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Berlin stockt Corona-Prämie für Pflegekräfte auf

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Engin Akyurt

Pflegekräfte erfüllen eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe in unserer Gesellschaft. Mit der einmaligen Sonderleistung gemäß § 150 a SGB XI (Corona-Prämie oder Pflegebonus genannt) in Höhe von bis zu 1.000 Euro soll insbesondere der Einsatz der Beschäftigten in der Corona-Pandemie gewürdigt werden.

Der gestaffelte Anspruch richtet sich nach Arbeitszeit und Tätigkeit der Pflegekräfte. Die volle Prämie erhalten Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung.

Auch das Land Berlin kann die Corona-Prämie des Bundes zusätzlich auf bis zu 1.500 Euro steuer- und abgabenfrei aufstocken. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat Ende September die volle Aufstockung aus Landesmitteln beschlossen. Für den Landesanteil der Corona-Prämie stellt Berlin insgesamt 18,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Pflegesenatorin Dilek Kalayci von Berlin: „Über die einmalige Corona-Prämie hinaus benötigen Pflegekräfte vor allem eine verlässliche Zusage für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne. Deshalb setzt sich der Berliner Senat auf Bundesebene seit längerem für die Einführung eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags ein. Mit dem Berliner Pakt für die Pflege arbeite ich gemeinsam mit allen Verantwortlichen an der Steigerung von Auszubildendenzahlen und attraktiveren Arbeitsbedingungen.“

Niedersachsen und Hamburg hatten bereits im Juli die Aufstockung der Corona-Prämie für die Beschäftigten in der Altenpflege beschlossen. Ver.di teilte bereits im April dazu mit:

Die Sonderzahlungen ersetzten jedoch keinesfalls eine bessere Bezahlung in der Altenpflege, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Für die Zukunft sind deshalb dauerhaft bessere tarifliche Entgelte und Regelungen erforderlich.“ Über Pflegemindestlöhne könnten keine fairen Entgelte erzielt werden, dies zeige die Praxis. ver.di setze sich weiterhin für einen bundesweiten Tarifvertrag Altenpflege ein, der vom Bundesarbeitsminister auf das gesamte Arbeitsfeld erstreckt werde.

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Einen solchen Tarifvertrag müssten dann auch Arbeitgeber einhalten, die bislang sehr niedrige Löhne zahlten und schlechte Arbeitsbedingungen böten; er sichere das Lohnniveau nach unten ab und schütze auch Arbeitgeber vor einem ruinösen Wettbewerb. „Die Corona-Pandemie führt allen vor Augen, wie wichtig die Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen ist. Markt und Wettbewerb haben hier nichts verloren, die Politik muss hier dringend umsteuern“, so Bühler.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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