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VdK fordert klares Gesamt-Konzept für Impfung und Schnelltests von der Bundesregierung. Bentele: „Die Menschen haben lang genug gewartet.“

Bildbeschreibung: Ein Plakat auf dem steht "Dein Corona-Test" hier entlang.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

Der Sozialverband VdK fordert die Bundesregierung anlässlich des Corona-Gipfels am Mittwoch, 3. März 2021, auf, das Chaos bei der Impfung und den Tests endlich zu beenden. Im VdK melden sich immer mehr Mitglieder, die chronisch krank oder behindert sind und sich impfen lassen möchten, aber verzweifelt auf einen Termin und die Impfung warten. Der VdK kritisiert, dass die Bundesregierung das Verfahren den Bundesländern und den Landräten überlässt: Diese sind offensichtlich heillos damit überfordert, die Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen ausfindig zu machen. Das kommentiert VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Der Impfstoff ist da, verkommt aber teils in den Impfzentren. Deutschland versinkt im Impfchaos. Wenn Polizisten geimpft werden, stark gefährdete Menschen aus der Priorisierungsgruppe 2 aber nicht, dann versteht das niemand. Laut Impfverordnung sind sie an der Reihe, aber Bundesländer oder Landräte wissen nicht, wie sie die Betroffenen finden sollen.

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Die Menschen sitzen seit Monaten zuhause und wagen sich kaum mehr vor die Tür, weil sie Angst haben, sich anzustecken. Die Bundesregierung hat es verschlafen, ein Gesamtkonzept mit einheitlichen Regelungen zu schaffen. Zum Beispiel verfügen die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen über die Patientendaten. Damit kann die Bundesregierung arbeiten, um das Impfen zu koordinieren. Das Warten auf die Impfung muss endlich ein Ende haben.“

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Bentele weiter: „Wenn aus politischen Erwägungen heraus Lehrerinnen und Kita-Erzieher aufgenommen werden, muss dies im Gleichgewicht mit den Menschen geschehen, die etwa schwere Behinderungen oder Vorerkrankungen haben. Hier muss die Bundesregierung die Impfreihenfolge nachjustieren. Gerade Personen, die zu Hause mit Assistenz- oder Pflegebedarf leben, dürfen nicht durchs Raster fallen.“
Der VdK dringt darauf, jetzt schon ein Konzept für die Terminvergabe und die Impfung zu entwickeln, wenn es genug Impfstoff geben sollte. Sonst befürchtet er, dass das Chaos weitergeht.

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Auch bei den Corona-Schnelltests fehlt dem VdK ein klares Vorgehen. Verena Bentele weiter:

„Die Bundesregierung hat angekündigt, dass es kostenlose Schnelltests für alle geben soll. Sie müssen nun auch kommen. Es darf nicht dabei bleiben, dass sich nur diejenigen testen lassen können, die das nötige Geld haben. Zudem müssen die Menschen gut über Sinn und Nutzen der Corona-Schnelltests aufgeklärt werden. Schnelltests zeigen immer nur eine Momentaufnahme. Einfache und wenig fehleranfällige Tests würden helfen, Verletzungen oder falsche Probenahmen zu vermeiden. Wer den Schnelltest nutzt, muss wissen, wie es nach einem positiven Ergebnis weiter geht, und zwar mit einem Labortest, den der Arzt auf Kosten der Krankenkasse anordnet, und einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zur endgültigen Diagnose. Gleichzeitig müssen die Pflichten für den positiv getesteten Menschen klar sein: Quarantäne, Meldepflicht beim Gesundheitsamt und mehr.“

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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