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Auf Kompetenzen der Pflegebedürftigen schauen

Bildbeschreibung: Foto von Dr. Annett Horn der Fachhochschule Münster
Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz

Mit der Corona-Pandemie gibt es gerade für Pflegeeinrichtungen immer mehr Herausforderungen. Insbesondere die Frage, wie jetzt die Angebote für betroffene Aufrechterhalten werden können, ist eines der Punkte mit denen man sich an der FH-Münster befassen will.

Mehr als 25 wissenschaftliche Fachgesellschaften mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich im Kompetenznetz Public Health COVID-19 zusammengeschlossen. Anfangs noch ohne eine Arbeitsgruppe Pflege, Gesundheit, Altern – die hat dann Prof. Dr. Annett Horn gemeinsam mit einem Kollegen gegründet. Das Netzwerk bündelt die Erkenntnisse, um sie für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen. „Wie können Angebote trotz der Pandemiebedingungen aufrechterhalten werden und wo gibt es gute Praxisbeispiele? Das ist in unserem Team eine wichtige Frage, um für politische Entscheidungen Wissen zu generieren“, sagt die Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin, die zum Wintersemester an die FH Münster berufen worden ist und am Fachbereich Gesundheit Pflegewissenschaft lehrt.

„Pflege ist ein Teil der Gesundheitswissenschaften. Am besten lässt sich mein Ansatz in Lehre und Forschung mit Public Health Nursing beschreiben: Es geht unter anderem um Prävention und Gesundheitsförderung bei Pflegebedürftigkeit“, sagt die Hochschullehrerin. Sie schaue durch die Public-Health-Brille immer auf die Kompetenzen und Ressourcen pflegebedürftiger Menschen. Das Ziel: sie dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Praktische Erfahrungen sammelte die gelernte Pflegefachkraft und diplomierte Pflegewissenschaftlerin unter anderem in der neurologischen Versorgung, ihre Promotion schrieb sie über „Pflegende Angehörige wachkomatöser Menschen“ an der Universität Witten/Herdecke.

Anschließend gehörte die 48-Jährige zu einem dreiköpfigen Wissenschaftler-Team aus Deutschland im internationalen Forschungsprojekt „Gesundheitsförderung in der Langzeitversorgung“ am Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research in Wien, das bis 2016 mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld kooperierte. Hier hat Horn in der achtjährigen Laufzeit des Projekts insbesondere innovative bewegungsfördernde Konzepte und Strategien in den Blick genommen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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