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Pflege von Angehörigen darf nicht im finanziellen Desaster enden

Bildinhalt: Eine älter Frau.

Sozialverband legt im Oktober Gutachten zur pflegebedingten Armut von Frauen vor. "Für die Angehörigen der Pflegebedürftigen ist der Gesetzentwurf ein Hoffnungsfunke. Wer in der eigenen Familie pflegt, der leistet harte Arbeit. Und dieses Verdienst darf nicht in einem finanziellen Desaster enden", sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der aktuellen Debatte über das Angehörigen-Entlastungsgesetz. "Zusätzlich begrüßen wir, dass der Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministers einen finanziellen Schutzschild für Kinder und Eltern pflegebedürftiger Familienmitglieder vorsieht", so Bauer weiter. Das geplante Gesetz der Bundesregierung sieht vor, dass Angehörige erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 Euro an den Pflegekosten beteiligt werden können.

Nach Einschätzungen des SoVD sind rund 1,65 Millionen der rund 2,5 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland Frauen. Um mehr über die Armutsrisiken pflegender Frauen zu erfahren, hat der SoVD ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse werden im Oktober veröffentlicht. Auf Grundlage der neuen Erkenntnisse will der Sozialverband zielgenaue Hilfsmaßnahmen vorschlagen.

Der SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten und der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Der SoVD vereint über 580.000 Mitglieder. Quelle: SoVD 

Gerade sind die Heimpreise seit 2018 so hoch wie noch nie. Es besteht die Gefahr das die Preise noch weiter ansteigen, durch die beschlossenen Sofortmaßnahmen von SPD und Union für eine bessere Bezahlung in der Pflege. Einerseits muss dem Fachkräftemängel entgegengewirkt werden, andererseits führt dieses dazu, dass die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Finanziell noch mehr belastet werden. Viele können sich jetzt schon die Heimunterbringen nicht leisten. Ein Grund für die ansteigenden Heimpreise sind die Kosten für das Pflegepersonal und die neuen Pflegegrade. Ab 2017 gibt es fünf Pflegegrade davor waren es drei Pflegestufen. Dieses regelt das neue zweite Pflegestärkungsgesetz. 

 

Bei den Pflegegraden ist die Einstufung unabhängig davon ob geistige, körperliche oder psychische Beeinträchtigungen vorliegen. Das hat zur Folge das alle Pflegestufen egal ob eine leichte (Pflegestufe 1) oder eine erhöhte Pflege erforderlich ist (Pflegestufe 5), alle bezahlen den gleichen Eigenanteil zu den Gesamtkosten hinzu. Im Vergleich zu 2016 zahlen so leichte Pflegegrade mehr Geld als, hohe Pflegegrade. Beispielsweise beim Cornelius-Werkes zahlen Pflegebedürftige vor zwei Jahren in der Pflegestufe 1 noch 1000 Euro Eigenanteile. So sind es nun 154 Euro mehr. Bei der Pflegestufe 3 musste ein Bewohner 1450 Euro bezahlen, jetzt sind es im neuen Pflegegrad 5 nun 20 Prozent weniger.

In vielen weiteren Heimeinrichtungen sind die Preise angestiegen wie etwa beim DRK Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land. Die Kosten sind für einen Heimplatz bei 2000 und 3300 Euro. Für den Pflegegrad 1 ist dies eine Preis Ansteigung um 22 Prozent.

Die höheren Pflegegrade müssen jeweils 24 Euro monatlich mehr zahlen. Viele beklagen sich das die Leistungen nicht besser geworden sind oder das Angebot sich dem entsprechend vergrößert hat. Es sind schlicht Weg einfach nur die Preise angestiegen. Dieses führt bei vielen Heimbewohnern und Angehörigen zur Unmut.

Betrachtet man die andere Seite verstehen viele, dass die Kosten gestiegen sind. Da die Betriebskosen oder Strom teurer geworden sind und die Pflegekräfte bezahlt werden müssen. Auch bedarf es für die 24-Stunden Pflege bei hohen Pflegegrade mehr Personal und dieses muss mitfinanziert werden. Gerade viele jüngere Menschen müssen durch eine attraktive Bezahlung an Bord geholt werden damit die Pflege eine Zukunft hat. Ob es eine Lösung ist das Personal aus dem Ausland zu holen?

Quelle: volkstimme.de

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