglich.

„Auch die schrittweise eingeführte Besteuerung der Renten würde dann eine stärkere Besteuerung der Neurenten bedeuten – einen Vertrauensschutz gäbe es auch hier nicht mehr. Für wenige Euro mehr Rente wäre ggf. deutlich mehr Einkommenssteuer zu entrichten.“ – Anmerkung Redaktion: Ebenfalls eine nicht nachvollziehbare Aussage, den die Besteuerung von Renten sind bis 2040 festgelegt. Warum sollte sich daran etwas ändern?

„Bestandsschutz bedeutet Rechtssicherheit für die Versicherten aber auch für den Träger der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Rentenversicherung trägt die positiven und negativen Risiken aller Veränderungen – rechtlicher Veränderungen und individueller Veränderungen (Hinterbliebenenrenten, Rentenbezugsdauer, Versorgungsausgleich). Würde die Rentenversicherung alle Veränderungen, die zu höheren Rentenleistungen führen, auch für die Vergangenheit ausgleichen müssen, stünde noch stärker die Finanzierbarkeit gesetzlicher Änderungen zur Debatte. Nur mit Hilfe dieser Stichtagsregelung konnten die mit der Verbesserung verbundenen Mehrausgaben in Höhe von mehreren Milliarden Euro auf ein Maß begrenzt werden, das den Finanzierungsmöglichkeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung entspricht.“ – Anmerkung Redaktion: Darum geht es also. Finanzierbarkeit. Unserer Meinung nach wird genau hier deutlich, warum man die Fragen 1 – 3 erst gar nicht beantwortet hat, denn dieser Satz von Frau T. könnte genau dem gleich kommen, was man unter einer mittelbaren Diskriminierung verstehen könnte und somit gegen Menschenrechte (UN-BRK) verstoßen würde.

„Darüber hinaus gäbe es außerdem extremste technische Probleme bei der Umsetzung einer solchen Neuberechnung für alle Bestandsrentner – ca. 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrenten (Stand 31.12.2016) müssten komplett neu festgestellt werden. Die Rentenversicherung selbst könnte dies im laufenden Bearbeitungsverlauf mit vorhandenem Personal und Technik nicht leisten. Und auch bei einer Auslagerung dieser Arbeiten würde so eine Neuberechnung Jahre dauern.“ – Anmerkung Redaktion: Rechtfertigt Aufwand die Schlechterstellung bestimmter behinderter Menschen?

Aus den Antworten von Frau T. lassen sich sehr viel Rückschlüsse ziehen. Für uns als Redaktion, werden wir weiter am Thema bleiben und hier weiter informieren.

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Millionen Deutsche von großer Rentenlücke betroffen

Bildinhalt: Eine Rentnerin und neben ihr rechts ein Reizverschluss der halb geöffnet ist und dort sind lauter 1 und 2 Euro Münzen
Bildinhalt: Eine Rentnerin und neben ihr rechts ein Reizverschluss der halb geöffnet ist und dort sind lauter 1 und 2 Euro Münzen

Einer Berechnung nach des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) werden fast 66 Prozent der zurzeit 55- bis 64-Jährigen Arbeitnehmern ihren Lebensstandard nicht halten können, durch die gesetzliche Rente. Demnach werden um die 700 Euro im Monat im Rentenalter fehlen. Dieses gelte besonders für Un- und Angelernte, Singles, Selbständige ohne Mitarbeiter und für Frauen, laut Studie, die von der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wurde. Berechnung vom DIW (DIW Berechnung PDF)

Das die Höhe der Altersbezüge gefestigt werden solle, dafür sprachen die Forscher sich aus, da ansonsten die die Zustimmung des Alterssystems leiden werde. Wenig Abhilfe würde die private Altersvorsorge schaffen, laut DIW. Auch die Riester und Rürup würden wenig Entspannung liefern in der Situation. 13 Prozent der betroffenen Menschen würde die Betriebsrente aus der Versorgungslücke helfen. Jedoch 50 Prozent der 55- bis 65-Jährigen Arbeitnehmer hätten ein später im Alter finanzielle Probleme.

Das Ergebnis sieht bei Beamten anders aus. 20 Prozent der Menschen haben später im Alter durch die Rente Probleme ihren Lebensstandard zu halten. So hieß es das Versorgungsniveau der Pensionen sei überdurchschnittlich. Der Streit in der Bundesregierung könnten durch die neuen Kentnisse sich zuspitzen. Bis 2040 solle das Rentenniveau nicht weiter sinken, dafür spricht sich die SPD aus.

Bis 2025 ist eine Stabilisierung geplant. Ein niedrigeres dauerhaftes Rentenniveau will die SPD verhindern, dieses würde dann zu viel höheren Rentenbeiträgen und Steuern führen. Der Beitrag den Arbeitnehmer in die Rentenkasse zahlen würde von 19 auf fast 30 Prozent steigen, nach einigen Berechnungen. Dabei ist die Union kritisch. Ein anderer Weg wäre es das Rentenbeitrittsalter zu erhöhen, anstatt die Rentenbeiträge und Steuern. Dieses lehnen die SPD und Union ab.

Die Altersbezüge zu stabilisieren dafür sprechen sich die DIW-Forscher aus. Markus Grabka, ein Autor der Studie sagte: „Die Akzeptanz für das Alterssystem wird leiden, wenn das Rentenniveau weiter sinkt und ein Mindestlöhner keine höheren Altersbezüge bekommt als jemand, der gar nicht gearbeitet hat". Das Bild sieht anders aus, wenn das Gesamte Vermögen der Alter Ruheständler berücksichtigt wird.

Jedoch ist in Deutschland dieses ungleicher verteilt, als in den meisten anderes Wirtschaftsländern. So besitzen die zehn Prozent der Bestverdiener im Ruhestand im Schnitt mehr als 400 000 Euro und die ärmere hälfte höchstens 100 000 Euro. Auch wenn er sein Vermögen ausgibt, jeder Vierte kann seinen aktuellen Lebensstandard im Alter nicht mal für fünf Jahre aufrechterhalten.Quelle: deutschlandfunk.de

Quelle: sueddeutsche.de

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Grundrente. Was erwartet uns da?

Bidlbeschreibung: Gebäude des BMAS in Berlin.

Kaum gibt es eine Einigung im Rentenpaket, schwirrt ein neuer Begriff durch das Netz. Die "Grundrente". Wir haben nachgefragt und uns einmal genauer mit dem Thema befasst.

Natürlich ist die Grundrente nichts neues, sondern Bestandteil des Koalitionsvertrages zwischen SPD und CDU. Laut Koalitionsvertrag soll die Grundrente zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs liegen und ist für Menschen bestimmt,
die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben. Die Grundrente soll dabei für bestehende und zukünftige Rentner gelten. Die Voraussetzung zum Bezug der Grundrente ist eine Bedürftigkeitsprüfung entsprechend der Grundsicherung.
Dabei soll das ganze über die Rentenversicherung abgewickelt werden, die in dem Zusammenhang mit den Grundsicherungsämtern (Sozialämtern) zusammenarbeiten soll. Eine weitere Voraussetzung für einen Anspruch, sollen 35 Jahre Beitragszeiten sein.
Ein weiterer Aspekt: Die Grundrente soll nicht dazu führen, dass selbst genutztes Wohnungseigentum, aufgegeben werden muss. Wie die genaue Ausgestaltung der Grundrente aber am Ende aussehen wird, bleibt noch abzuwarten.
Leider konnte uns das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) noch nicht mehr Antworten geben, da die genaue Ausgestaltung noch offen ist.
Ist Grundrente nun wirklich die Lösung? Für Menschen mit Erwerbsminderung wohl kaum, denn diese werden nur in seltenen Fällen die 35 Jahre Beitragszeit erfüllt haben. Zudem kann die Grundrente am Ende auch dazu führen, dass noch weniger im Portemonnaie bleibt, als für Menschen, die zusätzlich Leistungen nach dem SGB XII erhalten.
Der Grund ist relativ einfach. Mit der Aussage "zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs" fallen diese Menschen plötzlich aus der Befreiung von Rundfunkgebühren raus. Auch andere Leistungen, wie bspw. Vergünstigungen im öffentlichem Nahverkehr könnten gefährdet sein, bieten viele Gemeinden und Städte, diese Vergünstigungen nur SGB XII und SGB II Leistungsempfängern an.
Da aber die Ausgestaltung noch offen ist, dürfen wir abwarten, denn das hier die öffentliche Meinungen und sowie die "Bedenken" von den Sozialverbänden wirklich Einfluss haben wird, wie auch aus dem verabschiedeten Rentenpaket zu erkennen ist, darf man bezweifeln.
Vielleicht müssen wir uns aber daran gewöhnen, dass "Bedenken" seitens Vereine und Verbände eben nicht mehr ausreichen um auf Probleme zu diesem Thema aufmerksam zu machen. Russland und auch Spanien, hat es geschafft, dass die Menschen wegen der Rentenpolitik von ihrem Demonstrationsrecht gebrauch machen. In Deutschland scheint es hingegen eher utopisch zu sein, mit Massendemos seinen Protest zu zeigen. Wer sollte diese auch organisieren.
Wir bleiben am Thema dran und werden bei Neuigkeiten weiter informieren.

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Das Rentenpaket - Ein Kommentar

Bildbeschreibung: Pressebild von Hubertus Heil

Nun brüstet sich Hubertus Heil mit seinem Rentenpaket, doch wer genau hinschaut wird feststelle, dass Hubertus Heil trotz aller Kritik eher auf Durchzug schaltet. Genau dieser Meinung kann man kommen, wenn man auf der Internetpräsenz von der BMAS sich einmal durchliest, was diese über das neue Rentenpaket schreibt (https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/rentenpakt-beschlossen.html).

Es ist schön, dass man die Altersversorgung stabilisieren will, das Mütter endlich durch eine Rentenerhöhung (Rentenpunkte) Anerkennung bekommen. Positiv sicherlich auch, dass Beschäftigte mit geringem einkommen entlastet werden sollen. Leer ausgehen werden aber wieder einmal die Bestandsrentner. Es wird wieder nur von "erwerbsgeminderten" gesprochen. Die Formulierung "Menschen mit Behinderung" in diesem Zusammenhang vermieden. Nennt man das in einem modernen Sozialstaat "Chancengleichheit"? Das zeigt auch, dass Empfehlungen des Bundesrats einfach ignoriert werden.

Das Rentenpaket wird jetzt bereits als "beschlossen" verkauft, obwohl es nicht einmal im Parlament beschlossen und im Bundesrat genehmigt wurde. Können betroffene nur noch hoffen, dass dort noch die Einsicht gewinnen wird.

Entwicklung des Rentenbeitrags in Deutschland

Bildbeschreibung: Es ist ein Laptop zu sehen, vor dem eine Statistik Grafik liegt.

Wie in der folgenden Übersicht zu erkennen ist, hat Deutschland schon seit vielen Jahren einen stabilen Rentenbeitrag. Das trotz steigender Lebenserwartung in Deutschland.

Begründen lässt sich das sicherlich durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes, die für eine steigende Anzahl von Beitragszahlern sorgt.

Infografik: So hat sich der Rentenbeitrag entwickelt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Kommt das neue Rentenpaket um jeden Preis?

Bildbeschreibung: Pressebild von Hubertus Heil

Erst gestern machte ein Artikel im Tagesspiegel Hoffnung auf ein Rentenpaket welches alle Rentner berücksichtigt. Dort wurde ein Statement von Karl-Josef Laumann (CDU) veröffentlicht, in dem es noch hieß: „Krankheit darf nicht arm machen“. Zwar fehlt auch hier wieder jeder Bezug, dass EM-Rentner meist Menschen mit Behinderung sind.

Der Rentenexperte der Linkspartei, Matthias W. Birkwald, hat laut dem Tagesspiegel- Artikel sogar die Aussage getroffen „Ausgrenzung der Altfälle sei ein Skandal“. Dieser Aussage kann man sich sicherlich anschließen, wenn man bedenkt, das auch diese Altfälle Menschen mit Behinderung sind und eine Ungleichbehandlung behinderter Menschen durchaus als Skandal betrachtet werden kann.

Laut eines
AFP
Berichts, hat Hubertus Heil die Union aufgerufen,, den Kabinettsbeschluss seines Rentenpakets nicht zu verzögern. Klingt also beinahe so, als wenn Hubertus Heil es mit einem Kabinettsbeschluss sehr eilig hat. Lieber schnell beschließen, als weitere Diskussionen zulassen? Schließlich wird um das Rentenpaket viel diskutiert und es hagelt von vielen Verbänden harsche aber gerechtfertigte Kritik.

Für die Kritiker kann das nur schnelles Handeln bedeuten, damit nicht wieder jede Diskussion im Keim erstickt wird. Ob aber Diskussionen ausreichen, ist mehr als fragwürdig. Wenn sich also jetzt keiner einsetzt, dass EM-Rentner endlich nicht nur so bezeichnet werden, sondern endlich auch die politische Anerkennung und in dem Bezug die UN-Behindertenrechtkonvention, sowie die Formulierung „Menschen mit Behinderung“ in dem Zusammenhang thematisiert wird, wird es wieder ein Rentenpaket geben in dem eine Chancengleichheit behinderter Menschen durchaus hinterfragt werden muss.

Rentenerhöhung so hoch wie lange nicht mehr

Bildinhalt: Mehrere Euro Münzen.
Bildinhalt: Mehrere Euro Münzen.

In Deutschland bekommen rund 20 Millionen Rentner zum nächsten Monat eine Rentenerhöhung, dieses ist so hoch wie seit langem nicht mehr. Jedoch aus der Sicht der Sozialverbände sind die Probleme für Rentner die eine geringe Rente beziehen nicht gelöst.

Zudem warnen die Renten-Experten davor, das System jetzt weiter laufen zu lassen ohne Änderungen. Die Jahre davor gab es entweder keine Rentenerhöhung oder nur in der 2 Prozentmarke. Die Rente steigt zum 1. Juli 2018 um 3,37 Prozent (West) und 3,22 Prozent (Ost).

Die Erhöhung haben die Rentner der guten Konjunktur und dem schnellen Anstieg der Löhne zu verdanken. Sandra Wissen von der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd sagt: „Die Rentenanpassungen hängen davon ab, wie sich der Lohn entwickelt. Das heißt, je nachdem wie die Löhne gestiegen sind, ist auch die Rentenanpassung dementsprechend höher." Die Meinungen unter den Rentnern zur Erhöhung sind unterschiedlich.

In München bei einem Aktionstag des Sozialverbandes VdK gab es unterschiedliche Meinungen: „Ja ich glaube, dass das nicht schlecht ist. - Das hört sich viel an, aber es wird ja alles teurer. - Das ist eine Frechheit an und für sich. Jetzt wird das alles teurer, bei den Bahnfahrten, weil die mehr Gehalt kriegen – Also, wo sind wir mit unseren drei Prozent dann, wo sammer do?" Bei einer Rente von 2 700 Euro im Monat werden 87 Euro im Monat ab Juli dazukommen.

Doch dieses ist die höchste denkbare Rente. Wenn man bedenkt das in Bayern Frauen so im Schnitt zwischen 600 und 700 Euro Rente bekommen macht das ein plus von rund 20 Euro. Im Saarland bekomme die Frauen die geringste Rente um die 491,00 Euro.

Das Rentensystem baut auf die alte Logik auf, das bei gutem Verdienst eine hohe Rente im Alter gezahlt wird. Doch die Bundesregierung setzt eine Kommission ein die Vorschläge machen soll, ob das Rentensystem aus der Bismarck-Zeit noch zukunftssicher ist. Axel Börsch-Supan der Ökonomie Professor der mitarbeitet in der Kommission sagt: „Die Rente bezahlt sich aus den Beiträgen der Jungen. Alles, was die Alten mehr bekommen, muss den Jungen weggenommen werden und umgekehrt. Und diese Balance aufrecht zu erhalten, trotz des demographischen Wandels, ist das Haupt-Kunststück, was wir zu machen haben."

Die Kommission diskutiert auch unteranderem über das Renten-Eintrittsalter, ob dieses für alle die nach 194 geboren sind, inzwischen bei 67 Jahren liegt, noch weiter angehoben werden sollte. Ulrike Mascher die VdK Chefin fordert staatliche Maßnahmen. Es müsse für Bezieher von mittlerer und niedriger Renten sich etwas ändern und getan werden. Mascher sagte: „Dass die Mieten nicht mehr weiter ins Nirvana wachsen, wo man sich gar nicht vorstellen kann, wie man die noch bezahlen soll. Und die Frage ist, stellt zum Beispiel der Verkehrsverbund ein preisgünstiges Seniorenticket zur Verfügung?"

Bei vielen Rentnern findet Mascher mit den Forderungen Zustimmung. Die hohe Rentenerhöhung ist eine Ausnahme, gegenüber den letzten Jahren.

Quelle: br.de

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Weihnachten im Rentenalter



Viele Menschen feiern traditionell mit ihren Familien zusammen. Es ist das Fest in dem sich alle bewusst auf ihrer Familie konzentrieren und dieses wird jeden umso mehr Bewusst, wie schön es ist mit der Familie zu feiern.

Im Vordergrund stehen natürlich die Kinder. Doch im Alter ist es meisten nicht mehr so leicht, denn die eigenen Kinder feiern lieber mit Ihrer eigenen Familie Weihnachten und die Bekannten sind entweder selber alleine zu Hause aus Gesundheitlichen Gründen oder Sie sind bereits verstorben.

Der Fernseher läuft im Hintergrund um der Einsamkeit zu entfliehen, es ist derselbe Weihnachtsfilm wie die 10 Jahre zuvor. Als es noch prächtige Weihnachtsfeiern gab und die ganze Familie war da und die Enkelkinder und deren glänzenden Augen, als Sie ihre Geschenke bekommen haben. Doch jetzt ein paar Jahren später alleine, wird der selbe Film geschaut, um sich etwas Weihnachtliche Stimmung nach Hause ins Wohnzimmer zu holen. Auch der Geruch von den Gebackenen Plätzchen der den Raum erfüllte ist nicht mehr.

Das backen der Plätzchen mit den Enkelkindern zauberte ein warmes Herz und ein Lächeln auf die Lippen, es ist schon lange nicht mehr so. Das Weihnachtsessen darauf haben sich immer alle gefreut, es war ganz klassisch die Weihnachtsgans, eine Familien Tradition und jeder liebte den Duft, der einen das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. Es wurde das feinste Porzellan herausgeholt und die braune Soße war einfach nur himmlisch. Die Kinder aßen immer nur die hälfte ihres Tellers auf, doch innerlich musste ich grinsen, weil ich mich an meine Kindheit erinnerte und genauso war.

Doch jetzt sind sie nicht mehr da und ich schaue Fernsehen und der Tisch ist nicht mit Kerzen und feinsten Porzellan gedeckt. Es gibt auch keine Weihnachtsgans, warum allein Kochen für sich selber. Es ist nicht mehr wie es war. Den Weihnachtsbaum holte mein Sohn für uns, es war ein richtig schöner großer, eine Nordmanntanne. Alle halfen mit ihn zu schmücken. Er war ein Augenschmaus mit seinen vielen goldenen, silbernen und rosa Kugeln ganz oben war ein Stern drauf gesteckt, der Stern von Bethlehem. In Gold leuchtete er und das goldene Lametta und die kleinen Engel aus Holz zierten unseren Weihnachtsbaum.

Nur heute ist kein Weihnachtsbaum mehr da, mein Sohn feiert mit seiner Familie und die Enkelkinder sind auch nicht mehr da. Das Strahlen und der Glanz vom Weihnachtsbaum sind nicht mehr da. Der Raum ist nicht mehr das, was er mal war zur Weihnachten.

Am Heiligabend durften die Kinder um 18 Uhr nicht mehr ins Wohnzimmer, wir bereiteten alles vor. Dann um 20 Uhr war die Bescherung. Die Augen der Kinder sehe ich noch heute vor mir und mir wird ganz warm ums Herz.

Doch heute ist hier nur noch eine Leere im Raum. Es ist zwar Weihnachten, doch der Glanz der mal war ist Weg und nur noch die Erinnerungen sind geblieben. Wir gerne würde ich wieder Weihnachten feiern und nicht alleine. Mit meinen Nachbarn die selber Rentner sind und genauso einsam sind würde ich gerne Weihnachten feiern, doch keiner traut sich zuzugeben das er einsam ist.

Dieses ist eine Geschichte die Aufmerksam machen soll, dass es viele Menschen gibt die genauso wie die Dame in der Geschichte alleine Weihnachten feiern und nur noch ihrer Erinnerungen haben von den schönen Zeiten, deshalb traut euch eure Nachbarn einzuladen und die Herzen zu öffnen.

Denn wir alle werden älter und die kleinen Gesten sind die wahren großen Gesten die einen vom Herzen Erfüllen. Eine schöne Zeit jemanden zu schenken, ist doch der Sinn der hinter Weihnachten steckt, das Fest der Liebe.

Rentenlücke für junge Menschen ...



Schon heute ist jedem bewusst, die Altersrente wird bei vielen Menschen zur Altersarmut führen. Dabei sind Menschen "älterer Generation" davon weniger bedroht, als junge Menschen. Eine wirkliche Prognose abzugeben ist nicht einfach, darum wird jede Aussage zu diesem Thema, zu einem Zahlenspiel. Aber warum sind es gerade die jungen Menschen, für die eine Rentenlücke aufklafft?

Beobachten wir dazu einmal die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Zunehmend kommt es zu Unterbrechungen im Arbeitsleben. Der Niedriglohnsektor weist mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen auch nicht gerade die Sicherheit für eine stabile Altersversorgung auf. Die fallenden Lohnkosten, bringen zunehmend weniger Geld in die Rentenkasse. Zudem lässt die Bereitschaft für eigene Kinder immer mehr nach. Die Zahl der Single Haushalte steigt. Gründe sind hier oft der eigene Job, der gar keine Zeit mehr lässt, um Familie attraktiv und verantwortungsbewusst entstehen zu lassen.

Als Geringverdiener mit etwa 1100 Euro, bekommen im Ruhestand zwar den Berechnungen zufolge etwa 70% also etwa 770 Euro, liegen damit aber unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Laut einer Studie der Bertelsmann - Stiftung, droht 2036 jedem fünften die Altersarmmut.

Wie viel jemand aber zum Erhalt seines Lebensstandards im Alter benötigt, hängt oft von der Lebenssituation ab. Dinge wie Lebenshaltungskosten, Miete und Energiekosten, lassen sich heute in keiner der Berechnungen berücksichtigen. Wir reden also bei allen Berechnungen von Zahlenspielen. Manchmal gewinnt man daraus den Eindruck, dass bei diesen Zahlenspielen der clevere Versicherungsvertreter

redet um eine Versicherung zum Schutze der Altersversorgung abzuschließen. Doch selbst hier weiß keiner, wie sich der Finanzmarkt entwickelt und ob diese Zusatzversicherungen wirklich alle Risiken abdecken kann. Zudem sind für viele Geringverdiener solche Versicherungen gar nicht finanzierbar, da Geringverdiener bereits mit dem bestehenden Einkommen knapp haushalten müssen. Was davon übrig bleibt, ist ein Geringverdiener, ohne Chance sich fürs Alter absichern zu können.

Wer dann aber doch das Geld zu einer Zusatzversicherung hat, dort hinein investiert, bekommt keine 100% Garantie, dass diese Zusatzversicherung vor allem schützt und den zu versichernden dann auch das Erwartete wieder gibt.

Somit bleibt Rente ein Risiko, welches nur schwer einzuschätzen ist. Das viele Menschen bei solchen Perspektiven mit Frust reagieren ist verständlich. Gerade wenn in den Medien zu lesen ist, wo wieder Gelder hineininvestiert wird. Investitionen die keine direkte Auswirkung auf den einzelnen Bundesbürger haben, verwundert einen der zunehmende Frust nicht. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass gerade bei Renten, eine Finanzierung mit Nachhaltigkeit notwendig ist. Es nützt nur wenig, mal ein paar Milliarden in die Rentenkasse einfließen zu lassen, dann damit ein paar Rentner "glücklich" zu machen, wenn dann dieses Geld in ein paar Jahren aufgebraucht ist. Ein gutes Rentensystem muss Konstrukte schaffen, die eine nachhaltige Finanzierung auf 50 Jahre sicher stellt.

Gerade bei dem Rentenpacket der SPD ist zu erkennen, wie Gerechtigkeit funktioniert - gar nicht -. Aber die SPD hat sich hier wieder clever der Verantwortung entzogen, indem man sich vor dem Inkrafttreten einfach in die Oppositionsrolle bewegt, anstatt für die nächsten 4 Jahre für das Handeln in der Vergangenheit, Verantwortung zu zeigen.

Somit wird das Thema Rente und deren Finanzierbarkeit uns wohl noch viele Jahre beschäftigen, wenn nicht sogar eine "never ending Storry" sein.

Höhere Erwerbsminderungsrente ab 2018



Die Erwerbsminderungsrente wird erhöht. Die Bundesarbeitsministerin Frau Nahles (SPD) hat den Gesetzes Entwurf am 15.02.2017 in das Bundeskabinett gebracht und dieser wurde von der Mehrheit der Koalition besprochen und beschlossen. Frau Nahles sagte „wichtiger Schritt, um Armut zu verhindern“.

Dabei muss man beachten das jedes Jahr etwa 170.000 Arbeitnehmer ihre Arbeit nicht mehr nachgehen können. Diese bekommen eine Erwerbsminderungsrente, das Sie nicht mehr drei Stunden arbeiten können. Die heutige Erwerbsminderungsrente ist durchschnittlich 672 Euro im Monat.

Daher sind 15 Prozent der Bezieher auf zusätzlicher Grundsicherung angewiesen. Allerdings wurde schon vor zwei Jahren die Erwerbsminderung angepasst. Davor waren es durchschnittlich 628 Euro im Monat. Die schon Erwerbsminderungsrente beziehen werden nicht berücksichtig, bei der Erhöhung. Ab Anfang 2018 beginnt die Zurechnungszeit schrittweise von 62 auf 65 Jahre wird diese erhöht. Ab 2024 ist die Erhöhung vollständig angepasst. Von der Erhöhung profitieren allerdings 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrente nicht.

Der Sozialverband VdK beklagt, dass Sie bis an Lebensende Armutsfälle sind und keine Chance darauf haben Ihre Lebensumstände zu verbessern. Die Mehrausgaben sind gering am Anfang, durch die schrittweise Erhöhung. Nahles rechnet 2021 mit 140 Millionen Euro und 2030 mit etwa 1,5 Milliarden Euro. Dadurch dürfte es zu einer Erhöhung des Beitragssatzes um ca. 0,1 Prozentpunkt kommen.

Krank - Abseits von der Gesellschaft


Bildquelle eu-schwerbehinderung.eu

In der gestrigen Wahlarena im TV, zeigte Frau auf, was für ein Schicksal vielen droht, die unvorhergesehen erkranken und in Folge dieser Krankheit in die Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit fallen.
Oft reicht die Erwerbsminderung- Rente (EM-Rente) nicht aus um den jahrelang erarbeiteten Lebensstandard zu halten. Die EM-Rente ist für viele Menschen so gering, dass sie auf weitere Unterstützung des Staats angewiesen sind (Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII).

Für viele Menschen fangen somit die nächsten Problem an. Trotz Krankheit, müssen diese Menschen ihr vertrautes Wohnumfeld verlassen um in günstige Sozialwohnungen umzuziehen. Diese Zusatzbelastung ist oft für solche, teils sehr schwer erkrankten Menschen nicht leistbar. Hinzu kommt, dass eine neue Wohnumgebung auch oft zur sozialen Isolation führt, denn der Umzug macht es nicht selten schwierig, seine Sozialen Kontakte aufrecht zu halten. Doch bevor man voreilig einen Wohnort- Wechsel anstrebt, ist es immer sinnvoll, sich beim Sozialamt beraten zu lassen. Es kann durchaus Gründe geben, die es ermöglichen, auch auf längere Dauer in der bestehenden Wohnung zu bleiben. Auch der Deutsche Mieterbund kann hier beratend zur Seite stehen.

Gerade chronisch erkrankte Menschen sind meist auf fremde Hilfe angewiesen. Da sich aber nicht selten der Freundeskreis durch die Krankheit reduziert, nicht jeder die Unterstützung der Familie hat, sind diese Menschen auf sich alleine gestellt. Das kann neben der sowieso schon belastenden Krankheit, fatale Folgen für diese Menschen haben. Nicht selten entwickelt sich aus solcher Situation eine Depression, was die Gesamtsituation noch mehr erschwert. Wohin das noch führen kann, haben wir in dem Beitrag EM-Rente - Und jetzt? berichtet.

Eine andere Geschichte zu dem Thema haben wir in der Rubrik "Ihre Geschichte". Lesen sie selbst Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit ......

Sind sie auch betroffen oder kennen jemanden, schreiben sie uns einfach über unser Formular Ihre Geschichte.
Wer den Ausschnitt aus der Wahlarena vom 18.09.2017 noch einmal sehen möchte, kann sich ab Minute 57, das Video anschauen.

Bei der Rente können Schwerbehinderte früher ohne Abschlag in Rente gehen



Ab wann kann man die Rente als Schwerbehinderte in Anspruch nehmen?

Vor dem 63. Geburtstag ist es möglich die Rente ohne Abschläge in Anspruch zu nehmen.

Kann man die Rente für Schwerbehinderte auch vor dem 63. Geburtstag in Anspruch nehmen?

Ja, dieses ist möglich. Nach dem jeweiligen Geburtsdatum ist es auch schon mit über 60 Jahren möglich. Dabei sollte man aber beachten, dass man bei der Rente bis zur 10,8 Prozent (36 Monate x 0,3 wenn man drei Jahre früher in Rente geht) an Abschlägen haben kann. Das bedeutet bei einer durchschnittlichen Schwerbehindertenrente von 1089 Euro im Monat, würde man wenn man drei Jahre früher in Rente geht, auf fast 118 Euro im Monat verzichten. Jeder Monat vor dem 64 Lebensjahr kostet somit 0,3 Prozent ihrer Rente.

Eine genaue Tabelle finden Sie im Sozialgesetzbuch: § 236a SGB VI Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Welche Voraussetzungen müssen erfüll sein?

Es müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

1. Es muss am Tag des Rentenbeginns der Schwerbehindertengrad (von mindestens 50 GdB) bestehen.

2. Es muss die 35-jährige Wartezeit am Tag des Rentenbeginns erfüllt sein. Bei einer geringeren Wartezeit besteht kein Anspruch auf eine frühzeitige Rente wegen Schwerbehinderung. Es werden bei der Wartezeit auch z.B. Kinder­erziehung und des Bezugs von Kranken- oder Arbeits­losengeld berücksichtig, es lohnt sich dabei immer den Rentenverlauf im Überblick zu haben.

Hat man einen Anspruch bei einer späteren Verbesserung des Gesundheitszustands?

Wenn die Schwerbehindertenrente bewilligt wurden ist, sind Behinderten die Rente auch dann sicher, wenn sich der Gesundheitszustand im Ruhestand verbessert. Auch dann, wenn man später nicht mehr schwerbehindert ist, bleibt der Rentenanspruch bestehen.

Was sollte man noch zur guter Letzt beachten?

Beantragen sie rechtzeitig ihre Rente auch wenn noch nicht der Behinderungsrad feststeht eventuell, weil ein Widerspruchsverfahren noch läuft. Warten Sie nicht. Beantragen Sie die Altersrente für Schwerbehinderte mit ihren passenden Wunschtermin. Denn es wird die Schwerbehinderung rückwirkend anerkannt, dass bedeutet: Sie bekommen rückwirkend automatisch einen Anspruch auf Rente. Denn ohne rechtzeitiger Beantragung gibt es erstmal keine Rente.

Quelle: http://www.focus.de/

Autor: Redaktion / © EU-Schwerbehinderung



Kurznachrichten

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Altersarmut - Leben am Limit



Inspiration für diesen Artikel war ein Beitrag des Morgenmagazins in der ARD (hier auf Facebook zu sehen). Immer wieder ist zu hören "Die Rente reicht nicht". Eine Aussage, die schockiert und viele Menschen aufwühlt. Darum sind wir mit ein paar Zahlen an das Problem rangegangen.

Rechenbeispiel:
In der Ausgangssituation sind wir von einem Durchschnittsgehalt von 1950€ Brutto pro Monat ausgegangen. Bei 45 Jahren Arbeitszeit, ergibt sich somit ein Gesamteinkommen von 1053000€. Der RV Beitrag liegt aktuell bei 18,7%. Somit entspräche das bei dem Einkommen eine Gesamtzahlung von 196911€ an die Rentenversicherung. Ausgehend davon, dass das Durchschnittsalter in Deutschland bei 80 Jahren liegt, müsste man diese Summe auf die Jahre (15 Jahre) aufteilen. Daraus ergibt sich eine Monatsrente von 1093,95€. So rechnet aber die Rentenkasse nicht, denn bei der Rentenkasse geht es um Rentenpunkte. Diese kann man in einem Online- Rechner selbst berechnen. Bei unserem Beispiel kämen wir auf 34,10 Rentenpunkte. Das macht bei einem Rentenwert von 31,03€ (west - Stand 2017), eine Brutto- Rente von 1058,12€ west. (Rentenpunkte * Rentenwert), oder 1012,43€ ost.



Die Altersarmut hat also noch ganz andere Gründe. Nicht nur, dass das von uns verwendete Einkommen, für manche Menschen nie erreicht wird, sondern wir müssen auch berücksichtigen, dass nicht jeder die 45 Jahre Beitragszeit erreicht hat. Gerade Eltern kennen das Problem. Ist das Kind noch nicht schulpflichtig, muss ein Elternteil meist auf eine Halbtagsstelle umsteigen, denn die Kinder wollen versorgt werden. Das kompensiert auch keine Mütterrente. Noch härter trifft es dabei alleinerziehende.

Ein weiterer Grund, der zur Altersarmut führen kann, ist die Langzeitarbeitslosigkeit, oder wenn es sich um Menschen handelt, deren Einkommen weit unter unserem Rechenbeispiel liegt. Denn laut Statistischen Bundesamt gilt in Deutschland jemand als arm, wenn sein Nettoeinkommen (Single) unter 781€ im Monat liegt. Selbst unser Rechenbeispiel ist nicht weit weg von der Armutsgrenze. Da ist es kein Wunder, wenn betroffene sich aufregen, wenn Deutschland Milliarden Euros in andere Projekte steckt. Zumal leider damit zu rechnen ist, dass die Tendenzen zur Altersarmut steigen werden. Auch Mindestlöhne von 8,50€ helfen da nicht wirklich weiter. In unserem Rechenbeispiel, liegt der Stundenlohn (bei 7,5 Stunden Arbeitszeit am Tag) bei 13€. Grob gerechnet müsste das Durchschnittseinkommen über eine Laufzeit von 45 Jahren, bei 1450€ brutto im Monat liegen, um vor Altersarmut geschützt zu sein.

Viele Rentner haben zudem das Problem, dass sich ihre Lebenshaltungskosten nicht auf dem gleichen Niveau, wie vor der Rente bewegt. Da kommen Zusatzbelastungen, wie Medikamente, hinzu. Auch das Einkaufen reduziert sich in vielen Fällen auf den teuren Supermarkt um die Ecke, da der Gang zu billigeren Einkaufsmöglichkeiten, teilweise nicht mehr möglich ist. Das solche Situationen die Menschen in die soziale Isolation drängen können, ist gut vorstellbar. So kann das Leben im Alter zu einem Leben ohne Würde werden.

Das Thema wird uns wohl noch lange begleiten. Ob es überhaupt jemals zu lösen ist? Vermutlich nur, wenn auf politischer Ebene ein komplettes Umdenken statt findet.

EM-Rente - Und jetzt?



Viele kennen den Leidensweg. Irgend ein Ereignis, führt einen in eine nicht vorhersehbare Krankheit. Gesichert ist man durch Krankengeld. Damit fängt eine Zeit an, in der man die Krankheit auskurieren kann. Doch in der Praxis geht das nicht immer so glimpflich ab und die nächsten Schritte, wie Übergangsgeld und der Antrag auf EM-Rente folgen. Dabei gibt es von der Rentenkasse einen schönen Grundsatz: "Reha vor Rente". Dieser Grundsatz ist gut, denn er soll betroffene vor der Erwerbsminderung retten. Leider ist das nicht immer möglich und die Reha stellt maximal eine Hilfestellung da, wie man mit der Erkrankung den Alltag meistern kann. Selbst zu dem Genuss der Reha, kommt aber nicht jeder. Beispielsweise, wenn nicht einmal eine Reha Fähigkeit gegeben ist. Was folgt: EM-Rente.

Mit der EM-Rente verlieren aber viele Menschen den Boden unter den Füßen, denn plötzlich gewinnen betroffene eine Freizeit, die irgendwie gefüllt werden muss. Wer ein Hobby hat, dieses trotz Erkrankung noch ausführen kann, behält vielleicht ein wenig Lebensinhalt. Vielen fehlt aber selbst das, oder die Krankheit verbietet die Ausübung des Hobbys. Zudem passiert es nicht selten, das betroffene in eine soziale Isolation fallen, da die Ursache, welche zur Erwerbsminderung führte, die Personen selbst daran hindern. Hinzu können auch noch finanzielle Probleme kommen, denn nicht immer reicht die EM-Rente aus um einen Grundlebensstandard zu halten. In solchen Fällen ist die Aufstockung durch Leistungen nach dem SGB XII, also der Gang zum Sozialamt, unausweichlich. Für betroffene keine schöne Situation.

In einem solchen Fall drohen leider für die Menschen viele Gefahren. Vereinsamung oder gar Depressionen drohen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Drogenmissbrauch (Alkohol etc.)
Darum ist es für diese Menschen enorm wichtig, dass sie trotz Krankheit, ein Leben führen können, was ihnen Sinn gibt. Oft können dabei Selbsthilfegruppen unterstützen, aber auch der gute Kontakt zu Familie und Freunden. Für manche ist es hilfreich, sich einfach nur ehrenamtlich zu engagieren. Es gibt viele Möglichkeiten.

Aus diesen genannten Gründen ist es für diese Menschen wichtig, dass die Gesellschaft nicht einfach wegschaut, sondern sich auch mit den Themen, wenn auch nicht immer selbst betroffen, befasst. Denn wir dürfen nie vergessen: Es kann jeden treffen.




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