Reallöhne im Jahr 2023 leicht gestiegen

  • 29 Feb
Bildbeschreibung: Eine Kellnerin die einen Kaffee zubereitet.

Der Nominallohnindex in Deutschland ist im Jahr 2023 um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einschließlich Sonderzahlungen ab. Die kräftigen Steigerungen der Nominallöhne sind vor allem durch Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie sowie die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro im Oktober 2022 bedingt. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Reallöhne im Jahr 2023 damit um 0,1 % gegenüber 2022 - dies war der erste Anstieg seit 2019. Während im Jahr 2020 insbesondere der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit zur negativen Nominal- und Reallohnentwicklung beigetragen hatte, zehrte 2021 und 2022 die hohe Inflation den Nominallohnanstieg auf.

Reallöhne steigen im 4. Quartal 2023 ebenfalls an

Das Ergebnis für die Reallohnentwicklung im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum fällt ebenfalls positiv aus: Im Vergleich zum 4. Quartal 2022 ergab sich ein Wachstum von insgesamt 1,8 % bei einem Nominallohnzuwachs von 5,4 % und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,5 %.

Auch im 4. Quartal setzte sich damit das deutliche Lohnwachstum gemessen an den Nominallöhnen fort, das bereits seit Jahresbeginn zu beobachten war - auch wenn der Anstieg im Vergleich zu den Vorquartalen moderater ausfiel. Dennoch hat es seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008 keine vier Quartale in Folge mit einem so deutlichen Nominallohnanstieg gegeben. In Kombination mit einer geringeren Inflation führte dies im Schnitt zu einem Kaufkraftgewinn für die Beschäftigten im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Geringverdienende mit stärkstem Nominallohnzuwachs im 4. Quartal und im gesamten Jahr 2023

Unter den Vollzeitbeschäftigten wies das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 8,8 % zum Vorjahreszeitraum die stärksten Verdienststeigerungen im 4. Quartal 2023 auf. Die Verdienste der Vollzeitkräfte insgesamt stiegen um 5,2 %, ähnlich dem gesamtwirtschaftlichen Nominallohnwachstum (5,4 %). Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) blieb der Nominallohnanstieg im 4. Quartal 2023 mit 3,8 % hinter der prozentualen Lohnentwicklung aller Beschäftigten zurück.

Auch über das gesamte Jahr 2023 hinweg sind die Nominallöhne des 1. Quintils der Vollzeitbeschäftigten am stärksten gestiegen: um durchschnittlich 11,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist vorrangig auf den prozentual stärkeren Effekt der Inflationsausgleichsprämie zurückzuführen, da diese steuerfreie Zahlung meist unabhängig von der Gehaltsstufe als Absolutbetrag ausgezahlt wird. Für das mittlere, 3. Quintil der Vollzeitbeschäftigten lag der Lohnanstieg bei 5,8 % im Vergleich zum Jahr 2022. Das 5. Quintil - die 20 % mit den höchsten Nominallöhnen unter den Vollzeitbeschäftigten - wies ein Wachstum von 4,6 % im Jahr 2023 auf.

Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

HINWEIS: Wird die Seite 'inPrivat' oder im 'Inkonito' Modus aufgerufen, kann die Seite bei einigen Browsern nicht angezeigt werden.

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Datenschutzeinstellung

OPEN
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank