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Tausende Rentner rutschen in die Steuerpflicht

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau.
Foto: © Andrew Taylor

In den letzten fünf Jahren sind rund 313 000 Rentnerinnen und Rentner allein wegen der jährlichen Rentenerhöhungen erstmals steuerpflichtig geworden. Dieses geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP hervor. Im laufenden Jahr waren es demnach 51.000 Rentner, die wegen der Rentenanpassung zum 1. Juli zum ersten Mal Einkommensteuer zahlen müssen. Im vergangenen Jahr seien es 53.000 Steuerpflichtige gewesen, geht aus einer Antwort der Bundesregierung Drucksache: 19/23267 auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Drucksache: 19/22814 hervor.

Die Steuerbelastung eines Rentenbeziehers hängt nicht nur von seiner Rente, sondern vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Daher sind für den Effekt der Steuerbelastung nicht nur die Rentenhöhe und die damit einhergehende Rentenanpassung maßgeblich, sondern auch weitere Einkünfte wie etwa aus Vermietung oder Betriebsrente.

In der Drucksache 19/23267 heißt es:

Zu den zentralen Aufgaben der Bundesregierung zählt es, die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten, zu sichern und fortzuentwickeln. Hierfür bedarf es nach Ansicht der Fragestellenden zukunfstfester Rahmenbedingungen, die es allen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland erlaubt, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten auch nach dem Erwerbsleben ein Leben in Würde und Sicherheit zu leben. Vor diesem Hintergrund möchten sich die Fragestellenden über die aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen informieren und statistische Daten erfragen.

Der Stufenplan für die nachgelagerte Besteuerung sieht nach Angaben der Bundesregierung vor, dass ab dem Jahr 2040 bei Neurentnern 100 Prozent der Renten in die Besteuerung eingehen werden. Im Bundesministerium der Finanzen werde an einer stark vereinfachten elektronischen Steuererklärung für Rentner und Pensionäre gearbeitet, die ausschließlich Alterseinkünfte beziehen würden.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, gab es im Bundesgebiet im vergangenen Jahr 19,5 Millionen Rentner, davon 11,2 Millionen Frauen. Das durchschnittliche Rentenzugangsalter wird mit 62,3 Jahren angegeben und der durchschnittliche Rentenzahlbetrag mit 1.103 Euro.

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Der FDP-Steuerexperte Markus Herbrand teilte gegenüber der "Rheinische Post" mit: "Die Pflicht zur erstmaligen Abgabe einer Einkommenssteuererklärung für über 300.000 Rentnerinnen und Rentner allein in den letzten fünf Jahren bedeutet enormen Verwaltungsaufwand, der sich durch die Rentenerhöhungen Jahr für Jahr verschlimmert." Dem Staat seien die Rentenbezüge bekannt, das Finanzministerium müsse "endlich Modelle entwickeln, um die lästige Pflicht zur Steuererklärung allein aufgrund von ebenfalls bekannten Erhöhungen zu beenden."

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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