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Verkürzung der Booster-Pause von sechs auf fünf Monate gefordert

Bildbeschreibung: Ein Arzt der eine Spritze aufzieht die einer Impfdose steckt auf der Covid-19 steht.
Foto: © Prasesh Shiwakoti (Lomash)

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat für eine kürzere Impfpause beim Boostern geworben: "Es spräche nichts gegen eine Verkürzung der Frist von sechs auf fünf Monate, wenn denn wirklich genug Impfstoff zur Verfügung gestellt wird wie versprochen. Das würde für deutlich mehr Tempo sorgen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

"Bleibt es bei den sechs Monaten, müssten mehr als 12 Millionen Menschen bis zum 1. Januar auf die Auffrischungsimpfung warten. Das wäre eine unnötige Bremse."

Auffrischungsimpfungen seien dringend notwendig, um die vierte Welle zu brechen. "Je mehr Menschen geboostert sind, desto weniger Impfdurchbrüche und Schwerkranke wird es geben. In Israel hat die frühe Boosterkampagne maßgeblich dazu beigetragen, die Inzidenzen schnell zu senken", sagte er.

Der BÄK-Präsident forderte überdies eine breite Werbekampagne fürs Impfen, auch von ungewohnter Seite: "Politik, Religionsgemeinschaften, Sportvereine, Influencer, Prominente, sie alle müssen noch stärker fürs Impfen werben und sich gegen Fake News und Verschwörungstheorien stellen und Vorurteile endlich ausräumen. Hier wurde viel versäumt in den zurückliegenden Monaten", kritisierte Reinhardt. "Es sind noch immer deutlich mehr als 10 Millionen Menschen ungeimpft, und die müssen uns wirklich am Herzen liegen. Wenn 60-Jährige noch nicht geimpft sind, dann ist das für sie persönlich wirklich gefährlich."

Reinhardt kommt mit seinem Apell vermutlich ein wenig zu spät, denn schon jetzt gibt es Bundesländer, darunter auch Berlin, wo das Boostern bei den niedergelassenen Ärzten und teils auch in den Impfzentren, erst am Januar 2022 möglich ist, da entweder der Impfstoff fehlt oder keine Termine mehr vorhanden sind.

Quelle: ots - news aktuell

Autor: kh / © EU-Schwerbehinderung



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