Ukrainekrieg und Energiekrise: Präsident des Zentralrats der Juden rechnet mit neuem Antisemitismus im Herbst

  • 11 Aug
Bildbeschreibung: Ein Stromzähler.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, rechnet damit, dass die deutschen Juden im Herbst ins Visier von Querdenkern und Corona-Leugnern geraten, wenn es im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und die dadurch entstehende Energiekrise zu Protesten kommen sollte.

„Sie haben im Zusammenhang mit Corona derzeit keine nennenswerte Plattform“, sagte Schuster dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Aber dafür gibt es den Ukrainekrieg und, was mir noch viel mehr Sorgen macht, die Energiekrise.“

Schuster führte aus: „Wenn es im Winter kalt wird, wird diese Szene angreifen und, wie ich befürchte, Erfolg haben. Wenn es Probleme gibt, wird das Minderheiten angelastet. Da sind Juden immer dabei.“

Man müsse „diese Szene im Herbst im Blick behalten“ und „wachsam bleiben“.

In der jüdischen Gemeinde sorge der Ukraine-Krieg dagegen wider Erwarten nicht für Konflikte. „Wir haben zwar zahlreiche Mitglieder sowohl aus der Ukraine, als auch aus Russland, die nach 1990 gekommen sind“, sagte Schuster dem RND. „Das sind von den insgesamt rund 92.000 Menschen jeweils ungefähr 35.000. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass sich dieser Konflikt in die Gemeinden fortpflanzt. Das ist aber nicht geschehen.“ Auch die Menschen aus Russland hätten „klar erkannt, was los ist. Es gibt in den Gemeinden eine große Einigkeit pro Ukraine“, so Schuster.

Autor: © RND / Redaktion


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