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Pflegeverband fordert Erleichterungen bei der Ausbildung

Bildbeschreibung: Ein Mädchen mit einer Mundmaske.
Foto: © Gustavo Fring

Die Pflege treibt weiterhin die Beschäftigung in Brandenburg. Das stellt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) auf Grundlage aktueller Zahlen der Bundesagentur für Arbeit fest. Demnach stieg die Beschäftigung im Bereich "Heime und Sozialwesen", der vor allem die Pflegeeinrichtungen umfasst, innerhalb eines Jahres um 5,2 Prozent, während die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft nur um 2 Prozent wuchs.

Zwischen September 2020 und September 2021 entstanden 4.300 neue Stellen, insgesamt 67.400 Menschen sind inzwischen landesweit in diesem Bereich beschäftigt.

"Diesen beeindruckenden Zuwachs haben die Pflegeunternehmen ganz ohne Tarifzwang und politische Einmischung auf die Beine gestellt", sagt die stellvertretende brandenburgische bpa-Landesvorsitzende Simone Leske. Sie sieht die Politik in der Pflicht, möglichst alle Hürden zu beseitigen, damit die Pflegeeinrichtungen diesen Jobzuwachs fortsetzen können. Schließlich steige auch die Zahl der Pflegebedürftigen nach wie vor rasant an.

"Angesichts dieser Herausforderungen können wir es uns zum Beispiel nicht leisten, zugelassene Pflegeschulen in langwierige zusätzliche Zertifizierungen bei der Agentur für Arbeit zu zwingen, damit dort auch berufsbegleitend ausgebildet werden darf", kritisiert Leske.

Viele Schulen wollten diesen Aufwand nicht mehr betreiben und sich nur noch auf die Regelausbildung konzentrieren. "Damit würden wir all die Berufsumsteiger verlieren, die jedes Jahr aus der berufsbegleitenden Ausbildung zu uns in die Pflege kommen. Wir können aber auf keinen Einzigen verzichten."

Autor: bpa / © EU-Schwerbehinderung



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