Gerlach will Prävention psychischer Erkrankungen bei Beschäftigten in der Pflege weiter stärken

  • 16 Apr
Bildbeschreibung: Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach.

Bayern Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach will die Prävention psychischer Erkrankungen bei Beschäftigten in der Langzeitpflege weiter stärken. Gerlach betonte am 14. April 2024: „Menschen, die in der Langzeitpflege arbeiten, kommen häufig an ihre psychischen Grenzen. Das gleiche gilt auch für die Beschäftigten in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Deshalb wollen wir die Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, beim Umgang mit psychischen Belastungen verstärkt unterstützen. Dazu müssen wir auch die Resilienz der Pflegenden stärken.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Deshalb unterstützt der Freistaat sogenannte Resilienzmaßnahmen für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, um physische und psychische Ressourcen zu verbessern sowie das Wohlbefinden und die Gesundheit der Pflegekräfte zu stärken. Für die Maßnahmen stellt das StMGP knapp 18 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist ein wichtiger Schritt, um psychischen Erkrankungen bei stark belasteten Beschäftigten in der Langzeitpflege und Eingliederungshilfe vorzubeugen.“

Gerlach erläuterte: „Konkrete Tipps für den Berufsalltag gibt das vom bayerischen Pflegeministerium geförderte Programm MUTASPIR (Mitarbeiterorientierung, Unternehmenskultur, Top-down und Bottom-up, Angebote zur Ressourcen-Mobilisierung, Spiritual Leadership, Patientenzufriedenheit, Implementierung, Religions- und Kultursensibilität). Dabei geht es darum, Pflegenden aufzuzeigen, anhand welcher Techniken sie im Arbeitsalltag bei stressigen und belastenden Situationen zur Ruhe kommen und den Stress im eigenen Körper auffangen können, um wieder Kraft für ihre Tätigkeit mit und für pflegebedürftige Menschen zu schöpfen.“

Ziel des Forschungsprojektes der Hochschule für Philosophie München (HFPH) ist es, darzustellen, wie sich die sogenannte „Spiritual Care“ positiv auf die physische und psychische Gesundheit sowie die Stressreduktion auswirkt und wie damit chronischen Erkrankungen, wie Depression oder Traumafolgestörungen, vorgebeugt und kritische Ereignisse aus dem Berufsalltag besser verarbeitet werden können. „Spiritual Care“ bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse.

Die HFPH hat mit Unterstützung des StMGP zum Abschluss des MUTASPIR-Projekts einen Handlungsleitfaden veröffentlicht. Dieser gibt den Beschäftigten in der Langzeitpflege und Eingliederungshilfe konkrete Tipps, Werkzeuge und Anregungen, wie religionsunabhängige Spiritualität und Achtsamkeit für den eigenen Körper in den Alltag der Gesundheits- und Pflegeberufe integriert werden können. Die HFPH hat das Programm MUTASPIR in Kooperation mit der Professur für Spiritual Care und psychosomatische Gesundheit an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München durchgeführt.

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