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Die Linken fordern Entgelte von Alten- und Krankenpflege angleichen

Bildbeschreibung: Eine Pflegerin neben ihr links ist ein 20,10 und 5 Euroschein.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Der Pflegefachkräftemangel macht sich in diesen Tagen besonders bemerkbar. Der Pflegenotstand herrscht schon seit Jahren insbesondere in den Pflegeheimen und Krankenhäusern. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat gestern einen Bericht zu Entgelten von Pflegekräfte vorgelegt. In diesem heißt es: "

Der Pflegebranche fehlen akut Fachkräfte. In der aktuellen Corona-Krise könnte sich die Lage noch einmal deutlich verschärfen. Als eine Ursache für den Fachkräftemangel werden u. a. zu niedrige Gehälter angeführt. Seit dem Jahr 2012 sind die Entgelte in der Krankenpflege im Großen und Ganzen entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen, in der Altenpflege waren die Steigerungen überdurchschnittlich."

Im Dezember 2018 haben die Fachkräfte in der Krankenpflege durchschnittlich 3.415 Euro geringfügig mehr als Beschäftigte insgesamt mit 3.304 Euro. Bei Helfer in der Krankenpflege liegt das Durchschnittsgehalt bei 2.596 Euro. In der Altenpflege verdienen die Fachkräfte im mittleren Lohn 2.877 Euro, das ist 12,9 Prozent weniger als die Beschäftigten insgesamt. Damit schneiden Helfer in der Altenpflege im Vergleich am schlechtesten ab. Im Mittel verdienen Sie 2.041 Euro, somit 555 Euro weniger als Helfer in der Krankenpflege und 38 Prozent weniger im Vergleich zum Mediangelt aller Beschäftigten.

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Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuell vom IAB veröffentlichten Zahlen zu den Entgelten in der Alten- und Krankenpflege teilt mit:

„Die geringen Verdienste in der Pflege sind einfach nur skandalös. Wir brauchen deutlich mehr Fachkräfte, und die werden wir nur mit höheren Entgelten gewinnen. Allein in der Altenpflege werden 13 000 Fachkräfte mehr benötigt, jedes Jahr, und das nur, wenn das gegenwärtige Versorgungsniveau gehalten werden soll.“

„Besonders beunruhigend ist die Differenz von deutlich mehr als 500 Euro, die man in der Altenpflege im Vergleich zur Krankenpflege weniger verdient. Wenn sich daran nicht schnell etwas ändert, laufen wir auf eine Katastrophe zu. Ab 2023/2024 werden die ersten generalistisch ausgebildeten Pflegefachkräfte eine Beschäftigung suchen. Kaum jemand wird das in der Altenpflege tun, wenn es im Krankenhaus mehrere Hundert Euro mehr gibt. Geradezu sprachlos macht die Situation in Ostdeutschland: Dort liegt die Differenz mit durchschnittlich 592 Euro sogar bei fast 600 Euro. Am größten ist der Unterschied in Sachsen-Anhalt und Sachsen, wo man in der Altenpflege 771 bzw. 678 Euro weniger verdient als in der Krankenpflege. Wir brauchen jetzt: Einen Corona-Zuschlag in der Alten- und Krankenpflege, der nach der Krise dauerhaft gezahlt wird, und eine Angleichung der Entgelte in der Altenpflege auf das Niveau der Krankenpflege.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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