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Der Sozialverband VdK sieht in der Pflege ein ansteigendes Armutsrisiko

Bildinhalt: Eine Hand auf einem Tisch die ein Paar Cent Münzen zählt

Roland Sing, der VdK-Landeschef sagte am 7 Februar 2019, dass durch die hohen Kosten der Pflegeheime die Zahl der Pflegebedürftigen, die zum Sozialfall werden stetig steigt. So hatte der VdK mitgeteilt, dass es entwürdigend sei nach einem langen Arbeitsleben Taschengeldempfänger zu sein.

Die Kosten für die Investitionen der Pflegeheime, solle das Land zahlen, damit die Heimkosten gesenkt werden können. Der VdK-Landeschef fordere, dass die Kosten nicht die Bewohner zahlen sollen. Die Kosten für die Investition könne man mit einer Kaltmiete vergleichen.

Nach neusten Zahlen müssen die Pflegebedürftigen für ihre Pflegeheimkosten immer höhere Ausgaben selber aufbringen. Im Januar sind im Bundesdurchschnitt die Kosten auf 1 830 Euro angestiegen, die für die von den Pflegeheimbewohnern selbst aufgebracht werden müssen.

Darüber hatte der Spiegel berichtet und sich bezogen auf die neue Statistik des Verbands der Ersatzkassen (vdek). 58 Euro weniger war zum Jahresbeginn im letzten Jahr 2018 die finanzielle Belastung für die Pflegebedürftigen, bei 1 772 Euro pro Monat. Darin sind die Kosten für die Unterkunft, Investitionen, Verpflegung und ein Pflegekosteneigenanteil, dieser liegt zurzeit durchschnittlich bei 655 Euro.

Nur für den Rest der Ausgaben kommt die kommt die gesetzliche Pflegeversicherung auf die Hauptsächlich die Pflegeleistungen beinhalten. Wenn die Unterbringung nicht selbst bezahlt werden kann, dann müssen die eigenen Kinder oder das Sozialamt die Restliche Summe zahlen. Auch gibt es Regionale Unterschiede, laut der vdek-Statistik. So müssen in Nordrhein-Westfalen 2 252 Euro gezahlt werden, wogegen in Sachsen-Anhalt nur 1 218 Euro. Dieser große Unterschied erklären die Experten liege an den regional unterschiedlichen Löhnen und die Leitfäden für die Personalausstattung.

Kordula Schulz-Asche, die Grünen-Sprecherin für Pflegepolitik hatte es bezeichnet als „Systemfehler der Pflegeversicherung, dass die Pflegebedürftigen durch ihren Eigenanteil praktisch für jede der so überfälligen Verbesserungen der Pflege aufkommen müssen“.

Es würden immer mehr Menschen in die Sozialhilfe abrutschen, sagte sie: „Eine Reform ist dringend nötig: Der Eigenanteil muss planbar werden, alle Fortschritte in der Pflege von den Kassen finanziert werden – der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch.“ So hieß, das gerecht aufgeteilt werden müssten die Mehrkosten der Kassen auf alle, wie mit dem Vorschlag einer Pflegebürgerversicherung die Grünen es fordern. Immer mehr Pflegebedürftige benötigen Sozialhilfe, da Sie nicht aus eigenen Mitteln die Pflege finanzieren können.

In den Pflegeheimen von Baden-Württemberg bekommen beinahe 28 000 Menschen Finanzielle Hilfe von mehr als 96 000 Pflegebedürftigen, laut dem VdK. Sing fordere das der Ausstieg von 2010 aus den Förderungen der Kosten der Investitionen von stationären Heimen wieder geändert werden müsse. So zahlen die Pflegeheimbewohnen monatlich einen Eigenanteil von um die 2 098 Euro, davon sind 440 Euro für die Investitionskosten.

Zudem begrüße der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg die Forderungen des VdK und würde diese mit unterstützen. Mit genügend Pflegeangeboten und eine Gesamtheit an Leistungsfähigen, stehe das Land im Hinblick der Daseinsvorsorge in zentraler Verantwortung.

Manne Lucha, Sozialminister von den Grünen hat sich für ein reichhaltiges Versorgungsangebot ausgesprochen und hatte die Forderung abgelehnt. So sind in den letzten Jahren die stationären Pflegeeinrichtungen mehr geworden und somit auch die verfügbaren Heimplätze, jedoch die ambulanten Dienste und Kurzzeitpflegeplätze nicht.

Lucha sagte: „Wir haben damit offenbar einen Nachholbedarf bei wohnortnahen, unterstützenden Wohnformen und bei der Kurzzeit,- Tages- und Nachtpflege“. Die Komplette Finanzierung der Pflegeheimkosten durch die Pflegeversicherung fordere im Landtag die SPD. Sabine Wölfle, die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion sagte, dass bei der finanziellen Förderung der Pflegeinfrastruktur Baden-Württemberg wieder mehr einsteigen solle.

So würde insbesondere bei der Tages- und Kurzzeitpflege Bedarf vorhanden sein. „Wir plädieren in diesem Zusammenhang für eine dauerhafte Förderung in der Pflege. Die Politik von Sozialminister Manfred Lucha mit Modellprojekten hier und Restmittelvergabe dort muss ein Ende haben.“

Quelle: dpa

 

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