Special Olympics World Games Berlin 2023 sind das erfolgreichste inklusive Multisport-Event

  • 29 Nov
Bildbeschreibung: von links: Juliane Seifert, Christiane Karejewski, Robert Herberg, Heidi, Kuder, Franziska Becker, Sven Albrecht

Im Sommer 2023 fand das größte inklusive Multisport-Event der Welt statt. Vom 17. bis 25. Juni traten 6.500 Athlet*innen mit einer geistigen Beeinträchtigung bei den Special Olympics World Games Berlin 2023 an. Alle Athlet*innen, Berlin, ganz Deutschland und die internationalen Gäste haben ein Fest der Begegnungen gefeiert. Mit der Kraft des Sports haben sie sich darüber hinaus für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft eingesetzt.

Fünf Monate nach der Durchführung der Weltspiele und genau fünf Jahre nach der Vergabe der Special Olympics World Games nach Berlin ziehen die Organisatoren von Special Olympics Deutschland, dem Senat von Berlin, dem Bundesinnenministerium und die Athlet*innen bei der Pressekonferenz (siehe Filmbeitrag am Ende des Beitrags) im Roten Rathaus Berlin eine positive Bilanz: Berlin und Deutschland haben durch das größte inklusive Multisport-Event 2023 in allen Bereichen gewonnen.

Dies wurde unter anderem erzielt mit der hohen medialen Reichweite, durch den Zusammenschluss einer bisher nie dagewesenen Medien-Allianz in Deutschland, dem sozialen Impact, wie beispielsweise dem ehrenamtlichen Engagement von 18.000 Volunteers, den Fan- und Schulprogrammen, dem Gesundheitsprogramm Healthy Athletes mit über 15.000 Untersuchungen und der deutschlandweiten Einbindung von über 200 Host Towns im Gastgeberprogramm. Ein weiterer Erfolgsfaktor der Weltspiele war und ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Förderern und Partnern wie dem Bundesinnenministerium und dem Berliner Senat.

Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, betont die Bedeutung der politischen Unterstützung für den Sportzugang von Menschen mit Beeinträchtigung: „Die Weltspiele von Berlin waren ein beeindruckendes Zeichen der Teilhabe und Inklusion. Doch der Einsatz hört hier nicht auf. Es ist entscheidend, dass die politischen Entscheidungsträger die Zugänge für den Sport weiter stärken. Denn nach wie vor haben nur 8 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, Sport zu treiben. Hiermit besteht ein dringender Handlungsbedarf! Wir werden auch in der Zukunft mit Events und Projekten deutschlandweit Impulse setzen, um dies zu ändern."

Franziska Becker, Staatssekretärin Sport im Senat Berlin: „Die Weltspiele waren für die Sportmetropole Berlin und die Berlinerinnen und Berliner in vielerlei Hinsicht ein absolutes Highlight, das uns noch lange in positiver Erinnerung bleiben und von dem die Stadt langfristig profitieren wird. Sie haben gezeigt, wie viel der Sport im Hinblick auf das Thema Inklusion voranbringen kann und dass gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit Behinderungen uns alle angeht."

Die Special Olympics World Games Berlin 2023 haben einen bedeutenden Meilenstein für die Teilhabe und Inklusion von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung gesetzt. Mit der Teilnahme von Tausenden Athlet*innen aus aller Welt und vielen internationalen Gästen war das inklusive Sommermärchen in Berlin ein voller Erfolg. Nun gilt es, die erzielten Effekte und Impulse langfristig zu sichern und weiter voranzubringen.

Special Olympics

Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, bekräftigt die Verstetigung der erzielten Erfolge: „Die Special Olympics World Games in Berlin haben einen neuen Goldstandard für inklusive und internationale Sportgroßveranstaltungen gesetzt: Sie haben gezeigt, dass Inklusion funktioniert und davon die gesamte Gesellschaft profitiert - nicht nur in Berlin. Die positiven Effekte wollen wir als Bundesregierung gemeinsam mit Special Olympics Deutschland und dem organisierten Sport lebendig halten.
Pfad und Netzwerke für eine Verstetigung sind durch das Host Town Programm der Weltspiele, an dem über 220 Kommunen beteiligt waren, schon angelegt. Wichtig ist mir, dass wir auf politischer Ebene in Bund und Land sowie mit den Vereinen und Verbänden miteinander im Gespräch bleiben. Wir werden uns genau anschauen, was im Sport für Menschen mit Behinderungen in den Vereinen schon funktioniert und was nicht. Diesen Fragen sind wir in einem ersten Expertengespräch im November 2023 schon auf die Spur gegangen. Weitere Gespräche werden folgen.
Daher begrüße und unterstütze ich auch den Plan des Organisationskomitees der Weltspiele, im nächsten Frühjahr die Kommunen noch einmal in einen „Host Town Kongress“ zusammenzubringen. Das Engagement der Host Towns war der erste Schritt für eine nachhaltige Verankerung von Inklusion in Stadt und Land. Davon können wir alle lernen!“

Die Einbindung von über 18.000 Volunteers während der Weltspiele war ein beeindruckendes Zeichen für bürgerliches Engagement und den Willen zur Teilhabe. Sven Albrecht, CEO von Special Olympics Deutschland und der Special Olympics World Games Berlin 2023, betont: „Die Volunteers haben einen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg der Weltspiele geleistet. Ihr Einsatz ist ein Zeichen dafür, dass Inklusion und Teilhabe in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben. Wir möchten uns nochmal bei allen Volunteers bedanken und auch in der Zukunft, gemeinsam mit ihnen, Teilhabe und inklusiven Sport fördern."

Die Weltspiele haben nicht nur sportliche Bestleistungen hervorgebracht, sondern auch in vielen anderen Bereichen Maßstäbe gesetzt. Sven Albrecht erklärt: „Wir möchten als Benchmark dienen und unser Know-how in den Bereichen Inklusion, Teilhabe und Sportgroßveranstaltungen weitergeben. Durch den Austausch mit anderen Organisationen und Experten können wir gemeinsam noch mehr erreichen."

Diesen Handlungsbedarf sehen auch die Athlet*innen. Die Weltspiele waren ein emotionales und sportliches Highlight für viele, dennoch wünschen auch sie sich weitere Sichtbarkeit und mehr Raum für Begegnungen und Austausch.

Heidi Kuder, Medaillengewinnerin Leichtathletik: „Ich war Teil der deutschen Mannschaft und bin hier als eine der ersten ins Olympiastadion bei der Eröffnung eingelaufen und hatte ein großartiges Team um mich.. Dann habe ich Medaillen gewonnen und hatte ganz viele tolle Erlebnisse, die ich nie vergessen werde.. Endlich waren alle Athleten sichtbar. Ich wünsche mir, dass das nicht aufhört und wir weiterhin wahr- und ernstgenommen werden.“

Robert Herberg, Medaillengewinner Radsport: „Die Weltspiele in Berlin waren meine dritten Spiele, an denen ich teilgenommen habe. In meiner Heimatstadt dann auch noch eine Medaille zu gewinnen, war großartig. Ich durfte als Radsportler fantastische Spiele miterleben, was ich unglaublich schön fand. Noch viel mehr wünsche ich mir aber regelmäßige Wettbewerbe, bei denen wir zeigen können, was wir draufhaben."

Teilnehmer*innen der Pressekonferenz:

  • Juliane Seifert - Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat
  • Franziska Becker - Staatssekretärin für Sport beim Berliner Senat
  • Christiane Krajewski - Präsidentin Special Olympics Deutschland
  • Sven Albrecht - CEO der Special Olympics World Games 2023 und Bundesgeschäftsführer Special Olympics Deutschland
  • Heidi Kuder - Medaillengewinnerin Leichtathletik
  • Robert Herberg - Medaillengewinner Radfahren, Gesicht der Nationalen Spiele Berlin 2022

Pressekonferenz zu den Special Olympics World Games 2023

Autor: SOWG/kk


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