Grünen-Bundestagsabgeordnete und Transfrau Ganserer begrüßt geplantes Selbstbestimmungsgesetz

  • 01 Jul
Bildbeschreibung: Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und Transfrau Tessa Ganserer.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und Transfrau Tessa Ganserer hat das geplante Selbstbestimmungsgesetz als Ersatz für das Transsexuellengesetz begrüßt.

„Die extrem pathologisierende Wirkung des sogenannten Transsexuellengesetzes, an dem so viel Blut und Tränen kleben, war von Anfang an Unrecht, was von mutigen Vorstreiter*innen erst unter enormen persönlichen Anstrengungen und kräftezehrenden Prozessen bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht erstritten werden musste“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
„Es hat es mir über viele Jahre so schwer gemacht, mich selbst zu akzeptieren und zu outen. Ich möchte, dass kein Mensch mehr so demütigende Zwangsbegutachtungen über sich ergehen lassen muss, und deshalb konnte ich mich auch persönlich diesem Verfahren nicht unterziehen.“

Ganserer fügte hinzu: „Transgeschlechtlich zu sein ist keine Frage des Wollens. Transgeschlechtliche Menschen sind einfach so. Kein Mensch kann sich dafür oder dagegen entscheiden.“ Deshalb könne über die eigene Geschlechtszugehörigkeit „nur jeder Mensch für sich selbst Auskunft geben“.

Ohnehin sei „wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis, dass die Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Geschlecht nicht allein nach den äußerlichen Geschlechtsmerkmalen zum Zeitpunkt seiner Geburt bestimmt werden kann, sondern sie wesentlich auch von seiner psychischen Konstitution und selbstempfundenen Geschlechtlichkeit abhängt“, so die Grüne. Das habe das Bundesverfassungsgericht längst bestätigt. Und „die hypothetische Befürchtung, dass einzelne eine bestimmte Regelung missbrauchen könnten“, dürfe „nicht dazu führen, dass einer ganzen Gruppe Grundrechte vorenthalten werden“.

Autor: © RND / Redaktion


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