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Coronavirus: FDP stellt Antrag offizielle Stellungnahmen nur noch mit Gebärdensprachdolmetschung

Bildbeschreibung: PErson die symbolisch verdeutlicht, nichts zu verstehen.
Foto: © Robin Higgins

Die Fraktion der FDP hat, als Reaktion und den Erfahrungen mit dem Informationsfluss zum Coronavirus (COVID-19 / SARS-CoV-2), im Deutschen Bundestag einen Antrag gestellt, der beinhaltet, dass Stellungnahmen nur noch mit Gebärdendolmetschern erfolgen soll.

Ursächlich die wachsende Kritik, dass die Bundesregierung aktuelle Informationen nicht in Gebärdensprache bereitstellt und dadurch viele Menschen die gehörlos sind, nicht mit tagesaktuellen Informationen zur aktuellen Lage, versorgt werden. Der Behindertenbeauftragte, Jürgen Dusel ( wir berichteten ) hatte diese Situation ebenfalls stark kritisiert.

In ihrem Antrag fordern die Freien Demokraten, bei Pressekonferenzen von Bundeskanzleramt und Bundesministerien sowie nachgeordneten Behörden grundsätzlich eine Gebärdensprachdolmetschung anzubieten und mit der Bundespressekonferenz eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.

"Die Corona-Krise nimmt täglich größere Ausmaße an. Gehörlose und Menschen mit Hörbehinderungen sind jedoch von der Live-Berichterstattung ausgeschlossen. Offizielle Stellungnahmen müssen endlich mit Gebärdensprachdolmetschung erfolgen", so Jens Beeck, teilhabepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. "Wir kennen die Gebärdensprachdolmetschung bei Pressekonferenzen aus den USA und vielen anderen Ländern. Die Corona-Krise zeigt exemplarisch, wie wichtig der unmittelbare Zugang zu Informationen für alle Menschen ist. Wir müssen deshalb dringend auch Gehörlosen und Menschen mit Hörbehinderungen ermöglichen, die Live-Berichterstattung zu verfolgen", stelle Beeck weiter dar.

In der aktuellen Fragestunde, die heute im Plenum des Bundestags stattfindet, wurde das Thema ebenfalls angesprochen. Der Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn (CDU) wurde mit der Thematik direkt konfrontiert. NAch seiner Aussage, ist er selbst mit der Situation unzufrieden. Die Anregung, die aus dem Plenum kam, grundsätzlich bei den Pressekonferenzen einen Gebärdensprachdolmetscher parallel übersetzen zu lassen, will Jens Spahn als Anregung "mitnehmen". Eine konkrete Aussage zur Umsetzung, gab es von Spahn nicht.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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