Wegfall der EEG-Umlage: BDEW-Chefin Andreae befürchtet trotzdem steigende Energiepreise

  • 01 Jul
Bildbeschreibung: Mehre Windräder auf einer Wiese.

Trotz des Wegfalls der EEG-Umlage an diesem Freitag rechnet die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, mit weiter steigenden Energiepreisen. „In den vergangenen eineinhalb Jahren gab es für die Preise im Stromgroßhandel nur eine Richtung: Nach oben“, sagte Andreae dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Zuerst habe die konjunkturelle Erholung nach der Hochphase der Corona-Pandemie die Preise getrieben, dann der Angriffskrieg auf die Ukraine die Situation weiter verschärft. „Aktuell zahlen Stromversorger im Großhandel für eine Kilowattstunde Strom viereinhalbmal so viel wie noch Anfang 20212, so Andreae. Und weiter: „Eine Trendwende ist nicht in Sicht.“

Verbraucher müssten sich deshalb auf steigende Kosten einstellen, warnte die BDEW-Chefin. „Je länger das Preisniveau hoch bleibt, desto weniger können Energieversorger die Kostenanstiege durch vorausschauende Beschaffung ausgleichen und desto stärker schlagen sie sich in den Verbraucherpreisen nieder“, sagte sie.

„Die Abschaffung der EEG-Umlage und die damit verbundenen Senkung der Strompreise um 3,7 Cent pro Kilowattstunde zum 1. Juli allein kann das nicht abfedern.“

„Um die Belastung der Haushalte nachhaltig zu dämpfen, sollte die Bundesregierung weitere Maßnahmen prüfen, zum Beispiel eine Senkung der Strom- oder Mehrwertsteuer“, forderte Andreae.

Autor: © RND / Redaktion


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