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Bundestag: FDP Antrag zur inklusive Arbeitswelt wird weiter beraten

Bildbeschreibung: Eine Frau in einem Rollstuhl.
Foto: © Marcus Aurelius

Heute wurde im Bundestag in erste Lesung über ein Antrag der FDP-Fraktion beraten, die inklusive Arbeitswelt voranzubringen. Der Antrag soll nun im Ausschuss für Arbeit und Soziales weiterberaten werden. In dem Antrag Drucksache: 19/22474 schreibt sie: "Wir brauchen Fachkräfte. Viele Menschen mit einer schweren Behinderung sind gut ausgebildet und für den Arbeitsmarkt unverzichtbar. Arbeitgeber müssen vorhandene Fördermöglichkeiten besser nutzen und sollten mutig und mit Weitsicht vorangehen."

In dem Antrag 19/22474 heißt es:

Das Recht auf Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ist heute Konsens und einer der wichtigsten Schlüsselbegriffe für die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft. Er ist inzwischen fester Bestandteil unserer Rechtsordnung. Für Menschen mit Behinderungen wurde dieser Anspruch lange Zeit nicht erreicht. Dies zeigte sich zu lange in einem paternalistischen Fürsorgesystem, in dem Betreuung und Versorgung im Vordergrund standen.

Das Selbstverständnis von Menschen mit Behinderungen insgesamt und auch am Arbeitsmarkt hat sich grundlegend gewandelt: Behinderung wird als Aspekt menschlicher Vielfalt verstanden und will so auch gelebt werden. Demgegenüber ist es auch 11 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention für viele Menschen mit Behinderung auch heute noch keine Selbstverständlichkeit, einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu haben und für sich selbst sorgen zu können. Wir brauchen Fachkräfte.

Viele Menschen mit einer schweren Behinderung sind gut ausgebildet und für den Arbeitsmarkt unverzichtbar. Arbeitgeber müssen vorhandene Informationen und Fördermöglichkeiten besser nutzen und sollten mutig und mit Weitsicht vorangehen. Die Datenlage zu Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt wird immer wieder bei der Bundesregierung abgefragt und immer wieder ist bei ihr mangelndes Engagement und fehlender Wille zu erkennen

Jens Beeck (FDP) hatte heute im Bundestag darauf verwiesen, dass die Corona-Pandemie dafür gesorgt habe, das in der Arbeitswelt neue Wege gefunden werden müssen. Dabei habe die Etablierung des Homeoffices als auch die digitale Transformation die Arbeitswelt im Schnelldurchlauf erlebt.

Die Zielsetzung der Regierungsinitiativen für ein Lieferketten- und ein Arbeitsschutzkontrollgesetz hatte er dabei nicht kritisiert, er warnte jedoch vor neuen bürokratischen Hürden. Zudem müsse der Arbeitsmarkt der Zukunft die Potenziale von Menschen mit Behinderung viel stärker nutzen als heute, sagte Jens Beeck.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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