EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Häusliche Pflege muss laut Studie besser unterstützt werden

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und eine jüngere Frau.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der Sozialverband VdK Deutschland führte im letzten Jahr eine Pflegestudie unter dem Motto „Pflege zu Hause - zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ durch. In Sachsen beteiligten sich rund 600 Pflegebedürftige und pflegende Angehörige an der Studie. Unter den zu Pflegenden lag der Anteil der Frauen bei 54 Prozent und unter den pflegenden Angehörigen bei 81 Prozent. Bei 58 Prozent der Pflegebedürftigen lag ein Pflegegrad 3 oder 4 vor.

Pflegebedürftige wollen in der eigenen Wohnsituation bleiben

Geprägt ist die Pflegesituation vom Wunsch, in der eigenen Häuslichkeit gepflegt zu werden: So wollen 77 Prozent der pflegenden Angehörigen die Pflege zu Hause fortsetzen und 63 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause weiter gepflegt werden.

Für häusliche Pflege muss das Umfeld stimmen

Die Bedeutung eines passenden Wohnumfeldes wird dadurch unterstrichen, dass 58 Prozent der pflegebedürftigen Menschen und 67 Prozent der pflegenden Angehörigen angaben, dass ein Rollstuhl oder Rollator benötigt wird. Dafür waren auch zum Teil bauliche Veränderungen im Wohnumfeld nötig, um die häusliche Pflege sicher zu stellen.

Fazit der Pflegestudie

Die Studienergebnisse für Sachsen lassen erkennen, dass nötige bauliche Veränderungen vorrangig aus eigenen Ersparnissen (jeweils über 70 Prozentder pflegebedürftigen Menschen und der Angehörigen) finanziert wurden. Ergänzend dazu nahmen rund 60 Prozent den Zuschuss der Pflegekassen für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in Anspruch. Lediglich 3 Dieses Ergebnis zeigt aber, dass die finanziellen Mittel der Pflegeversicherung für die bauliche Verbesserung und Erleichterung der Pflege (aktuell 4.000 Euro) nicht ausreichend sind.

VdK-Landesverbandsvorsitzender Horst Wehner: „Hier ist der Gesetzgeber gefordert nachzubessern, um die Pflege auch weiterhin in der eigenen Häuslichkeit sicherzustellen. Ohne die häusliche Pflege ist bei der prognostizierten Zunahme der Pflegefälle ein Kollaps der gesamten Pflegesituation abzusehen. Deshalb muss Pflege zu Hause mit vielfältigen Maßnahmen, sowohl für die Betroffenen als auch für die Angehörigen, gestärkt werden.“

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen

Kommentare (0)
No ratings yet. Be the first to rate!
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht
Einen Kommentar verfassen (eventuell müssen Sie angemeldet sein)
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank