Aufklärung über Epilepsie stärkt Verständnis in der Bevölkerung

  • 05 Okt
Bildbeschreibung: Wilfried Oellers, der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Seit 1996 wird am 5. Oktober bundesweit der Welttag Epilepsie begangen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Epilepsie – gut beraten?“ Hierzu erklärt der Teilhabebeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wilfried Oellers.

„Heute, am Tag der Epilepsie gilt es, über die Krankheit aufzuklären. Sowohl aus dem Bekanntenkreis als auch aufgrund meiner Arbeit als Teilhabebeauftragter weiß ich, dass die Unvorhersehbarkeit der Anfälle die größte Barriere in Lebensführung und Lebensqualität der betroffenen Menschen darstellt.

Leider werden sie auch heute noch oft stigmatisiert: Bisweilen wird eine kognitive Behinderung unterstellt, obwohl die Hirnfunktion von Epileptikern außerhalb eines Anfalls völlig normal ist. Am heutigen Tag der Epilepsie gilt es, darüber aufzuklären, dass Epilepsie-Patienten vollwertiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind. Zahlreichen Vorurteilen zum Trotz, ist Epilepsie sehr gut therapierbar – insbesondere, dank fortschreitender, wissenschaftlicher Erkenntnisse. Moderne Wirkstoffe und auch die Epilepsie-Chirurgie sind zentrale Faktoren für eine erfolgreiche Epilepsie-Therapie. Zudem helfen speziell ausgebildete Assistenzhunde den Betroffenen dabei, mit einer Epilepsie umzugehen: Sie warnen sie 30 bis 60 Sekunden vorher, dass ein Anfall bevorsteht diese Zeit reicht aus, damit sich die Person darauf vorbereiten kann und Hilfe rufen kann. Damit ermöglichen Assistenzhunde den Betroffenen ein selbständigeres Leben.

Epileptische Anfälle treten meist spontan und ohne Vorzeichen auf. Sie werden durch synchrone Entladungen von Nervenzellen im Gehirn ausgelöst. Von Betroffenen werden sie wie Stromschläge, welche in unmittelbarer Folge den Muskelapparat lahmlegen, empfunden. Diese Muskelkontraktionen sind verschieden ausgeprägt: Sie reichen von leichtem Zucken der Schultern – bis zu krampfartigen Anfällen des gesamten Körpers. Je nach Schwere und Häufigkeit, kann Epilepsie durch das Versorgungsamt als Behinderung anerkannt werden. Epilepsie betrifft bundesweit rund ein Prozent der Bevölkerung – also 800.000 Menschen, und stellt eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen dar. Getreu dem Motto des diesjährigen Epilepsie-Tages „Epilepsie – gut beraten?“ ist es Oellers ein persönliches Anliegen, die Bevölkerung über Krankheit, Symptome und Therapie aufzuklären. Schließlich stärkten Aufklärung und Wissen das Verständnis innerhalb der Bevölkerung.“

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