VdK-Präsidentin: „Pflegende Angehörige brauchen Anspruch auf 4. Schutzimpfung“

  • 30 Jun
Bildbeschreibung: Ein Arzt der eine Impfung spritzt.

Am Freitag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern in einer Sondersitzung über die Corona-Herbst-Strategie. Bisher ist noch nicht bekannt, welche Ergebnisse zu erwarten sind. Jedoch gibt es breite Befürchtungen, dass gerade für eine mögliche vierte Impfungen, wieder viele Gesellschaftsgruppen vergessen werden.

Auf einer dieser Gruppen die vergessen werden könnten, macht die VdK-Präsidentin Verena Bentele aufmerksam. Bentele betont:

„Der VdK appelliert an die Gesundheitsminister von Bund und Ländern: Vergesst die pflegenden Angehörigen nicht! Sie brauchen einen Anspruch auf eine vierte Schutzimpfung gegen Corona unabhängig von ihrem Alter. Genauso wie das Personal von Pflegeeinrichtungen sind sie in ständigem Kontakt mit Risikogruppen, die in höchstem Maße schutzbedürftig sind. Diese Unterstützung darf dem größten Pflegedienst der Nation nicht vorenthalten werden. Das Risiko, dass sich pflegende Angehörige beim Einkauf oder bei der Fahrt im ÖPNV anstecken und das Virus an den Pflegebedürftigen zuhause weitergeben, muss auf ein Minimum reduziert werden: Nur so können wir die Schwächsten der Gesellschaft, die Pflegebedürftigen, schützen.“

Ob allerdings alleine die Gesundheitsminister darüber entscheiden, oder den Empfehlungen des Robert-Koch-Institut Folge geleistet wird, ist noch fraglich. Zumindest betont die Bundesregierung: "Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine neue Empfehlung veröffentlicht: Danach sollen bestimmte Personen eine zweite Auffrischimpfung mit den bisherigen mRNA-Impfstoffen - von Biontech oder Moderna – bekommen. Dazu zählen besonders gefährdete Personen, wie zum Beispiel Menschen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen oder betreut werden, außerdem alle ab 70 Jahre und Menschen mit Immunschwäche."

Der zweite Booster (Auffrischimpfung), also die vierte Impfung, wird auch für medizinischen oder Pflegeeinrichtungen arbeiten Personen empfohlen, schreibt die Bundesregierung. Die Befürchtungen des VdK beruhen dabei wohl eher auf die Erfahrungen, der letzten Impfkampagnen. Allerdings empfehlen schon heute viele Ärzte, auch die pflegenden Angehörigen mit zu impfen um die pflegebedürftige Person nicht unnötig zu gefährden.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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